Munich Longevity Symposium am 25. Februar 2026: Internationale Expertinnen und Experten diskutieren biologische Alterung an der TUM
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Wie alt sind Herz, Leber oder Gehirn wirklich? Und lässt sich menschliches Altern gezielt verlangsamen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Munich Longevity Symposium, das von der Professur für Sportbiologie der Technischen Universität München ausgerichtet wird. Gastgeber ist die TUM im Rahmen des Center for Cardiovascular and Metabolic Health (CVMH). Das Symposium findet am Mittwoch, 25. Februar 2026, von 16 bis 18 Uhr am TUM Campus im Olympiapark (Hörsaal 1) statt und bringt international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Alterns- und Langlebigkeitsforschung zusammen. Die Begrüßung übernimmt Prof. Dr. Jeanne Rubner, TUM-Vizepräsidentin für Global Communication & Public Engagement.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Professur für Sportbiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Wackerhage und dem Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin unter der Direktion von Prof. Dr. Hans Hauner. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Biomarker des Alterns – Methoden, mit denen sich das biologische Alter einzelner Organe wie Herz, Leber, Muskel oder Gehirn bestimmen lässt. Diese Marker gelten als zentrale Voraussetzung für klinische Studien zur Langlebigkeit, da sie zeigen können, ob Interventionen Alterungsprozesse tatsächlich verlangsamen. Gleichzeitig besitzen sie hohes klinisches Potenzial, da das biologische Alter als einer der stärksten Prädiktoren für Krankheitsrisiken und Mortalität gilt.
„Jung zu bleiben, ist die beste Prävention – noch besser, als körperliches Training allein“, betont Prof. Wackerhage. „In Tierversuchen wurden zahlreiche Substanzen und Methoden identifiziert, die das Altern verlangsamen können. Ob diese Ansätze auch beim Menschen funktionieren, ist jedoch bislang weitgehend unklar.“
Zu den Gästen des Symposiums zählen zwei international renommierte Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Altersbiomarker: Dr. Chiara Herzog (University of Innsbruck / King’s College London) und Prof. Dr. Tony Wyss-Coray von der Stanford University. Dr. Herzog wird moderne multi-omische Ansätze zur Messung des biologischen Alters vorstellen. Prof. Wyss-Coray gibt Einblicke in seine wegweisenden Arbeiten zum Blutproteom und zu organspezifischen Alterungsprozessen.
Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Vorstellung erster Ergebnisse der TauAge-Studie, einer klinischen Interventionsstudie zur Frage, ob die Aminosäure Taurin das menschliche Altern verlangsamen kann. Die Studie wird gemeinsam von Prof. Hauner und Prof. Wackerhage geleitet und in enger internationaler Zusammenarbeit durchgeführt.
„Unsere TauAge-Studie ist methodisch eine der ambitioniertesten Interventionsstudien zur menschlichen Alterung“, so Prof. Wackerhage. „Sollten die Daten darauf hindeuten, dass Taurin tatsächlich biologische Alterungsprozesse beim Menschen verzögert, wird das nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich große Aufmerksamkeit erzeugen.“
Das Munich Longevity Symposium richtet sich an Forschende, Klinikerinnen und Kliniker, Studierende sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Zur Anmeldung für das Munich Longevity Symposium
Zur Homepage der Professur für Sportbiologie
Kontakt:
Prof. Dr. Henning Wackerhage
Professur für Sportbiologie
Am Olympiacampus 11
80809 München
Tel.: 089 289 24480
E-Mail: Henning.Wackerhage(at)tum.de
Text: Dr. Romy Schwaiger
Foto: KI-generiert (Open-AI) / Professur für Sportbiologie / Andreas Heddergott, TUM / Julia Eberle, TUM