Am Montag, 15. August, hat Alica Schmidt den Einzug ins 400-Meter-Halbfinale geschafft. Die 23-Jährige vom SCC Berlin kam als Dritte ihres Vorlaufs ins Ziel. Mit 52,52 Sekunden blieb sie knapp über ihrer Saisonbestleistung (52,32 Sekunden).
„Es lief mega“, resümierte Schmidt im Anschluss im Gespräch mit der TU München. „Ich war relativ ruhig, konnte das wirklich genießen und habe versucht, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.“ Mit einem starken Schlussspurt kämpfte sich Schmidt auf Platz drei. Auf den letzten Metern setzte sie sich gegen die Italienerin Anna Polinari (52,60 Sekunden), die Französin Sokhna Lacoste (52,62 Sekunden) sowie die Irländerin Sharlene Mawdsley (52,63 Sekunden) durch. „Ich wusste, dass es super schwierig wird, ins Halbfinale zu kommen. Es war relativ eng alles“, sagte die Athletin im Anschluss. „Daher bin ich super glücklich, dass es jetzt gereicht hat.“
Von der Atmosphäre im Münchner Olympiastadion schwärmte die 400-Meter-Läuferin. „Ich wusste, dass die Stimmung natürlich der Hammer wird“, sagte die 23-Jährige. Das habe sie auch schon im Aufwärmbereich vor ihrem Lauf mitbekommen. „Ich hatte Gänsehaut. Es hat einfach nur Spaß gemacht, hier zu laufen.“
Am Dienstag (13 Uhr) steht für Schmidt bereits das Halbfinale an. „Ich hoffe, dass ich nochmal Kräfte sparen und dann morgen nochmal fit auf der Bahn stehen kann“, blickte sie voraus. In ihrem zweiten Lauf wolle sie „eigentlich nur noch Spaß haben“. „Das war jetzt das Ziel, dass ich ins Halbfinale komme. Da ich das jetzt geschafft habe, versuche ich da einfach noch einmal locker heranzugehen, mit den Mädels mitzulaufen. Es wird ein wahnsinnig starkes Niveau werden.“
Die European Championships als Multisportevent bewertete Schmidt durchweg positiv. „Für uns Athleten ist es super cool. Es sind so viele Athleten gerade in München, die Stimmung ist absolut der Wahnsinn. Ich saß heute den ganzen Tag eigentlich vor dem Fernseher und habe die anderen Sportarten verfolgt. Es ist natürlich vor den Wettkämpfen jetzt ein bisschen schwierig, zu anderen Sportevents zu gehen. Dadurch, dass die Staffel relativ am Ende ist, muss ich schauen, was ich wie live sehen kann. Aber es ist natürlich eine absolut coole Idee.“
Text & Interview: Michelle Brey
Foto: Lina Lässer