Aktuelles
Neue Studie veröffentlicht: Frühzeitige psychologische Hilfe kann depressive Beschwerden wirksam lindern
Unsere neu veröffentlichte Meta-Analyse auf Basis individueller Teilnehmendendaten (IPD-MA) zeigt: Psychologische Interventionen können bereits bei unterschwelligen Depressionssymptomen wirksam sein - also bei Beschwerden, die noch nicht die Kriterien einer voll ausgeprägten Depression erfüllen.
Erstautor der Studie war Mathias Harrer (TUM) unter Leitung von Prof. Dr. David Daniel Ebert (TUM) und Claudia Buntrock. Die Ergebnisse zeigen, dass psychologische Angebote depressive Symptome reduzieren und einer Verschlechterung vorbeugen können. Die positiven Effekte hielten bis zu zwölf Monate an. Besonders deutlich profitierten Menschen mit stärker ausgeprägten unterschwelligen depressiven oder ängstlichen Beschwerden.
Auch bei leichten Symptomen können niedrigschwellige und digitale Angebote eine sinnvolle Unterstützung darstellen. Die im British Journal of Psychiatry veröffentlichte Studie unterstreicht damit die Bedeutung frühzeitiger Prävention und Behandlung.
Harrer, M., Sprenger, A. A., Illing, S., Adriaanse, M. C., Albert, S. M., Allart, E., … Ebert, D. D. (2026). Psychological intervention in individuals with subthreshold depression: individual participant data meta-analysis of treatment effects and moderators. The British Journal of Psychiatry, 229(1), 78–91. doi:10.1192/bjp.2025.56