EAPC Symposium „Sports Cardiology 2026“ am TUM Campus im Olympiapark
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Wenn sich die internationale Sportkardiologie in München trifft, geht es um mehr als die Frage, wie viel Bewegung ein gesundes Herz verträgt. Beim European Association for Preventive Cardiology (EAPC) Symposium „Sports Cardiology 2026“ standen am 1. September aktuelle Fragen rund um Sport, Herzerkrankungen und die sichere Rückkehr zum Sport im Mittelpunkt. Rund 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dafür vor Ort am TUM Campus im Olympiapark und digital zusammen.
Die internationale Ausrichtung des Symposiums spiegelte sich auch in der Zusammensetzung der Teilnehmenden wider: Forschende, Fachleute und Interessierte aus Australien, den Philippinen, verschiedenen afrikanischen Ländern, Zentralasien, den USA, China, Japan sowie zahlreichen europäischen Staaten nutzten die Veranstaltung zum wissenschaftlichen Austausch und zur Vernetzung.
Prof. Dr. Martin Halle, Ordinarius des Lehrstuhls für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie und Ausrichter des Symposiums, erklärt: „Ich bin stolz, dass wir in München am TUM Olympiacampus praktisch die gesamte internationale Expertengruppe Sportkardiologie zusammenbringen konnten. Der direkte Austausch vor Ort war so wichtig und fruchtbar, denn dieser verbessert unmittelbar die sportmedizinische Versorgung Sporttreibender mit Herzproblemen.“
Von auffälligen EKGs bis zur Rückkehr in den Sport
Das ganztägige Symposium verband wissenschaftliche Expertise mit einem interaktiven und praxisnahen Formaten. Vorträge, Fallbeispiele, Pro-und-Contra-Debatten, Paneldiskussionen und ein Elektrokardiogramm-(EKG)-Quiz sorgten für diverse und zugleich unterschiedliche Perspektiven und ermöglichten einen unmittelbaren Austausch.
Inhaltlich reichte das Spektrum von erhöhten Troponinwerten bei Athletinnen und Athleten und Herzklappenerkrankungen über koronare Herzerkrankungen, Myokarditis und Kardiomyopathien bis hin zu Rhythmusstörungen, Athleten-EKGs sowie Winter- und Höhensport. Auch Erkrankungen der Aorta und Fragen zur Sporttauglichkeit und sicheren Rückkehr zum Sport wurden diskutiert.
Gemeinsam entscheiden, gemeinsam Verantwortung tragen
Einen besonderen Abschluss bildete die Keynote von Professor Dr. Antonio Pelliccia aus Rom. Im Mittelpunkt stand das „Shared Decision Making“ in der Sportkardiologie und damit die Frage, wie medizinische Empfehlungen gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt werden können. Dabei wurde auch die Entwicklung der Leitlinien von den ESC-Empfehlungen aus dem Jahr 2020 bis zu den ACC-Empfehlungen von 2025 betrachtet.
Prof. Halle zieht eine absolut positive Bilanz: „Das Symposium machte deutlich, wie dynamisch sich die Sportkardiologie derzeit entwickelt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, kontroverse Diskussionen und praxisnahe Fallbeispiele zeigten, dass ein sicherer Umgang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Sport zunehmend individuelle Entscheidungen und einen engen Austausch zwischen Forschung und klinischer Praxis erfordert. Das EAPC Symposium bot dafür eine internationale Plattform, auf der aktuelle Herausforderungen aufgegriffen und künftige Entwicklungen der Sportkardiologie diskutiert wurden. Zudem hat der Besuch des TUM Campus im Olympiapark vielen verdeutlicht, dass München als Standort und die Verbindung von Medizin und Sportwissenschaft am TUM Campus im Olympiapark außergewöhnlich ist und so eines der Spitzenzentren der Sportmedizin und Sportkardiologie weltweit einnimmt.“
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Kontakt
Prof. Dr. Martin Halle
Lehrstuhl für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
Am Olympiacampus 11
80809 München
Tel.: 089 4140 6774 (TUM Klinikum)
Tel.: 089 289 24441 (TUM Campus im Olympiapark)
E-Mail: Martin.Halle(at)mri.tum.de
Text: Bastian Daneyko
Fotos: Privat