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Die ZEIT - Prof. Wackerhage im Interview zum Thema "Die Spritze für mehr Muskel"
Sport- und Gesundheitswissenschaften, W00BBR-newscat-exercisebiology |
Muskeln sind weit mehr als nur für Bewegung und sportliche Leistungsfähigkeit zuständig. Sie sind unser größtes Organ und spielen eine zentrale Rolle für Stoffwechsel, Gesundheit und gesundes Altern. Ein aktueller Zeitungsartikel beleuchtet die Forschung von Prof. Henning Wackerhage und seinem Team an der Professur für Sportbiologie der Technischen Universität München.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum eine größere und aktive Muskelmasse vor Stoffwechselerkrankungen schützen kann. Muskeln geben zahlreiche Botenstoffe ab und nehmen nach körperlicher Belastung große Mengen an Nährstoffen aus dem Blut auf. Die Münchner Forschenden untersuchen deshalb nicht nur, welche Substanzen wachsende Muskeln freisetzen, sondern auch, welche Stoffe sie aufnehmen.
Dabei zeigt sich: Wachsende Muskelzellen benötigen Zucker offenbar nicht nur als Energiequelle, sondern möglicherweise auch als Baustoff. Dieser hohe Nährstoffbedarf könnte erklären, warum Muskeltraining den Blutzucker reguliert, Fettdepots reduziert und langfristig vor Stoffwechselerkrankungen schützt. Vereinfacht gesagt: „Wenn Muskeln kommen, geht das Fett.“
Besonders aktuell wird diese Forschung durch neue Medikamente, die das Muskelwachstum über eine Hemmung von Myostatin fördern sollen. In Kombination mit modernen Abnehmmedikamenten könnten sie helfen, Fettmasse abzubauen und gleichzeitig Muskelverlust zu begrenzen. Noch müssen größere Studien Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen.
Für Wackerhage bleibt dennoch die einfachste „Muskelmedizin“ unverändert: regelmäßiges Krafttraining. Den gesamten Artikel finden Sie unter DIE ZEIT.