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Bericht zur hitzebezogenen Gesundheit in Deutschland im Juni 2026
Sport- und Gesundheitswissenschaften |
Kennzahlen zur hitzebedingten Mortalität sowie zu den wirtschaftlichen Folgen von Hitzewellen sind seit Jahren etabliert und verdeutlichen das erhebliche Ausmaß des Problems: Hitze zählt bereits heute zu den folgenschwersten klimabedingten Gesundheitsrisiken in Deutschland und Europa. Für die Entwicklung wirksamer Maßnahmen reichen diese Kennzahlen jedoch nur begrenzt aus, da sie kaum Aufschluss darüber geben, wie Menschen Hitze im Alltag erleben, welche gesundheitlichen Beschwerden auftreten und welche Faktoren hitzebezogene Gesundheitskompetenzen und -verhalten beeinflussen. Solche alltagsnahen Informationen sind jedoch zentral für einen wirksamen und ganzheitlichen gesundheitlichen Hitzeschutz auf empirischer Grundlage. Maßnahmen können nur dann zielgerichtet und passgenau entwickelt, kommuniziert und umgesetzt werden, wenn bekannt ist, welche Bevölkerungsgruppen besonders belastet sind, wo Kompetenz- und Verhaltensdefizite bestehen und an welchen Stellen Präventionsstrategien ansetzen sollten.
Ein neuer Bericht unserer Arbeitsgruppe adressiert diese Bedarfe. Erstmals wurden bundesweit hitzebezogene Gesundheitskompetenz, Gesundheitsverhalten sowie hitzebedingte Symptome gemeinsam während einer Hitzewelle erhoben und analysiert. Der Bericht liefert damit eine Grundlage, um gesundheitliche Belastungen durch Hitze besser zu verstehen, betroffene Gruppen zu identifizieren und Präventions-, Kommunikations- und Anpassungsmaßnahmen weiterzuentwickeln. Die Kernergebnisse des Berichts lauten:
- 77 % der Befragten erleben während Hitzewellen häufig oder fast immer direkt gesundheitsrelevante Symptome
- 49 % der Befragten weisen eine mindestens problematische hitzebezogene Gesundheitskompetenz auf
- Eine höhere hitzebezogene Gesundheitskompetenz geht mit einer geringeren hitzebedingten Symptomatik einher
- Ein niedriger sozioökonomischer Status steht mit geringerer hitzebezogener Gesundheitskompetenz und höherer hitzebedingter Symptombelastung in Zusammenhang
Der vollständige Bericht ist über die Projekthomepage und hier einsehbar.