Von Hörsaal 1 zu einem Millionenpublikum – Conan Furlong schildert seine persönliche Erfolgsgeschichte
Arbeitsbereich für Medien und Kommunikation |
Zwölf Stunden Fußball, täglich, und das jede Woche! So sieht die Berufswirklichkeit von Conan Furlong, einem der besten und auch erfolgreichsten nationalen Content Creators im Fußball aus. Furlong war am 1. Juni erneut am Department Health and Sport Sciences und diskutierte mit Prof. Dr. Michael Schaffrath über die Chancen und Herausforderungen seines Berufsfeldes. Vor den rund 30 Studierenden des Moduls „Sport-PR für Verbände, Vereine und Unternehmen“ beschrieb Furlong zunächst seinen beruflichen Werdegang. Nach dem Bachelorstudium „Wissenschaftliche Grundlagen des Sports“ an der Sportfakultät der Technischen Universität München erwarb er noch einen Master of Arts im Studiengang „Sports Business and Communications“ an der Munich Business School. Danach volontierte er bei Sport1 und arbeitete dort auch als Moderator. Im Jahr 2022 verließ er die gesicherte Festanstellung und versuchte sich als Content Creator auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Das war zweifellos ein gewisses Wagnis, aber letztlich doch sehr erfolgreich. Mehr als 900.000 Fußballinteressierte folgen Furlong auf verschiedenen Kanälen. Mittlerweile betreibt er auch einen Podcast und arbeitet seit 2025 als Field Reporter bei DAZN.
Auf die Frage, was denn das Studium an der TU für seine Tätigkeit als Content Creator gebracht habe, antwortete Furlong: „Systematisch an Themen heranzugehen.“ Auch das Schreiben von Texten sei in den Medienseminaren gut vermittelt worden, wovon er heute immer noch profitiere.
Als wichtigste Fähigkeit beschreibt der Content Creator „eine gewisse Ruhe“, sowohl bei der Produktion von Videos auf Social Media als auch bei seinen Live-Auftritten im Fernsehen, wo er regelmäßig nationale und internationale Topstars interviewt.
Diese Ruhe zieht er aus dem Vertrauen in seine „überdurchschnittlichen Fähigkeiten“, wenn es darum geht, fußballerische Themen zu analysieren. „Ich weiß, wovon ich rede. Und diese profunde Fachkompetenz gibt mir die nötige Gelassenheit.“
Aber Furlong muss, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, sehr viel arbeiten. „Normale Arbeitstage beginnen um 8:00 Uhr und enden um 21:00 Uhr, aber oftmals geht es auch bis in die Nacht hinein“, berichtet Furlong. Freizeit und Urlaub kämen dabei oft zu kurz. Denn es gehöre halt zu seinem Selbstverständnis und zu seinen Selbstansprüchen, immer top informiert zu sein, und dafür müsse er nahezu alle Spiele oder zumindest die Highlights der Bundesliga und der Champions League regelmäßig verfolgen. Der Preis dafür ist, dass er mittlerweile kein Fußballspiel mehr unbeschwert genießen könne, ohne dabei an seine Arbeit zu denken.
Im Anschluss an die Diskussion mit Prof. Schaffrath stellte sich Conan Furlong den Fragen der rund 30 Studierenden, die er allesamt kompetent und charmant beantwortete.
Text & Fotos: Vincent Delonge