Unsere Professur beim ECSS-Kongress 2026 in Lausanne
Vom 7. bis 10. Juli 2026 fand in Lausanne der 31. Jahreskongress des European College of Sport Science (ECSS) statt. Unsere Professur war mit drei wissenschaftlichen Vorträgen und einer Special Interest Group im Kongressprogramm vertreten.
Für Lucas Thurnherr, Doktorand an der Professur, verbindet die unterschiedlichen Beiträge vor allem ein gemeinsamer Anspruch: „Der ECSS hat gezeigt, wie vielfältig die Forschung unserer Professur ist. Hinter den unterschiedlichen Fragestellungen steht ein gemeinsames Ziel: belastbare wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen, die Sportpraxis und Gesundheitsförderung weiterbringen.“
In seinem eigenen Vortrag stellte er ein datenbasiertes Ernährungskonzept für den Schweizer Fechtsport vor, das Verhaltensanalysen mit Ernährungs-, Biomarker- und Leistungsdaten verbindet und eine Grundlage für künftige gezielte Ernährungsinterventionen bildet. Dr. Thorben Aussieker präsentierte eine Studie zur Proteinaufnahme vor dem Schlafengehen. Sie liefert erste Hinweise darauf, wie Whey- und Caseinprotein Schlaf und Regeneration nach einem Krafttraining beeinflussen können. Die von PD Dr. Christoph Höchsmann geleitete Studie zu Trainingszeitpunkt und Fastendauer untersuchte schließlich, wie beide Faktoren Appetit und Energieaufnahme nach dem Sport verändern. Damit trägt sie zu einem besseren Verständnis kurzfristiger kompensatorischer Essreaktionen bei, die auch für das Gewichtsmanagement relevant sein können.
Prof. Dr. Karsten Köhler leitete außerdem die Special Interest Group zu Relative Energy Deficiency in Sport (REDs). Internationale Expertinnen und Experten diskutierten dort, wie einer problematisch niedrigen Energieverfügbarkeit und ihren möglichen Folgen für Gesundheit und Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Stufen der sportlichen Entwicklung vorgebeugt werden kann. Die Sitzung bot zugleich Raum für den direkten Austausch zu aktuellen wissenschaftlichen und praktischen Herausforderungen.
Der Kongressauftritt verband damit die Präsentation aktueller Forschung mit einem intensiven internationalen Austausch. Die Gespräche in Lausanne boten neue Anknüpfungspunkte, um laufende Arbeiten weiterzuentwickeln, wissenschaftliche Kooperationen zu stärken und Erkenntnisse aus der Forschung für Sportpraxis und Gesundheitsförderung nutzbar zu machen.