Prof. Spitschan erhält DGPs-Preis für Wissenschaftskommunikation
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Forschung verständlich und erlebbar zu machen, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen und Menschen für Forschungsthemen zu begeistern. Mit ihrem Preis für Wissenschaftskommunikation zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) jährlich Projekte aus, die Forschungsergebnisse auf innovative Weise vermitteln und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern.
Im Jahr 2026 geht die Auszeichnung an Prof. Dr. Manuel Spitschan, Leiter der Professur für Chronobiology & Health, gemeinsam mit Dr. Marie Luise Schreiter vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik. Die Preisverleihung fand am 7. September 2026 im Rahmen des DGPs-Kongresses in Luxemburg statt.
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, weil sie sichtbar macht, was Wissenschaftskommunikation leisten kann. In unserem Ansatz ist es uns wichtig, Forschung nicht nur verständlich zu vermitteln, sondern sie auch erfahrbar zu machen und Menschen aktiv in den Forschungsprozess einzubeziehen. Wissenschaftskommunikation ist für uns dann besonders gelungen, wenn Menschen nicht nur etwas über Forschung erfahren, sondern selbst erleben können, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen. Besonders schön war es zu sehen, wie groß das Interesse an der eigenen inneren Uhr ist und wie viele Menschen bereit waren, sich aktiv zu beteiligen“, zeigt sich Prof. Spitschan erfreut über die Würdigung.
Ausgezeichnet wurde die Wissenschafts-Roadshow „Nachtmensch oder Frühaufsteher? – Eine Wissenschafts-Roadshow zur inneren Uhr“, die von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wurde. Das Projekt vermittelt aktuelle Erkenntnisse zur biologischen Uhr und verbindet Wissenschaftskommunikation mit partizipativer Forschung. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Forschung zum Chronotyp und können im Rahmen von Citizen-Science-Elementen selbst an wissenschaftlichen Untersuchungen teilnehmen.
Die Jury würdigt insbesondere die gelungene Verbindung von Wissensvermittlung und aktiver Beteiligung der Bevölkerung an Forschungsprozessen. Das mobile Forschungslabor erreicht auf niedrigschwellige Weise ein breites Publikum und ermöglicht den direkten Austausch mit den Forschenden. Durch individualisierte Rückmeldungen zu den erhobenen Daten erleben die Teilnehmenden unmittelbar, wie Erkenntnisse entstehen und welche Bedeutung die Chronobiologie für Gesundheit und Alltag besitzt.
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) verleiht den Preis für Wissenschaftskommunikation an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in besonderer Weise um die verständliche Vermittlung psychologischer Forschung verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden Projekte, die den empirischen Charakter der Psychologie sichtbar machen, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse fördern und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft stärken. Das Projekt wurde durch die Max-Planck-Förderstiftung mit Unterstützung privater Mittel gefördert.
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Kontakt
Prof. Dr. Manuel Spitschan
Rudolf Mößbauer Professur für Chronobiology & Health
Am Olympiacampus 11
80809 München
Tel.: 089 289 24544
E-Mail: manuel.spitschan(at)tum.de
Text: Bastian Daneyko
Fotos: Eric Devillet/DGPs