Die UEFA hat am 20. November 2025 die Champions League Rechte für die Spielzeiten 2027/28 bis 2030/31 an Paramount+ sowie Amazon Prime Video vergeben. In der ARD-Hörfunk-Sendung „sportschau.live“ sprach Prof. Schaffrath mit rbb-Moderator Thomas Kroh über die Folgen des aktuellen Rechtedeals für andere Sender und die Fußballfans. Das Interview wurde am Freitagabend von allen ARD-Infowellen, wie dem NDR, MDR, BR24, SWR und HR, ausgestrahlt.
Den Einstieg des Filme- und Serienanbieters Paramount+ in das Fußballgeschäft sieht der Leiter des Arbeitsbereichs für Medien und Kommunikation recht kritisch: „Die Über-Kommerzialisierung des Fußballs schreitet unaufhörlich weiter fort, um die unverhältnismäßigen Spielergehälter zu befriedigen, (…) nicht zur Freude aller Fußballfans.“ Denn: „Wer künftig ein Rundum-sorglos-Paket Fußball haben möchte, der muss“, so der habilitierte Kommunikationswissenschaftler weiter, „demnächst gleich fünf verschiedene Abos abschließen.“
DAZN, das die Champions League-Rechte ab 2027/28 an Paramount verliert, gehört für Schaffrath zu den großen Verlierern: „Wenn man aus seinem Rechteportfolio attraktive Sendelizenzen verliert, dann ist die logische Konsequenz, dass man dann auch Abonnenten verliert.“
Der Einstieg amerikanischer Unternehmen in das Big Business Fußball werde zu weiteren Kostensteigerungen führen und es zukünftig für alle nationalen Sender wie etwa ARD, ZDF, RTL sowie dem Pay-TV-Anbieter Sky immer schwerer machen, Fußballrechte überhaupt noch zu erwerben. Das große Problem bestehe „in der Refinanzierbarkeit des Investments“. Diese Refinanzierbarkeit ist seit Jahren schon nicht mehr gegeben. „Und so müsse man sich grundsätzlich fragen, wie ökonomisch vernünftig es ist, überhaupt noch in das Fußball-Business zu investieren“, erklärt Schaffrath abschließend.
Text: Bastian Daneyko
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