Moderner Fünfkampf: Kaderqualifikation trifft Sportwissenschaft
Betriebseinheit für Angewandte Sportwissenschaft |
Olympia-Atmosphäre und Wissenschaft vereint
Der erste Wettkampftag begann mit einem echten Highlight: In der legendären Münchner Olympiaschwimmhalle stellten die Athleten ihre Schwimmleistungen unter Beweis. Eingebettet in die Deutschen Hochschulmeisterschaften absolvierten die Modernen Fünfkämpfer ihre Läufe über 50, 100 und 200 Meter Freistil. Die Atmosphäre rund um die imposante 50-Meter-Bahn nebst anfeuernden Zuschauern sorgte besonders bei den jüngeren Athleten für große Augen – und trotz der beeindruckenden Kulisse für hervorragende Leistungen.
Nach dem Schwimmen verlagerte sich das Geschehen auf den modernen Sportcampus des CiO. Dort erwartete die 30 Athleten mit dem Laser-Run nicht nur eine weitere Disziplin, sondern auch eine wissenschaftliche Komponente. Sportstudierende führten während der Wettkämpfe über 4 x 400 Meter, 4 x 600 Meter und 5 x 600 Meter präzise Herzfrequenz- und Laktatmessungen durch. Diese Kooperation schuf einen beidseitigen Mehrwert, da die Athleten fundierte, individuelle Leistungsanalysen sowie maßgeschneiderte Trainingsempfehlungen erhielten, während die Studierenden wertvolle praktische Erfahrungen im Umgang mit Spitzensportlern unter authentischen Wettkampfbedingungen sammelten.
Neue Trainingsansätze im Test
Ein weiteres Forschungshighlight lieferte Sportstudent Konstantin Dietrich am Nachmittag. Für seine Abschlussarbeit untersuchte er, wie Turn- und Kletterübungen die Absprungtechnik bei Hangelhindernissen, Teil der neuen 5. Disziplin „Obstacle“, verbessern konnten. Von der Reckstange bis zur Boulderwand konnten die bayerischen Fünfkämpfer innovative Trainingsmethoden direkt ausprobieren und dabei gleichzeitig zur sportwissenschaftlichen Forschung beitragen.
Den krönenden Abschluss bildete am Sonntag ein hochklassiger Fechtpoule, der erneut von studentischen Messungen begleitet wurde. Im Fokus standen hier die Zusammenhänge zwischen Reaktionsfähigkeit, Schnellkraft und Fechtleistung – ein spannendes Forschungsfeld mit direktem Praxisbezug.
Erfolgreiche Bilanz mit internationaler Strahlkraft
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Sechs bayerische Athleten erfüllten die Qualifikationskriterien für den Landeskader. Besonders bemerkenswert war die internationale und para-athletische Beteiligung, die dem Event zusätzliche Bedeutung verliehen hatte. Die Begeisterung war auf allen Seiten spürbar. Studierenden gewannen wertvolle Einblicke in eine faszinierende Sportart und konnten theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Athleten profitierten von der wissenschaftlichen Begleitung und den daraus resultierenden Erkenntnissen für ihr Training.
Ein besonderer Dank gilt den Organisatorinnen Dr. Christine Hoffmann und Dr. Susanne Lipfert, die diese einzigartige Verbindung von Sport und Wissenschaft möglich gemacht haben.


