Neue Studie in Cerebral Cortex veröffentlicht
Bei diesem Test müssen die Teilnehmer neuartige Werkzeuge verwenden, um ein zylindrisches Objekt aus einer Box zu heben. Wir setzten inhibitorische transkranielle Magnetstimulation (TMS) ein, um die beiden Hirnregionen (aSMG/vPreCG) zu stören. Während die Gesamtleistung bei der Aufgabe unbeeinträchtigt blieb, stellten wir subtiles kompensatorisches kinematisches Verhalten fest: Teilnehmer der aSMG-Gruppe zeigten während der frühen Stimulation längere Trajektorien das gewählte Werkzeug zu greifen und reduzierte Geschwindigkeiten dieses am Zylinder anzubringen. Die vPreCG-Gruppe hingegen wies nach später Stimulation eine verzögerte Bewegungsinitiierung und längere Abbremszeiten auf, sobald sich das Werkzeug dem zylindrischen Objekt annäherte. Diese Ergebnisse könnten neue Einblicke in die zeitlichen Beiträge der beiden Hirnareale entlang des linken ventro-dorsalen Pfades liefern, welches als möglicher Anstoß zukünftiger Forschungsprojekte zu sehen ist.
Seifert, C., Gulde, P., Kampe, T., Wohlschläger, A., & Hermsdörfer, J. (2026). Effects of left ventro-dorsal stream stimulation on novel tool use. Cerebral Cortex, 36(4). doi:10.1093/cercor/bhag035