Neue Studie: Koffein beeinflusst Ausdauer- und Schießleistung unterschiedlich
„Eine aktuelle Publikation der Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit an der Technischen Universität München liefert neue Erkenntnisse zur Wirkung von Koffein auf die Leistung im Biathlon. Das Projekt wurde von Helena Engel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur im Rahmen ihrer Promotion geleitet und durch das Forschungsförderprogramm der International Biathlon Union (IBU) unterstützt und in Kooperation mit dem Deutschen Skiverband und dem Olympiastützpunkt Thüringen durchgeführt. An der Publikation waren neben Helena Engel als Erstautorin beteiligt: Ceren Yilmaz und Daniel Appelhans (beide ehemals TU München), Craig Staunton (Swedish Winter Sports Research Center), Hannes Kock und Jörn Mathieu (beide Institut für Angewandte Trainingswissenschaft), Tim Leitlauf und Rick Brandl (beide Olympiastützpunkt Thüringen) und Karlheinz Waibel (Deutscher Skiverband).
Biathlon vereint hochintensive Ausdauerbelastungen mit präzisem Schießen unter Ermüdung. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, wie sich Koffein auf diese komplexen sportlichen Anforderungen auswirkt.
In einer randomisierten, kontrollierten Crossover-Studie nahmen national und international aktive Biathleten vor einer simulierten Wettkampfsituation entweder Koffein (3 mg/kg Körpergewicht) oder ein Placebo ein. Ziel war es, die Auswirkungen auf Laufleistung, Schießgenauigkeit und die Gesamtleistung zu analysieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass Koffein unterschiedliche Effekte auf die einzelnen Leistungsbereiche haben kann. Während sich Hinweise auf Vorteile in der Ausdauerleistung ergaben, wurden gleichzeitig Einschränkungen in der Schießgenauigkeit beobachtet.
Die Studie verdeutlicht, dass Koffein aufgabenspezifisch wirkt und Ausdauer- sowie Präzisionsleistungen unterschiedlich beeinflusst. Für den praktischen Einsatz im Leistungssport empfiehlt sich eine differenzierte Abwägung in Abhängigkeit von den sportartspezifischen Wettkampfanforderungen.
Detaillierte Informationen zur Studie sind in der Originalpublikation zu finden."