Zusammenarbeit und Kooperationen
Gezielte Kooperationen mit Verbänden, Organisationen und Einrichtungen aus Sport, Gesundheit und Bildung sind ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis entstehen Angebote und Strukturen, die nachhaltig wirken und über den unmittelbaren Wirkungskreis hinaus bedeutsam werden können. Diese Seite gibt einen Überblick über bestehende Kooperationen und wird fortlaufend ergänzt.
Engagement im Projekt „Teilhabe VEREINfacht“ und Entwicklung innovativer Fortbildungsformate
Dr. Christina Sitzberger und Dr. Nicola Stöcker wirken aktiv am bundesweiten Projekt Teilhabe VEREINfacht mit und haben maßgeblich an der Entwicklung einer spezialisierten Fortbildung für den Kinder-Rehasport mitgearbeitet. Die Fortbildung wurde erstmals im November 2025 als Modellschulung erfolgreich durchgeführt und stieß bundesweit auf große Resonanz (Bericht auf dbs-npc.de).
Aktuell sind Dr. Sitzberger und Dr. Stöcker weiterhin Teil des bundesweiten Fachgremiums mit dem Ziel, eine langfristige, strukturierte Fortbildungs- bzw. Ausbildungskonzeption für den Kinder- und Jugend-Rehasport zu entwickeln. Die Weiterentwicklung dieses Qualifizierungsmodells wird im Bundesausschuss im Frühjahr 2026 beraten.
Besonderer Mehrwert für TUM-Studierende: Inhalte aus dem Programm kidsTUMove werden künftig anteilig für den Lizenzerwerb im Rehasport anerkannt.
Rehasportgruppe „Move it strong"
Im Rahmen von kidsTUMove entsteht aktuell eine neue Rehasportgruppe für Kinder und Jugendliche, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit, Kraft und Koordination durch gezielte Bewegung stärken möchten.
Termin: Donnerstags, 16:00–18:00 Uhr
Trainingsinhalte:
- Koordinative und spielerische Bewegungsformen
- Gezielte Kräftigungsübungen
- Training an ausgewählten Geräten
- Übungen zur Förderung von Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit
Das Training wird von qualifizierten Trainerinnen und Trainern betreut und ist speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen im Rehasport abgestimmt.
Kostenübernahme: Eine Teilnahme ist in vielen Fällen über die Krankenkasse möglich. Benötigt wird ein Rehasport-Formular der Hausärztin oder des Hausarztes. Die Formulare können direkt über das kidsTUMove-Team bezogen werden.
Parallel wird ein nachhaltiges Netzwerk mit Rehabilitationszentren, Kinderärztinnen und -ärzten sowie therapeutischen Einrichtungen aufgebaut, um langfristige Versorgungs- und Kooperationsstrukturen im Kinder- und Jugendrehasport zu etablieren.
Fortbildungen im Rehabilitations- und Behindertensport
Dr. Nicola Stöcker und Dr. Christina Sitzberger leiten im Rahmen der Fortbildungsangebote des BVS Bayern regelmäßig Fortbildungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die sich speziell mit den Anforderungen des Sports mit chronisch kranken Kindern beschäftigen.
Im Mittelpunkt stehen:
- Wissen über chronische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
- Praxisnahe Umsetzung von Bewegungs- und Sportangeboten
- Förderung gesundheitlicher, psychosozialer und motorischer Ressourcen der betroffenen Kinder
Die Fortbildungen richten sich an Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit Lizenz im Rehabilitations- und Behindertensport und sind zur Lizenzverlängerung anerkannt. Durch die Verbindung von Wissenschaft und Praxis wird ein wertvoller Beitrag zur Qualifikation von Fachkräften und zum Ausbau inklusiver Sportangebote für Kinder geleistet.
Kooperation mit der Offenen Behindertenarbeit München (OBA)
Die langjährige Kooperation zwischen dem Department Health and Sport Sciences der TU München und der OBA in der Region München verbindet wissenschaftliche Ausbildung, gesellschaftliche Verantwortung und direkte Begegnung mit der Zielgruppe in einem ganzheitlichen Ansatz.
Ein sichtbarer Ausdruck dieser Kooperation war das inklusive OBA-Fußballturnier in der Soccer Five Arena, bei dem Studierende der TU München aktiv in Planung, Organisation und Durchführung eingebunden waren. An Bewegungs- und Teststationen, unter anderem mit Elementen des Eurofit-Test Special, begegneten sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe.
Die Zusammenarbeit ist strukturell verankert:
- Studierende der TUM nehmen regelmäßig an Sport- und Bewegungsangeboten der OBA teil und sammeln Praxiserfahrungen in inklusiven Settings
- Wissenschaftliche Erhebungen zur Motorik und Lebensqualität von Menschen mit Behinderung leisten einen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung inklusiver Angebote
- Inhalte zur inklusiven Bewegungsförderung, Teilhabe und Diversität sind strukturell in Studiengangsmodule integriert
Für Studierende entsteht dadurch ein konkretes Erleben von Inklusion: Unsicherheiten werden abgebaut, Berührungsängste reduziert und ein wertschätzendes Verständnis für Vielfalt entwickelt – mit Wirkung weit über das Studium hinaus. Die Partnerschaft zwischen TUM und OBA steht damit für ein nachhaltiges Kooperationsmodell, das Lehre, Forschung und gesellschaftliches Engagement verbindet.