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Prof. Link und Jinying Jiang auf internationalem Kongress ausgezeichnet
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Mexiko schlägt zum Auftakt Südafrika, die USA überzeugt gegen Paraguay, auch Deutschland wird seiner Favoritenrolle gerecht. Eine immer wichtigere Rolle für sportlichen Erfolg spielen dabei datenbasierte Analysen und Künstliche Intelligenz (KI). Auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gewinnt der Einsatz von KI im Profisport weiter an Bedeutung. Einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag hierzu leisten Prof. Dr. Daniel Link und Jinying Jiang vom Lehrstuhl für Experimentelle Trainingswissenschaft: Für ihre Publikation „Availability is associated with success in football“ wurden die Wissenschaftler mit dem „Best AI Application Award 2026“ ausgezeichnet.
Verliehen wurde der Preis im Rahmen des „15th ISPAS World Congress of Performance Analysis of Sport“ in Split, Kroatien. Alle eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten wurden dabei mithilfe eines hybriden Bewertungsverfahrens aus internationalem Fachgutachten und KI-gestützter Analyse hinsichtlich methodischer Qualität, Innovationsgrad und wissenschaftlicher Relevanz bewertet.
Prof. Link betont die Bedeutung wissenschaftlich fundierter KI-Verfahren im Leistungssport: „KI-gestützte Ansätze sind aus dem modernen Profifußball kaum noch wegzudenken. Entscheidend ist jedoch, dass diese Verfahren einen nachvollziehbaren Mehrwert für die Spielanalyse liefern.“
Die ausgezeichnete Studie untersucht die sogenannte „Availability“ – auf Deutsch „Anspielbarkeit“. Sie beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein ballführender Spieler einen Mitspieler erfolgreich anspielen kann. Dabei werden sämtliche potenzielle Passvarianten betrachtet und zu einem Wahrscheinlichkeitswert aggregiert.
„Wir konnten anhand eines Datensatzes aus 48 Spielen der Fußball-Bundesliga zeigen, dass aus der „Availability“ abgeleitete Leistungsindikatoren positiv mit sportlichem Erfolg zusammenhängen“, erläutert Jiang, externe Doktorandin und Erstautorin der Studie. Mannschaften, deren Spieler sich nach Ballgewinnen schnell in freie Räume bewegen, könnten demnach Ballbesitz häufiger sichern und Raumgewinne erzielen. „Über eine spezielle Software lassen sich solche Situationen automatisch identifizieren, das Freilaufverhalten von Spielern analysieren und daraus Implikationen für Training und Wettkampf ableiten“, ergänzt Jiang .
Der „ISPAS World Congress of Performance Analysis of Sport“ ist eine internationale Plattform für Sportwissenschaft, künstliche Intelligenz und angewandte Innovation im Leistungs- und Gesundheitssport.
Zur Homepage des Lehrstuhls für Experimentelle Trainingswissenschaft
Zur Homepage des „ISPAS World Congress of Performance Analysis of Sport“
Zu den Publikationen:
- Jiang, J, & Link, D (2026). Availabilty is asssociated with succes in football. Zenodo Electronic Journal. Advance online publication. doi: 10.5281/zenodo.20633636
- Dick, U., Link, D., & Brefeld, U. (2022). Who Can Receive The Pass? - A Computational Model for Quantifying Availability in Soccer. Data mining and knowledge discovery, 36 (3), 987-1014. doi: 10.1007/s10618-022-00827-2
Kontakt:
Prof. Dr. Daniel Link
Lehrstuhl für Experimentelle Trainingswissenschaft
Am Olympiacampus 11
80809 München
Tel.: 089 289 24507
E-Mail: Daniel.Link(at)tum.de
Artikel: Bastian Daneyko
Foto: Privat