Erfolgreiche DFG Drittmitteleinwerbung „Sensorimotor predictors of upper-limb instrumental activities of daily living capability and perception in ageing“
In diesem Vorhaben sollen drei Fragen beantwortet werden.
a) Welche sensomotorischen und kognitiven Mindestanforderungen werden von Alltagsaufgaben gestellt? Dies führt zu einem Modell, welches Anhand von individuellen Leistungsprofilen Vorhersagen zur Alltagsfähigkeit machen kann. Dieses Modell würde auch die Möglichkeit der Kompensation beinhalten, bspw. ein Ausgleich durch den Einsatz von mehr Kraft, wenn koordinative Einschränkungen vorliegen.
b) Wie wird die Performanz von Alltagsaufgaben durch Leistungsfähigkeiten in verschiedenen Bereichen, bspw. Muskelkraft und Kognition, und deren Interaktion beeinflusst? Die Performanz soll dabei mittels kinematischer Analyse, also einer Analyse der Handbewegungen während der Ausführung (Wie schnell? Wie koordiniert? Wie viel Weg wird zurückgelegt? Wie lang braucht die Ausführung?), quantifiziert werden.
C) In welchem Zusammenhang stehen Eigenwahrnehmung, Leistungsfähigkeit und Alltagsperformanz? Welche Erfahrungen und welche Dimensionen der eigenen Leistungsfähigkeit sorgen beispielsweise für eine Unter- oder Überschätzung der eigenen Alltagsfähigkeiten.
Um dies zu erreichen, durchlaufen circa 100 ältere Personen im Alter von über 70 Jahren eine Reihe an Tests, welche die Leistungsfähigkeit im Bereich der Sensorik, Motorik, Kognition und des Affekts erfasst. Zudem werden die Handbewegungen während der Ausführung verschiedener Alltagsaufgaben in einem Living Lab kinematisch analysiert, um die Performanz zu quantifizieren, und mittels Fragebogen die Eigenwahrnehmung erfasst.
Das Vorhaben ist auf ein Doktorat über einen Zeitraum von 36 Monaten angelegt.