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+++ New Paper: Exercise and Fat: A Primer
Sport- und Gesundheitswissenschaften, W00BBR-newscat-exercisebiology |
Gerade in dieser Woche hat Alexander Braunsperger-Wasserfurth seinen PhD an der TUM School of Medicine and Health abgeschlossen. Im Rahmen seiner Disseratation entstand auch das heute publizierte Review zu Sport und Fettgewebe. Diese Publikation ist eingebunden in das SFB-Projekt TRR 333 BATenergy, das wir in Kooperation mit der Universität Bonn durchgeführt haben.
In den letzten 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Fettgewebe ein komplexes Organ mit nahezu 20 Zelltypen ist, darunter weiße, braune und beige Adipozyten. Weiße Fettzellen dienen hauptsächlich der Energiespeicherung, braune erzeugen Wärme durch Thermogenese, während beige Fettzellen Eigenschaften beider Typen vereinen. Unterschiedliche Fettdepots reagieren verschieden auf Reize wie körperliche Aktivität, was unter anderem auf ihre unterschiedliche Entwicklung und Zusammensetzung von Vorläuferzellen zurückzuführen ist.
Während des Trainings trägt Fettgewebe wesentlich zum Energiestoffwechsel bei, indem es Fettsäuren freisetzt. Diese ergänzen die Nahrungsfettaufnahme und stellen insbesondere bei moderater Belastung die wichtigste Energiequelle dar. Neben ihrer Funktion als Brennstoff beeinflussen Lipide auch die Stoffwechselgesundheit über verschiedene Signalwege.
Wie andere Organe passt sich auch weißes Fettgewebe an regelmäßiges Training an und erfährt strukturelle sowie funktionelle Veränderungen. Sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining fördern die Freisetzung hormonähnlicher Signalstoffe, sogenannter Exerkine. Dazu gehören Adipokine aus weißem Fettgewebe, Batokine aus braunem Fettgewebe und Myokine aus der Skelettmuskulatur. Diese Botenstoffe vermitteln Anpassungen des Fettgewebes an körperliche Belastung und tragen zur Verbesserung der metabolischen Gesundheit bei.
Diese Übersichtsarbeit behandelt die Rolle von Fett als Molekül im Sport, die Regulation des Fettstoffwechsels während körperlicher Aktivität, verschiedene Arten von Fettzellen und Fettgewebe, trainingsbedingte Anpassungen von weißem und braunem Fettgewebe sowie die Kommunikation zwischen Fettgewebe, Muskulatur und anderen Organen.
Kernaussagen: Fettgewebe speichert und verbraucht Energie, Fettsäuren werden während des Trainings oxidiert (maximale Fettoxidation ca. 0,4 g/min bei moderater Intensität), und Fettgewebe sowie Muskulatur wirken als hormonaktive Organe, die gesundheitsfördernde Anpassungen unterstützen.
Literaturangabe:
Braunsperger, Alexander; Tischer, Dominik; Soriano-Arroquia, Ana; Schönfelder, Martin; Georgiadi, Anastasia; Wackerhage, Henning: Exercise and Fat: A Primer. Sports Medicine - Open 12 (1), 2026. DOI : 10.1186/s40798-026-01085-y