Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ bringt Krebsprävention in die Öffentlichkeit
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Spannende Vorträge, interessante persönliche Gespräche und viele tolle Sportangebote: beim Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ am TUM Campus im Olympiapark drehte sich am Samstag alles um die Frage, wie Bewegung zur Krebsprävention beitragen kann. Gemeinsam mit einer Reihe ausgewiesener Expertinnen und Experten der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sowie ihrer Universitätsklinika (TUM Klinikum und LMU Klinikum) bot die Veranstaltung eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit.
„Die Veranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse an fundierten Informationen zur Krebsprävention ist“, sagt Prof. Dr. Martin Halle, Leiter des Lehrstuhls für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie und Mitinitiator des Aktionstags. „‚Aktiv gegen Krebs!‘ lautet das Motto der Veranstaltung: Bewegung ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren für die Gesundheit. Diese Erkenntnisse wissenschaftlich fundiert zu vermitteln und zugleich durch praktische Angebote erlebbar zu machen, war unser zentrales Anliegen.“
Schon am Vormittag nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich über Prävention, Früherkennung und moderne Behandlungsmöglichkeiten verschiedener Krebserkrankungen zu informieren. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Haut-, Brust-, Darm- und Prostatakrebs sowie die wachsende Bedeutung von Bewegung als Bestandteil einer gesundheitsfördernden Lebensweise.
„Mit unseren Hauptpräventionsaktivitäten von ‚Wir bewegen Bayern‘ wollen wir die Menschen dazu motivieren, Bewegung stärker in ihren Alltag zu integrieren“, betont Prof. Dr. med. Claus Belka (LMU Klinikum) zu Beginn der Veranstaltung. „Eine höhere körperliche Aktivität kann dazu beitragen, die Gesundheit zu fördern und die Sterblichkeit zu reduzieren“. Auch Prof. Volker Heinemann (LMU Klinikum) fordert: „Fast 40 Prozent aller Krebsfälle wären nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermeidbar. Deshalb dürfen wir Krebs nicht erst bekämpfen, wenn er bereits entstanden ist – wir müssen ihn vorab verhindern und den Fokus von der Reparaturmedizin auf eine wirksame Prävention verlagern“.
Über den gesamten Campus verteilt boten Fachvorträge, Workshops und Informationsstände die Möglichkeit, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gut besucht waren auch die „Meet the Expert“-Runden, in denen Themen wie Bewegung in der Onkologie, Krebsprävention für Frauen oder die Bedeutung von Ernährung und Lebensstil diskutiert wurden.
Parallel dazu wurde auf den Sportanlagen des TUM Campus im Olympiapark deutlich, was die zentrale Botschaft des Aktionstags ausmacht: Bewegung ist Prävention. Ob bei Schnupperangeboten des Hochschulsports, Vereinsangeboten oder Aktionen der beteiligten Partner – viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und unterschiedliche Bewegungsformen kennenzulernen.
„Der Aktionstag hat eindrucksvoll gezeigt, wie Wissenschaftskommunikation gelingen kann, wenn medizinische Forschung und Praxis an einem Ort zusammenkommen“, sagt Department-Head Prof. Dr. Joachim Hermsdörfer, Leiter des Lehrstuhls für Bewegungswissenschaft. „Die Verbindung aus wissenschaftlicher Information, persönlichem Austausch und konkreten Bewegungsangeboten hat das Thema Prävention auf besondere Weise greifbar gemacht.“
Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem vom Zentralen Hochschulsport München (ZHS), verschiedenen Münchner Sportvereinen sowie Partnern aus dem Breiten- und Spitzensport. Auch adidas, der Olympiastützpunkt Bayern und der FC Bayern München beteiligten sich an dem Aktionstag.
„Die große Bandbreite der beteiligten Institutionen am TUM Campus im Olympiapark hat gezeigt, dass Gesundheitsförderung weit über den medizinischen Bereich hinausgeht“, erklärt Dr. Till Lorenzen, Geschäftsführer der TUM School of Medicine and Health. „Gerade in der Prävention ist es wichtig, unterschiedliche gesellschaftliche Akteure zusammenzubringen, um möglichst viele Menschen so früh wie möglich zu erreichen.“
Der Aktionstag war Teil der landesweiten Initiative „Wir bewegen Bayern“ des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF), die zeitgleich auch an den Universitätsstandorten Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg stattfand. Gemeinsam setzten die beteiligten Einrichtungen damit ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung von Bewegung, Prävention und Gesundheitskompetenz.
Zur Homepage des Lehrstuhls für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
Zum Programm des Aktionstag zur Krebsprävention am TUM Campus im Olympiapark
Kontakt
Prof. Dr. Martin Halle
Lehrstuhl für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
Am Olympiacampus 11
80809 München
Tel.: 089 4140 6774 (TUM Klinikum)
Tel.: 089 289 24441 (TUM Campus im Olympiapark)
E-Mail: Martin.Halle(at)mri.tum.de
Text & Fotos: Bastian Daneyko