Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind Produkte zur erhöhten Versorgung
des menschlichen Stoffwechsels mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen.
Sie liegen im Grenzbereich von Arznei- und Lebensmitteln. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist "ein Lebensmittel", welches dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. In der Regel ist es ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung. Die Verabreichung
erfolgt meist in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten und anderen ähnlichen Darreichungsformen. Die NEMs stehen in den meisten Fällen in der Diskussion zwischen Indikation und Wirksamkeit. Darüber hinaus deuten neuere Studien darauf hin, dass NEMs auch kritisch im Kontext zu Doping zu betrachetn sind.
Aufgrund dieser vielfach diskutierten Thematik hat die "Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V." zu einem Experten Workshop: „Nahrungsergänzungsmittel in der öffentlichen Debatte“ nach Augsburg eingeladen. Unter den Experten war auch Dr. Martin Schönfelder vom Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung. Dieser Workshops bildet einen Teil der Validierung eines neuen Softwaretools zur Risikokatierung. Dieses Tool wird über mehrere Stufen in folgenden Wokshops weiter ausgebaut.
Weitere Experten, die an dem Workshop teilgenommen haben, waren: Dr. Ulrike Eberle (corsus - Corporate Sustainability), Dr. Rolf Großklaus (Bundesinstitut für Risikobewertung), Dr. Eva Kirchhoff (Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV), Karsten Köhler (Sporthochschule Köln), Sandra Kocksch (Sportklinik Hellersen), Prof. Dr. Dr. Claus Muss (Internationale Gesellschaft für angewandte Präventionsmedizin i-gap e.V./ St. Elisabeth University, Bratislava), Regine Rehaag (KATALYSE - Institut für angewandte Umweltforschung, Köln), Prof. Dr. Dr. Kurt S. Zänker (Universität Witten/Herdecke)