Abschlussarbeiten
Studierende haben die Möglichkeit, ihre Zulassungs-, Bachelor- oder Masterarbeit im Bereich der Sport- und Gesundheitsdidaktik zu schreiben. Eine Liste mit möglichen Themen für Abschlussarbeiten finden Sie in der untenstehenden Auflistung.
Zusätzlich werden Ausschreibungen vereinzelt auch über das Koinon Portal veröffentlicht.
Abschlussarbeit zum Thema hitzebezogener Gesundheit
Der Klimawandel führt weltweit zu messbaren Veränderungen der mittleren Temperatur. Bereits jetzt sterben jährlich zehntausende Menschen an den Folgen von Hitze alleine in Europa. Auch in Deutschland wird sich der Klimawandel insbesondere durch eine höhere mittlere Temperatur und eine deutlich erhöhte Zahl an Hitzetagen und -wellen bemerkbar machen. Dies stellt längst ein relevantes Problemfeld der Gesundheitswissenschaften dar. Dringend notwendig sind daher Maßnahmen, die auf den Umgang der Bevölkerung mit diesen veränderten hitzebezogenen Bedingungen abzielen.
Eine mögliche Abschlussarbeit soll sich auf Basis einer bundesweiten Erhebung mit dem Status Quo vielfältiger Konstrukte in der Bevölkerung beschäftigen: Hitzebezogene Gesundheitsbelastungen, hitzebezogenes Gesundheitsverhalten, hitzebezogene Gesundheitskompetenz, Wissen zu hitzebezogenem Gesundheitsverhalten, hitzebezogene Risikowahrnehmung und eine Vielzahl entsprechender Determinanten. Zudem sollen explorativ die Zusammenhänge der Konstrukte untereinander untersucht werden.
Zeitraum der Abschlussarbeit: ab sofort möglich, die Datenerhebung findet um den Jahreswechsel herum statt. Bei Interesse an diesem Thema melden Sie sich bitte bei Dr. Jan Schmid-Ellinger
Machbarkeit von mobilen EEG-Systemen in der Feldforschung (Draußenunterricht)
Thema der Arbeit: Im Rahmen unseres Projekts Draußenunterricht beschäftigen wir uns mit dem Einsatz mobiler EEG-Systeme im natürlichen Lern- und Alltagskontext. Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie gut sich mobile EEG-Geräte (z. B. von EMOTIV) außerhalb von Laborbedingungen einsetzen lassen und welche methodischen sowie praktischen Grenzen und Chancen dabei entstehen.
Hintergrund: Mobile EEG-Systeme werden zunehmend für Anwendungen außerhalb klassischer Laborsettings entwickelt und beworben und sollen grundsätzlich auch für den Einsatz bei Kindern geeignet sein. Die Arbeit soll dazu beitragen die Machbarkeit von mobilen EEG-Messungen bei Kindern besser zu verstehen, insbesondere unter realen Bedingungen wie im schulischen Draußenunterricht.
Mögliche erste Fragestellungen:
- Wie zuverlässig sind mobile EEG-Messungen unter Feldbedingungen?
- Welche Störfaktoren treten im realen Unterrichtsalltag auf?
- Inwiefern sind mobile EEG-Systeme für den Einsatz bei Kindern geeignet?
- Welche methodischen Einschränkungen ergeben sich außerhalb des Labors?
- Welche Chancen bieten mobile EEGs für die Forschung im Bildungsalltag?
Methodischer Rahmen: Die Arbeit ist als Literaturarbeit angelegt. Je nach Schwerpunkt kann sie durch eine konzeptionelle Analyse oder methodische Bewertung bestehender Studien ergänzt werden.
Bewerbung: Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Anna Brandmeier. Der Startzeitpunkt kann individuell festgelegt werden.
Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Unterrichtsreihen unter Einsatz verschiedener Lehr-Lernformen
Im Sportunterricht können Lehrkräfte verschiedene Lehr-Lernformen (Methoden) einsetzen, um gemeinsam mit den Schüler:innen Kompetenzen bzw. Lernziele, wie sie im LehrplanPLUS verankert sind, zu erreichen. Die gängigsten Lehr-Lernformen, die im Sportunterricht zum Einsatz kommen können, sind u.a. das Erfahrungsorientierte Lernen, Genetisches Lernen, Differenzielles Lernen, Methodische Übungsreihe, Methodische Spielreihe, Kooperative Lernformen und das Lernen an Stationen. Im Rahmen von Abschlussarbeiten (v.a. Lehramt) sollen innovative Unterrichtsreihen entwickelt und in realen Unterrichtsszenarien (an Schulen) durchgeführt und evaluiert werden. Bei Interesse an diesem Thema oder weiterführende Fragen melden Sie sich bitte bei filip.mess@tum.de
Umgang mit Heterogenität; Inklusion im Sportunterricht
Schüler:innen im Sportunterricht zeichnen sich u.a. durch eine zunehmende Vielfalt aus, bspw. in motorischer / körperlicher Leistungsfähigkeit, Sportmotivation, Kultur, Sprache etc. Insofern kommt dem Themenbereichen „Umgang mit Heterogenität“ und „Integration / Inklusion“ eine besondere Rolle zu. Im Rahmen von Abschlussarbeiten können diese Themen zum Einen theoretisch behandelt werden (im Rahmen von Reviews) und zum Anderen auch praktisch, indem bspw. Unterrichtsreihen entwickelt und in der Schule ausprobiert werden (für Studierende im Lehramt). Bei Interesse an diesem Thema oder weiterführende Fragen melden Sie sich bitte bei filip.mess@tum.de
Künstliche Intelligenz und Sportunterricht
Digitalisierung und textgenerierende KI haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und in zahlreichen Bereichen unseres Leben Eingang genommen (Arbeit, Schule, Privatleben, Freizeit etc.). Auch in der Schule und insbesondere im Sportunterricht gibt es erste Ansätze, die aufzeigen, wie textgenierende KI von Sportlehrkräften eingesetzt werden kann. Ziel dieser Abschlussarbeit soll es sein, eine Übersicht über die aktuellen Ansätze und Einsatzmöglichkeiten im Sportunterricht (systematisch) darzustellen und dabei die Chancen und Risiken zu thematisieren. Bei Interesse an diesem Thema oder weiterführende Fragen melden Sie sich bitte bei filip.mess@tum.de
Zusammenhang organisationaler Gesundheitskompetenz der Schule mit dem Gesundheitsverhalten und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder
Die Gesundheit und Lebensqualität von Kindern wird durch ihr Umfeld beeinflusst, wobei insbesondere dem Setting Schule eine besondere Bedeutung zukommt. Es gibt Hinweise darauf, dass gesundheitskompetente Schulen das Potenzial haben, gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Im Rahmen einer Masterarbeit soll untersucht werden inwieweit die organisationale Gesundheitskompetenz der Schule mit dem Gesundheitsverhalten und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder zusammenhängt. Als weitere mögliche Einflussfaktoren sollen außerdem der sozioökonomische Status, die Elterngesundheit, das Familienklima, sowie der Brennpunkt-Index der jeweiligen Schule mit einbezogen werden. Diese Faktoren können beispielsweise in einer Mehrebenenanalyse untersucht werden und dabei die Sichtweise der Schule und der Eltern zur Förderung der Gesundheit der Kinder zusammenführen. Die Grundlage für diese Arbeit bieten die im fit4future Projekt erhobenen Daten aus einer bundesweiten Elternbefragung mit über 1.100 Teilnehmenden und einer Umfrage an Grundschulen mit über 1.000 Teilnehmenden Bildungseinrichtungen. Bei Interesse an diesem Thema oder weiterführende Fragen melden Sie sich bitte bei katharina.sterr@tum.de oder simon.blaschke@tum.de
Veränderung der organisationalen Gesundheitskompetenz bei Grundschulen
Gesundheitskompetenz ist eine wichtige Determinante von Gesundheitsverhalten. Durch die Veränderung von Schulstrukturen hin zu einer gesundheitskompetenten Organisation kann mittel- und längerfristig die personale Gesundheitskompetenz und folglich die Gesundheit der Kinder sowie schulischer Akteur*innen gestärkt werden. Zudem stellt die organisationale Gesundheitskompetenz eine wertvolle Voraussetzung für die schulische Gesundheitsförderung dar. Im Rahmen des fit4future Projekts soll neben der Förderung der Kindergesundheit eine gesundheitskompetente Schule etabliert werden. Im Rahmen einer Masterarbeit soll nun untersucht werden, inwieweit sich die organisationale Gesundheitskompetenz über den Projektzeitraum verändert. Als weitere mögliche Einflussfaktoren sollen außerdem der Brennpunkt-Index, die Veränderungsbereitschaft sowie der Zustand im Gesundheitsförderungsprozess an der Schule mit einbezogen werden. Diese Faktoren können beispielsweise in einem longitudinalen Mehrebenenmodell analysiert werden und somit den aktuellen Forschungsstand in Bezug auf Veränderungsprozesse der organisationalen Gesundheitskompetenz erweitern. Die Grundlage für diese Arbeit bieten die im fit4future Projekt erhobenen Daten aus einer bundesweiten Befragung von über 2.000 Bildungseinrichtungen. Bei Interesse an diesem Thema oder weiterführende Fragen melden Sie sich bitte bei katharina.sterr@tum.de oder simon.blaschke@tum.de
Tanzen stärkt die Persönlichkeit!? Evaluation eines Tanz-in-Schulen-Projektes
Im Rahmen einer Masterarbeit soll ein bereits implementiertes Tanz-in-Schulen-Projekt im Raum München wissenschaftlich begleitet werden. Das Projekt richtet sich an Kinder oder Jugendliche und wird von erfahrenen Tanzpädagoginnen geplant und durchgeführt. Mit Hilfe eines quantitativen Erhebungsinstrumentes sollen die Effekte einer Teilnahme am Tanzprojekt auf einen ausgewählten „Aspekt des Selbst“ der TeilnehmerInnen (Bsp. Selbstwirksamkeit, selbstwahrgenommene Kompetenz in der Bewegung/im Tanz, Selbst-/ Körperbewusstsein) erfasst werden. Teil der Arbeit ist die Erhebung der Daten (Prä-Post-Test) sowie deren statistische Auswertung. Bei Interesse an diesem Thema melden Sie sich bitte bei tina.schwender@tum.de
Handball-Grundschüler aus Stadt und Land im Vergleich
Die breite sportmotorische Ausbildung der Kinder in den Altersstufen des Kinderhandballbereichs wird vom Deutschen Handballbund in dessen Rahmentrainingskonzeption hohe Priorität eingeräumt. Obwohl andere Dachverbände bereits eigene Testbatterien zur Abfrage sportartspezifischer Fertigkeiten entwickelt haben, existiert solch eine Testbatterie zur Erfassung der Handballfertigkeiten noch nicht. Es existieren jedoch einige sportmotorische Tests für Kinder im Grundschulbereich, die man auch auf die Spielsportart Handball anwenden kann. Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll getestet werden, welche handballspezifische Fertigkeiten Grundschulkinder sowohl in Stadtgebieten als auch auf dem Land aufweisen. Das Thema umfasst - je nach Umfang - zwei Abschlussarbeiten und kann somit von zwei Studierenden bearbeitet werden: Eine Testung mit Schulen im ländlichen Gebiet und eine Testung mit Schulen im städtischen Raum. Beide Testungen können mit einem Handball-Eventtag der örtlichen Sportvereine kombiniert werden. Bei Interesse an diesem Thema melden Sie sich bitte bei ben.schulze@tum.de
Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen im Rahmen eines BGM-Projektes
Unternehmen und Behörden sind seit über 10 Jahren gesetzlich dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchzuführen. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit einer Behörde der Landeshauptstadt München, besteht die Möglichkeit solch eine „reale“ Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GB psych.) zu planen und durchzuführen. Dabei soll die GB psych. befragungsbasiert mit einem etablierten Tool (MOLA) in der ersten Jahreshälfte 2026 durchgeführt und anschließend ausgewertet und dokumentiert werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Filip Mess
Wirksamkeit stationärer betrieblicher Gesundheitsförderung – Fokus auf objektive und subjektive Gesundheitsparameter
Objektive Gesundheitsparameter, wie z. B. Blutdruck, Herzratenvariabilität oder VO₂ max sind überaus relevante Parameter zur Einschätzung der kardiovaskulären Geusndheit und Fitness, während die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HrQoL) ein zentraler Indikator für das subjektive Wohlbefinden ist. Beide Parameter sind entscheidend, um die Effekte von Gesundheitsförderungsmaßnahmen ganzheitlich zu bewerten.
Im Rahmen einer laufenden Interventionsstudie der Siemens AG werden Mitarbeitende über mehrere Monate begleitet. Neben standardisierten Fragebögen kommt voraussichtlich ein innovatives Verfahren – die Seismokardiographie (SCG) – zur nicht-invasiven Messung der VO₂ max zum Einsatz. Diese Datengrundlage ermöglicht eine fundierte Analyse der Wirksamkeit stationärer Gesundheitsprogramme bei der Siemens AG.
Dabei ergeben sich spannende Fragestellungen: Wie verändern sich z. B. VO₂ max und HrQoL über den Zeitverlauf? Welche Unterschiede bestehen zwischen verschiedenen Interventionsgruppen? Und wie valide ist Messung mit der SCG-Methode im betrieblichen Setting?
In diesem Themenfeld ist eine datenbasierte Masterarbeit möglich – mit Fokus auf statistischer Auswertung, Wirksamkeitsanalyse und Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Simon Blaschke (simon.blaschke@tum.de).
Übereinstimmungsvalidierung KI-gestützter Gefährdungsbeurteilungen im Vergleich zu Fachkraft-Bewertungen. Eine empirische Untersuchung in Handwerksbetrieben
Gefährdungsbeurteilungen nach §5 ArbSchG sind das zentrale Instrument des betrieblichen Arbeitsschutzes. Trotz gesetzlicher Verpflichtung verfügen laut DGUV-Erhebungen rund 76% der Kleinbetriebe über keine vollständige Dokumentation, häufig aufgrund fehlender zeitlicher und fachlicher Ressourcen. Neue KI-basierte Ansätze versprechen, diesen Prozess erheblich zu beschleunigen.
Im Rahmen einer Kooperation mit velth besteht die Möglichkeit, eine systematische Übereinstimmungsanalyse zwischen KI-generierten und fachkraftbasierten Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen. Dazu werden in 15–20 realen Handwerksbetrieben aus verschiedenen Gewerken (Bau, SHK, Elektro, Metall) sowohl KI-gestützte als auch konventionelle GBUs erstellt und anhand eines standardisierten Bewertungsrasters verglichen. Erfasst werden unter anderem die Vollständigkeit identifizierter Gefährdungen (Sensitivity/Recall), die inhaltliche Übereinstimmung der Schutzmaßnahmen sowie die Rechtskonformität der Dokumentation.
Dabei ergeben sich relevante Fragestellungen: Wie hoch ist die Übereinstimmung zwischen KI- und Fachkraft-GBUs hinsichtlich identifizierter Gefährdungen? Gibt es systematische Lücken, die auf bestimmte Gefährdungskategorien (z.B. psychische Belastungen, ergonomische Faktoren) begrenzt sind? Und wie bewerten Fachkräfte für Arbeitssicherheit die Praxistauglichkeit der KI-generierten Dokumente?
In diesem Themenfeld ist eine datenbasierte Masterarbeit möglich mit Fokus auf Interrater-Reliabilität, statistischer Auswertung (Cohen's Kappa, Bland-Altman) und Ableitung praktischer Empfehlungen für den Einsatz KI-gestützter Arbeitsschutzinstrumente in KMU. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Simon Blaschke (simon.blaschke@tum.de).
Wirksamkeit KI-gestützter Gefährdungsbeurteilungen auf das betriebliche Unfallgeschehen und Sicherheitsverhalten. Eine Interventionsstudie in Handwerksbetrieben
Trotz umfassender gesetzlicher Vorgaben zum Arbeitsschutz zählen Handwerksbetriebe zu den Branchen mit den höchsten Arbeitsunfallraten in Deutschland. Ein zentraler Faktor ist die mangelhafte oder fehlende Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen nach §5 ArbSchG, die insbesondere in Kleinbetrieben häufig als bürokratische Pflicht wahrgenommen und nur unzureichend in den betrieblichen Alltag integriert wird. Neuartige KI-basierte Tools versprechen, die Erstellung und Aktualisierung von GBUs erheblich zu vereinfachen, ob dies jedoch zu einer messbaren Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes führt, ist bislang empirisch nicht untersucht.
Im Rahmen einer Kooperation mit velth besteht die Möglichkeit, eine kontrollierte Interventionsstudie in 20–30 Handwerksbetrieben durchzuführen. In einem Prä-Post-Design mit Kontrollgruppe wird untersucht, ob die Einführung eines KI-gestützten GBU-Tools über einen Zeitraum von sechs Monaten zu Veränderungen im Unfallgeschehen, im sicherheitsrelevanten Verhalten der Beschäftigten und in der Qualität der Arbeitsschutzdokumentation führt. Die Interventionsgruppe nutzt das KI-Tool zur laufenden GBU-Erstellung, während die Kontrollgruppe ihre bisherige Praxis beibehält. Erhoben werden betriebliche Unfalldaten (AU-Tage, meldepflichtige Unfälle, Beinahe-Unfälle), das sicherheitsbezogene Verhalten mittels standardisierter Fragebögen (z.B. Safety Climate Questionnaire) sowie die Dokumentationsqualität anhand eines Bewertungsrasters.
Dabei ergeben sich relevante Fragestellungen: Führt die Nutzung KI-gestützter Gefährdungsbeurteilungen zu einer Reduktion der Unfallhäufigkeit im Vergleich zur Kontrollgruppe? Verändert sich das sicherheitsbezogene Verhalten und die Risikosensibilisierung der Beschäftigten durch die regelmäßige Konfrontation mit tätigkeitsscharfen GBUs? Und in welchem Zusammenhang steht die Dokumentationsqualität mit dem tatsächlichen Unfallgeschehen?
In diesem Themenfeld ist eine datenbasierte Masterarbeit möglich, mit Fokus auf Interventionsdesign, statistischer Auswertung (Varianzanalysen, Effektstärken, Mehrebenenanalyse) und Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für den Einsatz digitaler Arbeitsschutzinstrumente in KMU. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Simon Blaschke (simon.blaschke@tum.de).
Masterarbeit zur Evaluation des Moodlekurses “Sleep Good - Feel Good”
Hintergrund:
Studierende leiden im Vergleich zu Gleichaltrigen oft unter schlechter Schlafqualität, die sich in Einschlafschwierigkeiten und chronischem Schlafmangel äußert. Diese Probleme können die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und zu weiteren gesundheitlichen Risiken führen. Präventionsprogramme zur Verbesserung des Schlafverhaltens von Studierenden werden daher immer wichtiger.
Zielsetzung:
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, die Wirksamkeit des Moodle-Selbstlernkurses “Sleep Good - Feel Good” unter teilnehmenden TUM Studierenden verschiedener Studienfachrichtungen zu evaluieren. Unter anderem soll untersucht werden, welche Effekte eine Kursteilnahme auf die subjektive und objektive Schlafqualität und das Schlafverhalten sowie die Schlafbezogene Gesundheitskompetenz hat.
Anforderungen:
Interesse an den genannten Themenbereichen und Fragestellungen
Sehr gute Kenntnisse in Statistik
Erfahrung in der Nutzung von R-Studio (Programmierung, Datenanalyse, Auswertung)
Erfahrung im Umgang mit Wearable Daten und/oder Interesse an der Einarbeitung
Sehr gute Englischkenntnisse
Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
Geplant ist eine publikationsbasierte Masterarbeit in englischer Sprache, die in einem international anerkannten Fachjournal veröffentlicht werden soll. Beginn der Masterarbeit ist ab sofort möglich. Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf an Johanna Schmickler.
Der Klimawandel hat zahlreiche Auswirkungen auf das Gesundheitsverhalten von Menschen und damit auch auf deren Gesundheit. Die Lebenswelt Schule, insbesondere der Schulsport und damit auch der Sportunterricht, sind von klimatischen Veränderungen, wie bspw. Hitze und UV-Strahlung, ebenfalls betroffen. Daraus entstehen zahlreiche Forschungsfragen und Herausforderungen, die seitens der Wissenschaft bearbeitet werden sollten. Es geht bspw. darum zu analysieren, welche Vorgaben (Empfehlungen) die 16 Bundesländer machen, um auch zukünftig outdoor Schulsport zu ermöglichen. Es stellt sich aber auch die Frage, welche Kompetenzen Sportlehrkräfte brauchen („climate health literacy"), um angesichts der zunehmenden Belastungen durch Hitze und UV-Strahlung Sportunterricht mit den Schüler:innen möglichst gesundheitsfördernd durchführen zu können. In diesem Themenbereich sind mehrere Abschlussarbeiten möglich.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Filip Mess oder Jan Ellinger
Handball auf Sand im Trainings- und Wettkampfkontext – eine qualitative Evaluation des Beachhandballs
Die Disziplin Beachhandball erfreut sich in Deutschland steigender Beliebtheit. Der Bayerische Handball-Verband war einer der ersten Handballlandesverbände, der den Beachhandball auch in seinem Leistungssportkonzept eingeführt und etabliert hat. Mit dem Bayerischen Stützpunktsystem und der Bayerischen Beachtour konnten Projektideen erfolgreich implementiert werden. Auch weitere Landesverbände gehen den Bayerischen Weg mit und setzen Ideen des Beachhandballs im organisierten Sport um. Die Grenze erscheint zwischen einer aufstrebenden Sportart, die auch die Leistungssportebene durch Nationalmannschaften bedient, und reinen Freizeitveranstaltungen für die verschiedenen Beteiligten - auch hinsichtlich der vermeintlichen Konkurrenzsituation zum Hallenhandball - kompliziert und aktuell noch fließend. Die Entwicklung und Erstellung einer eigenen Publikation (Leitfaden Beachhandball) sowie einer eigenen Lizenzstufe im organisierten Sport zeigt die stärker werdende Beachtung dieser Disziplin auf. Mittels der Durchführung eines qualitativen Evaluationskonzepts soll die aktuelle Ist-Situation des Beachhandballs am Beispiel des Landesverbands Bayern analysiert und konkrete Empfehlungen für die Zukunft des Beachhandballs entwickelt werden.
Bei Interesse an diesem Thema melden Sie sich bitte bei ben.schulze@tum.de
Die/der Schiedsrichter*in im Amateursport - ein hoffnungsloses Ehrenamt?
In den großen Sportspielen wird im Wettkampf ein/e Schiedsrichter*in benötigt, die/der zwischen zwei Mannschaften nach dem jeweiligen Regelwerk den Wettkampf führt und leitet.
Oftmals liest man von den Sportverbänden und ihren Sportvereinen von einer zurückgehenden Anzahl an Ehrenamtlichen, die die Tätigkeit als Schiedsrichter*in ausüben, sowie von verbalen, teilweise auch körperlichen Angriffen auf diese Personengruppe. Dabei wenden die großen Sportspiele ganz unterschiedliche Konzepte an, um die Spielleitungen im Amateursport, sowohl im Kinder- und Jugendbereich als auch im Erwachsenenbereich, zielführend abzubilden.
Am Beispiel der Sportart Handball soll die Tätigkeit der Schiedsrichterei im Amateursport analysiert werden: Wie bilden weitere europäische Nationen Schiedsrichter*innen für den Amateursport aus? Wie läuft die Grundausbildung in den Verbänden ab? Wie entwickeln sich die Anzahl der Schiedsrichter*innen? Welche Probleme und Herausforderungen bestehen in den verbandlichen Strukturen? Welche Kompetenzen benötigen Schiedsrichter*innen insbesondere bei der Ausübung ihrer Tätigkeit?
Aufbauend auf einer Analyse der Ist-Situation soll mittels Datenerhebung ein systematischer Überblick über die Grundausbildung in Deutschland dargestellt werden und mögliche Problemfelder praxisnah aufgezeigt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, das Thema und die oben genannten Fragen zu aktualisieren und zu erweitern, und auf zwei Abschlussarbeiten mit einer gemeinsamen Basis und unterschiedlichen Schwerpunkten aufzuteilen. Das Thema wird in Kooperation mit dem Bereich Mitgliederentwicklung des Deutschen Handballbundes angeboten.
Bei Interesse an diesem Thema melden Sie sich bitte bei ben.schulze@tum.de
Bachelorarbeit: Ästhetisches Erleben im Tanz - Auf der Suche nach den „WOWs“ und „AHAs“ in Tanztagebücher
Der kreativ-künstlerische Tanz wird in der Literatur als ein Wirkungsbereich für ästhetische Bildung beschrieben. Ziel der Arbeit ist es, verschiedene Momente ästhetischen Erlebens (z.B. WOW-Momente des Beeindruckt-Seins/ Überrascht-Seins) in Form von schriftlichen Daten aus Tanztagebüchern zu strukturieren und zu beschreiben. Diese stammen von Teilnehmenden einer Tanzfortbildung und sollen mittels qualitativer Inhaltsanalyse (nach Mayring) bearbeitet werden.
Die Arbeit ist folglich im Bereich der qualitativ-phänomenologischen Forschung zu verorten. Bei Interesse am Thema wenden Sie sich bitte an: tina.schwender@tum.de
Auch eigene Themenvorschläge sind willkommen und werden gerne diskutiert. Verfassen Sie dazu Ihre Idee in Form eines kurzen Exposés (1 bis max. 2 Seiten), sodass Fragestellung (WAS), Relevanz (WARUM) sowie methodische Ansätze (WIE) deutlich werden. Bitte informieren Sie sich über die jeweiligen Profile der Dozierenden, in wessen Forschungsfeld Ihre Idee passt und wenden Sie sich an die/den jeweilige/n Dozent/in.
Leitfaden zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten
Bei der Anfertigung schriftlicher Hausarbeiten treten häufig Schwierigkeiten oder Unklarheiten bezüglich der Strukturierung und formalen Gestaltung auf. Der Leitfaden zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten soll Ihnen zum einen Hilfestellung bieten, zum anderen soll eine formale Angleichung der schriftlichen Arbeiten am Lehrstuhl für Sport- und Gesundheitsdidaktik erreicht werden.