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+++ New Paper: Ausdauertraining, Kälte und braunes Fettgewebe
Sport- und Gesundheitswissenschaften, W00BBR-newscat-exercisebiology |
Schlag auf Schlag, vor zwei Wochen hat Alexander Braunsperger-Wasserfurth seinen PhD an der TUM School of Medicine and Health abgeschlossen und jetzt erscheint schon das nächste Paper. Grundlage für das heute publizierte Paper, bildete eine Trainingsinterventionsstudie zu Sport und Fettgewebe, die im vergangen Jahr mit dem Team Sportbiologie erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen wurde. Diese Publikation ist zudem eingebunden in das SFB-Projekt TRR 333 BATenergy, das wir in Kooperation mit der Universität Bonn und dem Helmholtz Zentrum München durchgeführt haben.
Tierexperimentelle Studien deuten darauf hin, dass Ausdauertraining die Umwandlung von weißem in thermogen aktiveres, „beiges“ Fettgewebe fördern und damit die Wärmeproduktion bei Kälte steigern kann. Ob vergleichbare Anpassungen auch beim Menschen auftreten, wurde in dieser Studie untersucht.
24 gesunde, untrainierte Personen absolvierten entweder ein sechswöchiges intensives Fartlek-Radtraining mit drei Einheiten pro Woche oder dienten als Kontrollgruppe. Vor und nach der Intervention wurde die Reaktion auf eine 60-minütige milde Kälteexposition bei 18 °C untersucht. Zusätzlich wurde analysiert, ob Serum nach Kälteexposition oder körperlicher Belastung die Expression des für die Thermogenese wichtigen Proteins UCP1 in kultivierten humanen beigen Adipozyten beeinflusst.
Das Training führte zu deutlichen Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit: Die VO₂max stieg durchschnittlich um 5 ml/kg/min, die Maximalleistung um 19 W und die Leistung an der 4-mmol/l-Laktatschwelle um 30 W. Die physiologische Reaktion auf Kälte veränderte sich jedoch kaum. Weder Energieumsatz noch Hauttemperatur oder Sauerstoffaufnahme wurden durch das Training beeinflusst. Interessanterweise fiel der kältebedingte Anstieg des Noradrenalins nach dem Training geringer aus.
Insgesamt verbessert intensives Ausdauertraining somit die Ausdauerleistungsfähigkeit deutlich, liefert jedoch keine Hinweise auf eine verstärkte Aktivierung oder „Browning“-Reaktion des Fettgewebes beim Menschen.
Wenn Sie das ganze Paper lesen möchten, dann können Sie es hier downloaden.
Referenz:
Alexander Braunsperger, Lara Becker, David P. Camargo, Sidney Radsak, Magdalena Paintner, Dimitrios Kossenakis, Xianyu Song, Anna Kraus, Alina Birnkammer, Sebastian Mesmer, Joshua Stengel, Lukas Frank, Svenja Kuger, Tobias Mather, Enni Peltola, Marcel Könen, Kirsten Liebetanz, Jule Zorn, Meri De Angelis, Martin Hrabe de Angelis, Dominik Tischer, Ana Soriano-Arroquia, Anastasia Georgiadi, Martin Schönfelder, Henning Wackerhage,
6 weeks of fartlek-style endurance training does not alter physiological responses to mild cold exposure but attenuates the cold-induced plasma noradrenaline response: A randomized, matched control trial, Journal of Clinical & Translational Endocrinology, Volume 46, 2026, 100455, ISSN 2214-6237,
doi.org/10.1016/j.jcte.2026.100455.