Herzlich Willkommen, Felix!
Wir freuen uns, Felix Hanika als wissenschaftlichen Mitarbeiter an unserem Lehrstuhl begrüßen zu dürfen.
Felix absolvierte von Oktober 2021 bis Oktober 2024 den Masterstudiengang Sport and Exercise Science (M.Sc.) an der Technischen Universität München. Zuvor studierte er von Oktober 2017 bis März 2021 Sportökonomie (B.Sc.) an der Universität Bayreuth.
Direkt zu Beginn seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter verbrachte Felix im Rahmen einer Forschungskooperation mit der National Basketball Association (NBA) zwölf Wochen in Brooklyn, New York. Dort begleitete er über eine gesamte Saison hinweg ein U17-Grassroots-Basketballteam, auch als „AAU-Basketballteam“ bekannt. Ziel des Projekts war es, anhand biomechanischer Trainings- und Spielbelastungen, der Trainingsinhalte sowie der subjektiven Gesundheitswahrnehmung Einblicke in die Talententwicklung und deren Auswirkungen auf die Spieler in diesem Umfeld zu gewinnen.
Das Team war Teil eines sogenannten „Circuits“, eines Turniersystems, das von April bis Ende Juli nahezu jedes Wochenende Wettbewerbe umfasst. Während einige Circuits Turniere in den gesamten USA veranstalten, war das von Felix untersuchte Team vor allem im Nordosten der Vereinigten Staaten unterwegs und trat in New York, New Jersey, Philadelphia und Baltimore an. Für die Spieler bieten diese Turniere eine wichtige Plattform, um von High-School- und College-Coaches entdeckt zu werden und damit den nächsten sportlichen und akademischen Karriereschritt zu ermöglichen. Das Circuit-System stellt somit einen zentralen Bestandteil der Talentförderung und Nachwuchsentwicklung im Basketball dar und bildet eine bedeutende Stufe auf dem Weg in Richtung NBA.
Nach einer turbulenten Anfangsphase, in der er sich sowohl an die kulturellen Besonderheiten als auch an die oftmals dynamischen Organisationsstrukturen vor Ort gewöhnen musste, gelang es Felix zunehmend, sich in das Team und dessen Umfeld zu integrieren. Neben seiner Rolle als Forscher unterstützte er die Mannschaft auch als Athletiktrainer und brachte seine Expertise bei allen Fragen rund um das Thema Leistungsentwicklung und Performance ein.
Während der Juni vergleichsweise wenig Spielbetrieb mit sich brachte, wurde der Saisonabschluss im Juli noch einmal besonders intensiv. Zwei jeweils fünftägige Turniere mit insgesamt sieben beziehungsweise fünf Spielen verlangten den Spielern alles ab. Für Felix entwickelte sich das Projekt dabei weit über eine reine Forschungsaufgabe hinaus: Für viele der Athleten waren diese Turniere zugleich die letzten Circuit-Spiele ihrer Jugend und damit ein entscheidender Moment für ihre sportliche Zukunft. Die unmittelbare Nähe zu diesen persönlichen und sportlichen Weichenstellungen verdeutlichte eindrucksvoll, welche Bedeutung dieses System für die Athleten hat.
Trotz der Herausforderungen, die ein derart dynamisches Umfeld mit sich bringt, konnte die Datenerhebung erfolgreich umgesetzt werden. Als nächsten Schritt wird Felix ab Ende 2026 vergleichbare Untersuchungen mit einer deutschen Nachwuchsmannschaft durchführen. Dadurch soll erstmals ein direkter Vergleich der Talententwicklung im Jugendbasketball zwischen Deutschland und den USA ermöglicht werden.
Wir freuen uns sehr, Felix in unserem Team zu haben, und wünschen ihm viel Erfolg bei seinen weiteren Forschungsprojekten.