Ein europäisches Netzwerk aufbauen, um die Fitness von Kindern und Jugendlichen einheitlich messen zu können – mit dieser Zielsetzung trafen sich die Teilnehmer des Erasmus+ Projekts „European System of Monitoring Fitness“ (EUFITMOS) zur Auftaktveranstaltung in Lissabon/Portugal. Die Europäische Union finanziert das Vorhaben, an dem die Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik von Prof. Dr. Yolanda Demetriou beteiligt ist, mit insgesamt 400.000 Euro. Der Anteil der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften beträgt voraussichtlich rund 90.000 Euro. Die Projektleitung seitens der TU München hat die wissenschaftliche Mitarbeiterin Annegret Schlund übernommen. „EUFITMOS“ hat eine Laufzeit bis Dezember 2022.
„Es ist ein tolles, innovatives Projekt, um das Fitnesslevel von Jugendlichen schnell und einfach zu erheben und europaweit miteinander zu vergleichen. Dies gibt nicht nur den Eltern, Jugendlichen und Lehrer_innen Aufschluss über den Fitnesszustand der jungen Menschen, sondern Politikern und Wissenschaftlern auch die Möglichkeit, Strategien zu entwickeln, um das Fitnesslevel zu halten oder zu verbessern“, erklärt Annegret Schlund.
Neben der TUM sind sechs weitere Einrichtungen aus den Ländern Portugal, Slowenien, Griechenland, Montenegro und Spanien in die gemeinsamen Maßnahmen involviert. Dabei sollen bestehende Fitnesstests untersucht und zu einer Testbatterie zusammengefügt werden. „Die Lehrer_innen werden online auf die Testbatterie und deren Durchführung im Unterricht vorbereitet“, weiß Schlund. „So kann ein zuverlässiges Ergebnis des Fitnessstands weitergegeben werden.“ Aus jedem Land sollen dabei fünf Schulen, die im weiteren Verlauf noch ausgewählt werden müssen, an der Umsetzung der Testbatterien teilnehmen.
Beim Treffen in Lissabon wurden die einzelnen Projektbausteine und die dazugehörigen Anforderungen besprochen und den einzelnen Institutionen zugeteilt. „Eine wichtige Aufgabe wird es sein, drei systematische Reviews zu erstellen. Das erste wird sich mit der Untersuchung der besten Tests zur Bewertung der Fitness befassen. Das zweite Paper wird die Barrieren und Hindernisse für die Bewertung von Fitness behandeln. Das abschließende dritte dann Trends der Fitness in Europa“, erläutert Schlund.
Prof. Dr. Yolanda Demetriou, Leiterin der Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik, fasst das Vorhaben des Projekts folgendermaßen zusammen: „Unser Ziel ist es, europaweit eine gemeinsame Datenbank zu etablieren und dabei von Erkenntnissen aus anderen Ländern zu profitieren. Wir wollen ein einheitliches Messinstrument entwickeln, um die Daten der sportmotorischen Tests von Kindern und Jugendlichen über Europa hinweg erheben zu können.“
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Kontakt:
Prof. Dr. Yolanda Demetriou
Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik
Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München
Telefon: 089 289 24686
E-Mail: yolanda.demetriou(at)tum.de
Annegret Schlund
Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik
Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München
Telefon: 089 289 24660
E-Mail: annegret.schlund(at)tum.de
Text: Romy Schwaiger
Fotos: Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik