<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/css" href="https://www.hs.mh.tum.de/_assets/32ebf5255105e66824f82cb2d7e14490/Stylesheets/rss.css" ?>

<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<title>Department Health and Sport Sciences</title>
	<link rel="alternate" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/"/>
	<link rel="self" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/rss.xml"/>
	<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/</id>
	<updated>2026-04-21T18:24:43+02:00</updated>
	
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5493.atom</id>
				<title>Bewegung als Therapie: Professur für Gesundheitsökonomie veröffentlicht Studie in „The Lancet Psychiatry“</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-04-20T09:45:38+02:00</published>
				<updated>2026-04-20T10:06:24+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/bewegung-als-therapie-professur-fuer-gesundheitsoekonomie-veroeffentlicht-studie-in-the-lancet-psychiatry/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_cover.tif_2eb24011bc.jpg" width="200" height="269" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/bewegung-als-therapie-professur-fuer-gesundheitsoekonomie-veroeffentlicht-studie-in-the-lancet-psychiatry/">
                            Bewegung als Therapie: Professur für Gesundheitsökonomie veröffentlicht Studie in „The Lancet Psychiatry“
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Ein interdisziplinäres Forscherteam der Technischen Universität München hat eine neue Studie zur Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit bewegungsbasierter Therapieansätze bei psychischen Erkrankungen in einem der weltweit führenden Fachjournale durchgeführt und veröffentlicht. Der Beitrag mit dem Titel <a href="https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(25)00391-8/fulltext" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">„Cost-effectiveness of a transdiagnostic group exercise intervention for mental health in Germany (ImPuls trial): an economic evaluation study“</a> erschien im <a href="https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/home" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Journal „The Lancet Psychiatry<i>”</i></a>, das einen Impact Faktor von 24,8 hat.</p>
<p class="text-justify">Erstautor der Studie ist <a href="https://www.chec-tum.de/sebastian-himmler" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Dr. Sebastian Himmler</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Gesundheitsökonomie</a>. Letztautorin ist <a href="https://www.professoren.tum.de/sundmacher-leonie" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Leonie Sundmacher</a>, Leiterin der Professur für Gesundheitsökonomie. Die Arbeit entstand im Rahmen eines Projekts des <a href="https://innovationsfonds.g-ba.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses</a> und in enger Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Forschungsteam.&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Bewegung als ergänzende Therapieoption bei psychischen Erkrankungen</strong></p>
<p class="text-justify">Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische Belastungsstörungen stellen weltweit eine erhebliche gesundheitliche und ökonomische Herausforderung dar. Gleichzeitig sind bestehende Versorgungsangebote häufig mit Zugangshürden verbunden oder zeigen begrenzte Wirksamkeit.</p>
<p class="text-justify">Die vorliegende Studie untersucht daher die Intervention „ImPuls“ – ein strukturiertes, gruppenbasiertes Bewegungsprogramm für Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen. Im Fokus stand insbesondere die gesundheitsökonomische Bewertung.</p>
<p class="text-justify">„Wir haben in der Studie eine umfassende gesundheitsökonomische Evaluation durchgeführt und dabei neben den Kosten auch die Lebensqualität und Versorgungsaspekte berücksichtigt“, erklärt Dr. Himmler. „Die Kostenanalyse basiert dabei auf Routinedaten der Krankenkassen, was eine besonders realitätsnahe Bewertung ermöglicht.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Deutliche gesundheitliche Effekte bei moderaten Zusatzkosten</strong></p>
<p class="text-justify">Die Analyse basiert auf Daten einer großen randomisierten kontrollierten Studie mit rund 400 Teilnehmenden im ambulanten Setting in Deutschland. Untersucht wurde ein sechsmonatiges Trainingsprogramm, das betreute und eigenständige Bewegungseinheiten, verhaltensbezogene Strategien sowie digitale Unterstützung kombiniert. Gruppenbasierte Trainingseinheiten fanden dabei nur in den ersten vier Wochen statt mit anschließender Begleitung unter anderem durch eine App.</p>
<p class="text-justify">Die Ergebnisse zeigen: Teilnehmende der Interventionsgruppe profitierten signifikant stärker als die Vergleichsgruppe, die nur Leistungen aus der Regelversorgung erhielt. Die psychischen Beschwerden gingen deutlich zurück, und auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbesserte sich messbar.</p>
<p class="text-justify">Nach zwölf Monaten zeigte sich eine zusätzliche Verbesserung um 3,78 Punkte auf einer etablierten Skala zur Messung psychischer Belastung (BSI-18) sowie ein Zugewinn an gesundheitsbezogener Lebensqualität, gemessen in sogenannten Quality-Adjusted Life Years (QALYs).</p>
<p class="text-justify">Gleichzeitig lagen die Gesamtkosten moderat höher: Im Durchschnitt entstanden zusätzliche Kosten von rund 553 Euro pro Patientin oder Patient. Daraus ergibt sich ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von etwa 17.543 Euro pro gewonnenem QALY.&#160;</p>
<p class="text-justify">„Die Intervention führt nicht dazu, dass unmittelbar Kosten eingespart werden, da durch ihre Durchführung zunächst zusätzliche Aufwendungen entstehen“, so Dr. Himmler. „Gleichzeitig sehen wir aber einen klaren positiven Effekt auf die Lebensqualität der Teilnehmenden. Aus gesundheitsökonomischer Sicht kann man die Maßnahme daher als kosteneffektiv bewerten.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Hohe Relevanz für die Versorgung</strong></p>
<p class="text-justify">Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Intervention als kosteneffektiv einzustufen ist – insbesondere im Vergleich zu gängigen internationalen Schwellenwerten.&#160;</p>
<p class="text-justify">„Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass bewegungsbasierte Interventionen eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Versorgung darstellen können“, betont Dr. Himmler. „Aus gesundheitsökonomischer Perspektive empfehlen wir daher, solche Programme perspektivisch in die Regelversorgung zu integrieren.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Bedeutung für Forschung und Gesundheitspolitik</strong></p>
<p class="text-justify">Die Studie liefert erstmals belastbare Evidenz zur Kosteneffektivität einer transdiagnostischen Bewegungsintervention, die mehrere psychische Erkrankungen gleichzeitig adressiert.</p>
<p class="text-justify">„Mit dem ImPuls-Ansatz zeigen wir, dass innovative und vergleichsweise niedrigschwellige Interventionen sowohl wirksam als auch wirtschaftlich tragfähig sein können“, sagt Prof. Sundmacher. „Gerade im Bereich der psychischen Gesundheit ist es entscheidend, neue Versorgungsformen zu entwickeln, die Patientinnen und Patienten frühzeitig erreichen.“</p>
<p class="text-justify">Darüber hinaus hebt Prof. Sundmacher die gesundheitspolitische Relevanz hervor: „Die Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung der Versorgung. Interdisziplinäre Ansätze, die Prävention, Bewegung und Therapie verbinden, können langfristig dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen.“ Auch der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss spricht sich positiv für weitere Schritte zur Überführung von „ImPuls“ in die Regelversorgung aus.<br />&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(25)00391-8/fulltext" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Publikation im Journal „The Lancet Psychiatry“</u></a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Gesundheitsökonomie</u></a></p>
<p class="text-justify">Zum <a href="https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/impuls.371" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Beschlusstext des Innovationsausschusses</u></a></p>
<p>&#160;</p>
<h2><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Leonie Sundmacher<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24464<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4voyxso8cexnwkmrobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">leonie.sundmacher(at)tum.de</a></p>
<p>Dr. Sebastian Himmler<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24465<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4colkcdskx8rswwvobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">sebastian.himmler(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Romy Schwaiger<br />Fotos: „The Lancet Psychiatry"/Silvia Béres (Beres Fotografie)</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5487.atom</id>
				<title>„Besseres Design statt pauschaler Verbote“ - Prof. Dr. Sandra Cortesi zu digitaler Sicherheit von Kindern und Jugendlichen</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-04-08T09:40:00+02:00</published>
				<updated>2026-04-08T09:32:56+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/besseres-design-statt-pauschaler-verbote-prof-dr-sandra-cortesi-zur-digitalen-sicherheit-von-kindern-und-jugendlichen/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/a/9/csm_Claudia_Thomas_Flat_style_humans_with_tech_Parent_and_child_ccf20d8f1a.png" width="200" height="288" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/besseres-design-statt-pauschaler-verbote-prof-dr-sandra-cortesi-zur-digitalen-sicherheit-von-kindern-und-jugendlichen/">
                            „Besseres Design statt pauschaler Verbote“ - Prof. Dr. Sandra Cortesi zu digitaler Sicherheit von Kindern und Jugendlichen
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Wie können Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besser geschützt werden, ohne ihre Selbstständigkeit einzuschränken? Diese Frage steht im Zentrum einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal „Science“. Eine internationale Expertinnen- und Expertengruppe unter Leitung von <a href="https://www.professoren.tum.de/cortesi-sandra" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Sandra Cortesi</a>, Leiterin der Professur für Participation and Diversity in Digital Societies und <a href="https://www.professoren.tum.de/gasser-urs" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Urs Gasser</a>, Leiter des Lehrstuhls für Public Policy, Governance and Innovative Technology, zeigt: Pauschale Verbote und Altersbeschränkungen greifen zu kurz. Stattdessen braucht es digitale Umgebungen, die Sicherheit, Teilhabe und Entwicklungsmöglichkeiten von Anfang an mitdenken.</p>
<p class="text-justify">Digitale Technologien eröffnen jungen Menschen heute vielfältige Chancen: Sie ermöglichen Zugang zu Bildung, fördern Kreativität und bieten Räume für Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig sind sie mit Risiken verbunden – von Cybermobbing über problematische Inhalte bis hin zu potenziellen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Die Forschung zeigt jedoch, dass einseitige Einschränkungen diesen komplexen Herausforderungen nicht gerecht werden. Vielmehr können sie unbeabsichtigte Folgen haben, etwa indem sie Vertrauen untergraben oder dazu führen, dass Kinder digitale Angebote im Verborgenen nutzen.</p>
<p class="text-justify"><i>Im Interview erklären die beiden Forschenden, welche Rolle Plattformdesign, Künstliche Intelligenz und Bildung dabei spielen und warum Vertrauen wichtiger ist als Kontrolle.</i></p>
<p class="text-justify"><strong>In den USA sind Meta und Google vor wenigen Tagen wegen mangelnden Schutzes von Kindern und Jugendlichen auf ihren Social-Media- beziehungsweise Video-Plattformen zu hohen Strafzahlungen verurteilt worden. Welche Bedeutung haben die Urteile vor dem Hintergrund der Ergebnisse Ihrer Arbeitsgruppe?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Urs Gasser:</strong> Diese Urteile können wegweisend sein, weil sie unterstreichen, dass die Kindersicherheit in der digitalen Welt nicht nur eine Frage schädlicher Inhalte ist, sondern auch eine Frage des Designs der Plattformen. Die Gerichte haben sich angeschaut, wie Plattformen aufgebaut sind, welche Risiken ihre Funktionen mit sich bringen und ob Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden können, wenn diese Risiken vorhersehbar sind und nicht ausreichend berücksichtigt werden. Diese Fragen treffen den zentralen Punkt der Empfehlungen unserer Arbeitsgruppe: ein Design, das digitale Räume von Anfang an so gestaltet, dass sie Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen gewährleisten. Bezogen auf die in den USA verhandelten Fälle, dass sie Funktionen ausschließen, die süchtig machen können, und dass sie Schutz vor Missbrauch durch Erwachsene bieten.&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Mehrere Länder haben Kindern bis zu einem bestimmten Alter soziale Medien verboten oder planen diesen Schritt. Warum halten Sie nichts von einem Verbot?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Urs Gasser:</strong> Wir sprechen uns nicht per se gegen Regulierung aus, gesetzliche Vorgaben sind unverzichtbar. Allerdings sind wir der Ansicht, dass die Politik mehr tun sollte als rote Linien zu ziehen. Vielmehr sollte sie die Anbieter verpflichten, ihre Plattformen und Produkte kindgerecht zu gestalten. Das ist anspruchsvoller als ein pauschales Verbot, aber auch vielversprechender. Denn wir wollen ja eigentlich, dass Kinder und Jugendliche lernen können, die Medien selbstbestimmt und mit einer für sie positiven Wirkung einzusetzen.&#160;</p>
<p></p><hr />

<p class="text-justify">Ein zentraler Gedanke der zugrunde liegenden Studie ist, digitale Sicherheit nicht nur als Schutz vor Gefahren zu verstehen, sondern als aktive Gestaltungsaufgabe. Digitale Räume sind kein neutraler Hintergrund, sondern das Ergebnis konkreter Designentscheidungen. Werden diese Entscheidungen gezielt an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet, können sie sowohl Schutz bieten als auch Entwicklung fördern. Im Fokus stehen dabei drei eng miteinander verbundene Prinzipien: die Rechte von Kindern, ihre Selbstbestimmung und ihr Wohlbefinden. Diese Perspektive verschiebt den Blick von reaktiven Maßnahmen hin zu proaktiven Lösungen, die Risiken frühzeitig berücksichtigen und gleichzeitig positive Nutzungsmöglichkeiten stärken.</p>
<p></p><hr />

<p class="text-justify"><strong>Die Arbeitsgruppe schlägt vor, KI einzusetzen, um die Plattformen sicherer zu machen.</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Sandra Cortesi</strong>: Neben dem Bann von eindeutig schädigenden Funktionen können neue Tools ältere Kinder und Jugendliche befähigen, in einem altersgerechten Rahmen selbstbestimmt zu handeln. Künstliche Intelligenz kann erkennen und intervenieren, wenn Heranwachsende in Gefahr geraten. KI könnte beispielsweise sagen: „Ich sehe, dass du in letzter Zeit ganz viele Posts zum Abnehmen angeschaut hast. Ich sehe, dass du mit drei Personen im Austausch bist, die das unterstützen. Ich empfehle dir jetzt drei Posts mit einer anderen Perspektive.“ Die KI könnte auch erkennen, dass eine Jugendliche ein Selfie mit viel nackter Haut machen will, und fragen: „Bist du sicher, dass du dieses&#160;Selfie machen möchtest? Überleg doch mal, was du damit machen willst.“ Oder ein Kind wird von jemandem kontaktiert, der sonst nur Kontakt mit Erwachsenen hat, sodass die KI davon ausgehen kann, dass es sich um einen Erwachsenen handelt und einen entsprechenden Hinweis anzeigen kann.&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Das klingt so, als würden die Anbieter sehr viel Privates über die Jugendlichen erfahren.</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Sandra Cortesi</strong>: Solche Auswertungen dürfen ausschließlich auf den Endgeräten stattfinden und nicht an die Betreiber übermittelt werden. Aber auch wenn die Privatsphäre sichergestellt ist, wäre es ideal, wenn sich die Familien gemeinsam überlegen würden: Welchen Medienkonsum wollen wir? Wie ist sozusagen unser Ernährungsplan für die Digitalwelt?&#160;Und dann zeigt uns das Gerät oder die Plattform all die Möglichkeiten, die wir dafür an- oder ausstellen können. Zum Beispiel: Ich möchte hauptsächlich positive Inhalte sehen und wenn die KI merkt, dass ich dabei aus der Spur gerate, unterstützt sie mich. Oder ältere Jugendliche entscheiden: Ich will jetzt mal drei Monate meine eigenen Erfahrungen machen und möchte nicht, dass mir die KI dabei zuschaut und mir irgendetwas sagt. Auch auf der Ebene der Familien halten wir Verbote für weniger sinnvoll als eine solche Auseinandersetzung. Zum einen, weil so Vertrauen und Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Zum anderen wissen viele&#160;Kinder und Jugendliche sowieso, wie sie die von ihren Eltern eingestellten Beschränkungen auf den Smartphones umgehen können. Es ist aber klar, dass nicht alle Familien&#160;Zeit und Kompetenzen dafür haben, weshalb schützende Standardeinstellungen sehr wichtig sind.</p>
<p class="text-justify"><strong>Auch die besten Einstellungen und gesetzlichen Vorgaben werden wohl nicht vollständig verhindern können, dass Jugendliche verstörende Inhalte oder digitale Gewalt erleben. Was sollte dann geschehen?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Urs Gasser:</strong> Die Forschung zeigt, dass es wichtig ist, dass ältere Kinder und Jugendliche solche Inhalte und Verletzungen anonym melden können und sofort Beistand bekommen. In vielen Fällen schämen sie sich und fühlen sich schuldig. Dann ist es wichtig, dass eine solche Meldung nicht wochenlang im Nirgendwo verschwindet, sondern dass unmittelbar Verständnis gezeigt und Hilfe angeboten wird. Idealerweise sind es andere junge Menschen, die sagen: Ich verstehe dich, ich habe das auch schon erlebt. In einigen Ländern gibt es bereits Hilfsangebote, bei denen dafür trainierte Jugendliche mit Unterstützung von Profis als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bereit stehen. Solche Angebote sollten zum Standard werden.&#160;</p>
<p></p><hr />

<p class="text-justify">Neben technischen Lösungen betont die Studie auch die Bedeutung von Bildung und Beteiligung. Kinder und Jugendliche sind nicht nur zu schützende Nutzerinnen und Nutzer, sondern aktive Mitgestalter digitaler Räume. Studien zeigen, dass Resilienz besonders dann entsteht, wenn digitale Kompetenzen in den Alltag integriert werden und junge Menschen an der Entwicklung von Lösungen beteiligt sind. Schulen können hier eine Schlüsselrolle spielen, indem sie digitale Themen nicht isoliert behandeln, sondern in verschiedene Fächer einbinden und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern weiterentwickeln.</p>
<p></p><hr />

<p class="text-justify"><strong>Die Arbeitsgruppe schlägt außerdem vor, dass nicht nur Unternehmen Kinder und Jugendliche in den Designprozess einbinden. Auch die Schulen sollten mehr auf Beteiligung setzen.</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Sandra Cortesi</strong>: Ganz viele junge Menschen sagen heute, dass sie sich nicht wohl fühlen und nicht glücklich sind. Sie sehen in eine Zukunft mit vielen Gefahren und haben das Gefühl, das Heft des Handelns nicht in der Hand zu haben. Indem sie Kinder und Jugendliche beteiligen, haben die Schulen eine riesige Chance, ihnen zum einen eine Zukunft aufzuzeigen, in der die digitale Welt nicht nur voll von tausend Risiken ist, und ihnen zum anderen Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. Die Botschaft wäre nicht: „Wir zeigen euch, wie die digitale Welt funktioniert.“ Sondern: „Wir als Schulen haben einiges von euch zu lernen, weil wir vielleicht nicht alle Tools kennen, aber ihr genau wisst, wie man sie nutzen kann. Wir als Erwachsene haben aber auch Wichtiges beizutragen, sei es unsere gesellschaftlichen Werte oder unsere Erfahrung. Also lasst uns die Lerninhalte gemeinsam erstellen.“ Damit würde für die digitale Sicherheit von Kindern und Jugendlichen viel erreicht werden.</p>
<p class="text-justify"><i>Im Projekt „Frontiers in Digital Child Safety“ haben mehr als 40 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kinderrechtsorganisationen und gemeinnützigen Einrichtungen aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Technologie, Design, Psychologie und Recht zusammengearbeitet. Gefördert wurde das Projekt von Apple Inc. Die Projektgruppe wurde am TUM Think Tank von Prof. Sandra Cortesi und Prof. Urs Gasser in Zusammenarbeit mit Forschenden der Harvard University und der Universität Zürich koordiniert. Der TUM Think Tank bringt Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um gemeinsam Lösungsvorschläge und Instrumente zu drängenden Problemen zu entwickeln.</i></p>
<p class="text-justify"><br />Zur Publikation “<a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.aec7804" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Digital child safety at the frontier: From evidence to action</a>”<br />Zur <a href="https://tumthinktank.de/wp-content/uploads/FRONTIERS-IN-DIGITAL-CHILD-SAFETY.pdf" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Übersicht der Publikation</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Kontakt:</strong></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Sandra Cortesi<br />Professur für Participation and Diversity in Digital Societies<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: +49 89 289 24515<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4ckxnbk8mybdocsJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">sandra.cortesi@tum.de</a></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Urs Gasser<br />Lehrstuhl für Public Policy, Governance and Innovative Technology</p>
<p class="text-justify">Tel.: +49 89 907793 270<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4ebc8qkccobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">urs.gasser@tum.de</a></p>
<p class="text-justify"><i>Text: Klaus Becker/Bastian Daneyko<br />Foto: IKMZ / UZH / Claudia Thomas / Andreas Heddergott / TUM<br /></i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5483.atom</id>
				<title>Bewegung neu denken: DFG-Forschungsprogramm bei Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-04-07T13:50:00+02:00</published>
				<updated>2026-04-07T09:11:48+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/bewegung-neu-denken-dfg-forschungsprogramm-bei-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Startfoto_2d7acba952.jpg" width="200" height="158" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/bewegung-neu-denken-dfg-forschungsprogramm-bei-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik/">
                            Bewegung neu denken: DFG-Forschungsprogramm bei Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Wie gelingt es, Menschen ein Leben lang in Bewegung zu halten? Mit dieser Fragestellung begrüßt die <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a> der Technischen Universität München <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/team/wissenschaftliche-mitarbeitende/dr-johannes-carl/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Dr. Johannes Carl</a>, der im Rahmen des <a href="https://www.dfg.de/de/foerderung/foerdermoeglichkeiten/programme/einzelfoerderung/heisenberg" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Heisenberg-Programms</a> der <a href="https://www.dfg.de/de" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</a> ein auf fünf Jahre angelegtes, eigenständig entwickeltes Forschungsprogramm an die TUM bringt. Die Förderung umfasst eine Stelle als Nachwuchsgruppenleiter sowie einen weiteren DFG-Grant und ist mit dem Status als <a href="https://www.professoren.tum.de/tum-junior-fellows" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">TUM Junior Fellow mit Promotionsrecht </a>verbunden. Zuvor war der Sportwissenschaftler an der <a href="https://www.deakin.edu.au/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Deakin University</a> in Melbourne tätig.</p>
<p class="text-justify">„Da Dr. Johannes Carl und ich schon bei einigen Publikationen zusammengearbeitet haben, freut es mich nun sehr, dass wir diese Zusammenarbeit hier bei uns am Department Health and Sport Sciences intensivieren können. Zumal gerade der Fokus auf die bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz bei Heranwachsenden und deren Förderung zu einem der Kernbereiche unserer Professur gehören. Dank der Expertise von Johannes Carl und seines internationalen Netzwerks, können wir zukünftig diesen Forschungsschwerpunkt deutlich erweitern“, erklärt <a href="https://www.professoren.tum.de/mess-filip" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Filip Mess</a>, Leiter der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik.&#160;</p>
<p class="text-justify">Mit seinem Forschungsprogramm widmet sich Dr. Carl der zentralen Frage, welche individuellen Voraussetzungen Menschen benötigen, um ein Leben lang körperlich aktiv zu sein. Dabei verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz, der neben individuellen Faktoren auch strukturelle Bedingungen in Bildung, Sport und Gesundheitssystemen sowie politische Rahmenbedingungen berücksichtigt.</p>
<p class="text-justify">„Bewegung hat vielfältige Effekte auf die körperliche, psychische und soziale Gesundheit. Dennoch schöpfen wir dieses Potenzial gesellschaftlich noch nicht ausreichend aus“, erklärt Carl. „Unser Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Fähigkeiten Menschen benötigen, um dauerhaft aktiv zu bleiben und wie Systeme gestaltet sein müssen, um das zu unterstützen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Globaler Handlungsrahmen für mehr Bewegung</strong></p>
<p class="text-justify">Ein zentraler Bestandteil seiner bisherigen Arbeit ist die Entwicklung des „<a href="https://www.icsspe.org/sites/default/files/The%20Global%20Physical%20Literacy%20Action%20Framework.pdf" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Global Physical Literacy Action Frameworks</a>“, das Carl in den vergangenen zwei Jahren federführend mit internationalen Partnern erarbeitet hat. Das Konzept der Physical Literacy beschreibt die Fähigkeit, sich kompetent, motiviert und selbstbewusst in unterschiedlichen Bewegungssituationen zu bewegen. Es umfasst körperliche, kognitive, psychologische und soziale Aspekte.</p>
<p class="text-justify">Der globale Handlungsrahmen reagiert darauf, dass bestehende Bewegungsprogramme und Bildungsansätze diese Komplexität bislang oft nur unzureichend berücksichtigen. Ziel war es, einen gemeinsamen Orientierungsrahmen zu schaffen, an dem sich beispielsweise Bildungs-, Sport- und Gesundheitssysteme weltweit ausrichten können.&#160;</p>
<p class="text-justify">Das Framework wird von 21 führenden internationalen Organisationen im Bereich Bewegung und Gesundheit unterstützt – darunter UNESCO Chairs, AIESEP, ISPAH und ISBNPA. „Wir brauchen eine gemeinsame Sprache, um Bewegung ganzheitlich zu denken – das heißt auch über Ländergrenzen hinweg“, so Carl. „Gleichzeitig muss der Rahmen flexibel genug sein, um unterschiedliche kulturelle und strukturelle Voraussetzungen zu berücksichtigen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Monitoring und internationale Vernetzung</strong></p>
<p class="text-justify">In den kommenden fünf Jahren liegt der Fokus seiner Forschung auf der Umsetzung dieses globalen Handlungsrahmens. Geplant ist unter anderem der Aufbau eines „Global Physical Literacy Monitorings“, das untersucht, wie verschiedene Länder die Empfehlungen in ihren Systemen verankern und welche Effekte sich daraus ergeben. Die Wahl auf die TUM fiel unter anderem, weil innerhalb der <a href="https://www.mh.tum.de/mh/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">TUM School of Medicine and Health,</a> zum Beispiel zu den Themen Public Health (<a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/team/professor/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Michael Laxy</a>), Gesundheitskompetenz (<a href="https://www.professoren.tum.de/okan-orkan" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Orkan Okan</a>) und Sekundärdatenanalysen (<a href="https://kiinformatik.mri.tum.de/de/bce/team/alexander_hapfelmeier" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Alexander Hapfelmeier</a>), hohe gemeinsame Synergien entstehen können.</p>
<p class="text-justify">Dabei sollen zentrale gesellschaftliche Bereiche wie Schule, organisierter Sport und Gesundheitsversorgung systematisch analysiert und miteinander verglichen werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen abzuleiten und langfristig mehr Menschen für Bewegung zu gewinnen.</p>
<p class="text-justify">Parallel dazu übernimmt Carl eine leitende Rolle beim Aufbau der Arbeitsgruppe „Physical Literacy“ im europäischen Netzwerk <a href="https://www.who.int/europe/groups/hepa-europe-(european-network-for-the-promotion-of-health-enhancing-physical-activity)" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">HEPA Europe </a>der <a href="https://www.who.int/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Weltgesundheitsorganisation</a> (WHO).</p>
<p class="text-justify">„Schon kleine Veränderungen in großen Systemen können enorme Auswirkungen haben“, betont Dr. Carl. „Wenn es uns gelingt, die Rahmenbedingungen für Bewegung auch nur leicht zu verbessern, kann das einen großen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen, da wir damit viele Menschen erreichen können.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Internationale Datensätze und neue Forschungsprojekte</strong></p>
<p class="text-justify">Neben dem globalen Monitoring baut Carl weitere Forschungsprojekte auf. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenführung internationaler Datensätze zur sogenannten Physical Literacy von Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren.</p>
<p class="text-justify">Dabei werden weltweit erhobene Daten zu motorischen, kognitiven, motivationalen und sozialen Fähigkeiten gebündelt und vergleichend analysiert. So soll erstmals ein umfassender Überblick darüber entstehen, wie diese Fähigkeiten in verschiedenen Ländern ausgeprägt sind und wie sie mit tatsächlicher Bewegung und Gesundheit zusammenhängen.</p>
<p class="text-justify">Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, gezielt Ansatzpunkte für zukünftige Bewegungsprogramme zu identifizieren, etwa indem sichtbar wird, welche Fähigkeiten bislang vernachlässigt wurden und stärker gefördert werden sollten.</p>
<p class="text-justify"><strong>Beitrag zur Gesundheitsförderung über die Lebensspanne</strong></p>
<p class="text-justify">Ein zentrales Anliegen von Dr. Carls Forschung ist es, Bewegung nicht nur im Kindesalter, sondern über die gesamte Lebensspanne hinweg zu fördern. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass insbesondere im Jugendalter viele Menschen aus dem organisierten Sport aussteigen und die körperliche Aktivität im weiteren Lebensverlauf dann auch auf niedrigem Niveau bleibt.</p>
<p class="text-justify">Der ganzheitliche Ansatz der Physical Literacy zielt darauf ab, diesem Trend entgegenzuwirken, indem er stärker auf Motivation, individuelle Erfahrungen und soziale Aspekte von Bewegung eingeht. „Es geht nicht nur darum, sportliche Leistung zu fördern“, so Carl. „Vielmehr müssen wir Bedingungen schaffen, die möglichst viele Menschen dazu motivieren und befähigen, sich ein Leben lang zu bewegen.“</p>
<p class="text-justify"><i>Das Heisenberg-Programm richtet sich an qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits die Voraussetzungen für eine unbefristete Professur erfüllen. Es ermöglicht ihnen, ihre Forschung an einer Institution ihrer Wahl weiterzuführen, ihre wissenschaftliche Reputation auszubauen und sich gezielt auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten.&#160;</i></p>
<p class="text-justify"><br />Zur Homepage der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a><br />Zur Homepage des Projekts: <a href="https://blogs.deakin.edu.au/glopl/the-glopl-statement/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">„Global Physical Literacy Action Frameworks“</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Kontakt</strong></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Filip Mess<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: 089 289 24520<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4psvsz8woccJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">filip.mess(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify">Dr. Johannes Carl<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: 089 289 24974<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4tyrkxxoc8mkbvJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">johannes.carl(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify"><br /><i>Text: Bastian Daneyko<br />Fotos: Privat</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5479.atom</id>
				<title>Reformbedarf im Gesundheitssystem: FinanzKommission Gesundheit legt ersten Bericht vor – Prof. Sundmacher und Prof. Laxy beteiligt</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-31T11:38:21+02:00</published>
				<updated>2026-04-01T10:38:51+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/reformbedarf-im-gesundheitssystem-finanzkommission-gesundheit-legt-ersten-bericht-vor-prof-sundmacher-und-prof-laxy-beteiligt/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_IMG_7838_1__1__048c1a98f5.jpg" width="200" height="139" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/reformbedarf-im-gesundheitssystem-finanzkommission-gesundheit-legt-ersten-bericht-vor-prof-sundmacher-und-prof-laxy-beteiligt/">
                            Reformbedarf im Gesundheitssystem: FinanzKommission Gesundheit legt ersten Bericht vor – Prof. Sundmacher und Prof. Laxy beteiligt
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Die <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">FinanzKommission Gesundheit</a> hat am 30. März 2026 ihren <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdf" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">ersten Bericht mit Reformempfehlungen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)</a> vorgelegt. <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett/nina-warken-2342850" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken</a> nahm den Bericht im Rahmen der Bundespressekonferenz entgegen und stellte die Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Ziel der Kommission ist es, die Beitragssätze bereits ab 2027 zu stabilisieren und gleichzeitig ein hohes Versorgungsniveau zu sichern. Mit <a href="https://www.professoren.tum.de/sundmacher-leonie" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Leonie Sundmacher</a>, Leiterin der <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Gesundheitsökonomie</a>, und <a href="https://www.professoren.tum.de/laxy-michael" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Michael Laxy</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Public Health und Prävention</a>, sind gleich zwei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Departments Health and Sport Sciences der Technischen Universität München an der Kommission beteiligt.</p>
<p class="text-justify">Der Bericht verdeutlicht den akuten Handlungsbedarf: Ohne Reformen droht bereits im Jahr 2027 eine Finanzierungslücke von rund 15 Milliarden Euro, die bis 2030 auf etwa 40 Milliarden Euro anwachsen könnte. Gleichzeitig würden die Zusatzbeiträge für Versicherte deutlich steigen und damit das Solidaritätsprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend unter Druck geraten.</p>
<p class="text-justify">Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Kommission insgesamt 66 Reformempfehlungen erarbeitet. Diese umfassen Maßnahmen zur Begrenzung der Ausgabendynamik, zur Stärkung der Einnahmeseite sowie zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen. Ein zentraler Ansatz ist die stärkere Bindung der Ausgabenentwicklung an die Einnahmen, um die langfristige Finanzierbarkeit der GKV zu sichern. Darüber hinaus empfiehlt die Kommission, den Grundsatz der evidenzbasierten Medizin konsequent zu stärken und Leistungen ohne nachgewiesenen Nutzen künftig nicht mehr aus Mitteln der Solidargemeinschaft zu finanzieren.</p>
<p class="text-justify">Weitere Empfehlungen betreffen unter anderem:</p><ul><li><p class="text-justify">die Begrenzung von Über- und Fehlversorgung, etwa durch Zweitmeinungsverfahren,&#160;</p></li><li><p class="text-justify">eine moderate Anpassung von Zuzahlungen,&#160;</p></li><li><p class="text-justify">die stärkere steuerliche Finanzierung versicherungsfremder Leistungen,&#160;</p></li><li><p class="text-justify">sowie die Stärkung der Prävention, beispielsweise durch höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke.&#160;</p></li></ul><p class="text-justify">Würden alle vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt, dann ergäbe dies ein Gesamtvolumen von rund 42 Milliarden Euro im Jahr 2027 und etwa 64 Milliarden Euro bis 2030. Das würde sogar die prognostizierte Finanzierungslücke deutlich übersteigen und würde so politischen Entscheidungsträgern Spielräume bei der Auswahl und Umsetzung der Reformen eröffnen.</p>
<p class="text-justify">Prof. Sundmacher, stellvertretende Vorsitzende der Kommission, betont die Bedeutung wirksamer und nachhaltiger Maßnahmen: „Eine nachhaltige Finanzierung erfordert, dass Leistungen für die Solidargemeinschaft wirksam sind und langfristig bezahlbar bleiben. Deshalb gehört auch die Stärkung der Prävention zu unseren Empfehlungen. Eine Anhebung der Steuern auf risikobehaftete Konsumgüter schafft Anreize für ein gesünderes Verhalten und trägt dazu bei, die Solidargemeinschaft zu entlasten.“</p>
<p class="text-justify">Auch Prof. Laxy unterstreicht die Notwendigkeit eines integrierten Reformansatzes: „Eine nachhaltige Stabilisierung der GKV kann nur durch ein Zusammenspiel aus evidenzbasierter, effizienter Versorgung und Prävention gelingen. Besonders wichtig ist dabei, gesundheitliche Ungleichheiten mitzudenken und Lasten fair zu verteilen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen liefern dafür einen konkreten und kurzfristig wirksamen Beitrag – der bereits ab 2027 zur finanziellen Stabilisierung beiträgt.“</p>
<p class="text-justify"><a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-sundmacher-und-prof-laxy-in-finanzkommission-gesundheit-berufen/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Bereits im Vorfeld hatten der Arbeitsbereich für Medien und Kommunikation und die TUM über die Berufung von Prof. Sundmacher und Prof. Laxy in die FinanzKommission Gesundheit berichtet.</a> Mit ihrer Beteiligung bringen beide ihre wissenschaftliche Expertise in Gesundheitsökonomie sowie Public Health und Prävention in die gesundheitspolitische Debatte ein und tragen dazu bei, evidenzbasierte Reformansätze für die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems zu entwickeln.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zum <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdf" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Bericht der FinanzKommission Gesundheit</a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Gesundheitsökonomie</u></a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Public Health und Prävention</u></a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Leonie Sundmacher<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24464<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4voyxso8cexnwkmrobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">leonie.sundmacher(at)tum.de</a></p>
<p>Prof. Dr. Michael Laxy<br />Professur für Public Health und Prävention<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24977<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4wsmrkov8vkhiJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">michael.laxy(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Dr. Romy Schwaiger/FinanzKommission Gesundheit<br />Fotos: BMG/Heinl, Astrid Eckert, TUM</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5474.atom</id>
				<title>Neue Studie der Professur für Psychology &amp; Digital Mental Health Care zeigt: Internetbasierte Präventionsprogramme können Risiko für Depressionen senken</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-26T15:25:00+01:00</published>
				<updated>2026-03-26T09:19:19+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/neue-studie-der-professur-fuer-psychology-digital-mental-health-care-zeigt-internetbasierte-praeventionsprogramme-koennen-risiko-fuer-depressionen-senken/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_npj_digital_medicine_fcf1becb08.jpg" width="200" height="47" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/neue-studie-der-professur-fuer-psychology-digital-mental-health-care-zeigt-internetbasierte-praeventionsprogramme-koennen-risiko-fuer-depressionen-senken/">
                            Neue Studie der Professur für Psychology &amp; Digital Mental Health Care zeigt: Internetbasierte Präventionsprogramme können Risiko für Depressionen senken
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Digitale Programme könnten zukünftig eine wichtige Rolle in der Prävention psychischer Erkrankungen spielen. Eine aktuelle Studie eines Forschungsgremiums um <a href="https://www.hs.mh.tum.de/digitalhealth/team/prof-dr-david-daniel-ebert/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. David Daniel Ebert</a> zeigt, dass ein internetbasiertes Präventionsprogramm das Risiko, eine depressive Störung oder eine Angststörung zu entwickeln, signifikant reduzieren kann. Die Ergebnisse der Studie „<a href="https://www.nature.com/articles/s41746-025-01990-8" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Internet-based indicated prevention of anxiety and depression disorder onset three-arm randomized clinical trial</a>“ wurden im Fachjournal <a href="https://www.nature.com/npjdigitalmed/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer"><i>npj Digital Medicine</i></a> der Nature Publishing Group veröffentlicht. Das Journal hat einen Impact-Faktor von 15,1.</p>
<p class="text-justify">Im Mittelpunkt der Untersuchung steht ein sogenanntes transdiagnostisches Interventionskonzept. Anders als viele klassische Programme richtet es sich nicht nur an einzelne Problemgebiete, sondern adressiert gleichzeitig depressive und angstbezogene Schwierigkeiten. Hintergrund ist, dass beide Erkrankungen zahlreiche gemeinsame Risikofaktoren aufweisen, darunter traumatische Lebenserfahrungen, emotionale Vernachlässigung, eine ausgeprägte Neigung zu Sorgen oder eine geringe Selbstwirksamkeit.</p>
<p class="text-justify">„Die Studie zeigt, wie groß das Potenzial von digitaler Prävention sein kann. Sie kann Menschen bereits in einer frühen Phase erreichen, bevor psychische Erkrankungen in vollem Umfang ausbrechen, und dazu beitragen, die Entwicklung von Depressionen und Angststörungen wirksam zu verhindern“, erklärt Prof. Ebert, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/digitalhealth/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professor für Psychology &amp; Digital Mental Health Care</a>.</p>
<p class="text-justify"><strong>Digitales Training über mehrere Wochen</strong></p>
<p class="text-justify">An der randomisierten kontrollierten Studie nahmen 566 Erwachsene mit erhöhten, aber noch nicht klinisch diagnostizierten depressiven oder angstbezogenen Symptomen teil. Ziel war es, den Übergang von ersten Warnzeichen zu einer manifesten psychischen Erkrankung zu verhindern. „Wir waren selbst überrascht, wie groß die Effekte in der Prävention ausfallen: eine 41-prozentige Reduktion depressiver Symptome und 53 Prozent bei Angststörungen“, sagt Prof. Ebert.</p>
<p class="text-justify">Die Teilnehmenden durchliefen über mehrere Wochen ein strukturiertes Onlineprogramm. Dieses umfasste acht digitale Sitzungen mit Videos, psychoedukativen Inhalten und konkreten Reflexionsaufgaben. Vermittelt wurden unter anderem Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie, etwa zum Umgang mit belastenden Gedanken, Sorgen oder Stimmungsschwankungen.</p>
<p class="text-justify">Der Schwerpunkt lag jedoch nicht allein auf den wöchentlichen Lektionen. Entscheidend war vor allem die Umsetzung im Alltag. Die Teilnehmenden wurden dazu angeleitet, neue Verhaltensweisen systematisch auszuprobieren, ihre Erfahrungen zu reflektieren und daraus individuelle Trainingspläne zu entwickeln. Das Programm konnte dabei im Verlauf personalisiert werden, sodass Inhalte stärker an die individuellen Bedürfnisse angepasst wurden.</p>
<p class="text-justify"><strong>Individuelle und automatisierte Unterstützung</strong></p>
<p class="text-justify">Ein besonderes Augenmerk der Studie lag auf der Frage, welche Form der Unterstützung für digitale Präventionsprogramme notwendig ist. Dafür wurden drei Gruppen miteinander verglichen: Eine Gruppe erhielt individuelles Feedback durch Psychologinnen und Psychologen, eine zweite ausschließlich automatisierte Rückmeldung eines Algorithmus, während eine dritte Kontrollgruppe keine zusätzliche Intervention erhielt.</p>
<p class="text-justify">Die persönliche Rückmeldung bestand vor allem darin, bearbeitete Aufgaben zu kommentieren und die Teilnehmenden im Lernprozess zu begleiten. Die automatisierte Variante generierte dagegen standardisierte, positiv formulierte und validierende Texte. „Erstaunlich war, dass die individuelle und die automatische Rückmeldung nahezu gleich wirksam waren. Damit wird Prävention plötzlich deutlich skalierbarer“, erklärt Prof. Ebert.</p>
<p class="text-justify"><strong>Früher ansetzen statt nur behandeln</strong></p>
<p class="text-justify">Die Ergebnisse berühren eine grundlegende Herausforderung der psychischen Gesundheitsversorgung. Viele Versorgungssysteme sind primär auf eine Behandlung ausgerichtet – also darauf, Menschen erst dann zu unterstützen, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt. Gleichzeitig vergeht häufig viel Zeit, bis Betroffene überhaupt Hilfe suchen.</p>
<p class="text-justify">Digitale Präventionsprogramme könnten hier eine wichtige Lücke schließen. Sie sind niedrigschwellig verfügbar und können bereits in frühen Phasen eingesetzt werden, wenn erste Symptome auftreten. „Die Schwere der Symptome ist dabei weniger entscheidend. Wichtig ist viel mehr, ob Menschen bereit sind, etwas zu lernen und aktiv mitzumachen“, sagt Ebert.</p>
<p class="text-justify">Derartige Programme richten sich insbesondere an Menschen, die motiviert sind, Strategien zu erlernen, um ihr Befinden langfristig zu verbessern sowie den Umgang mit Sorgen und Ängsten zu erleichtern. Für Personen mit schweren psychotischen Erkrankungen wie Schizophrenie sind sie dagegen nicht konzipiert. Auch bei ausgeprägten Suizidgedanken sollte digitale Prävention immer mit zusätzlicher professioneller Unterstützung kombiniert werden.</p>
<p class="text-justify"><strong>Potenzial für eine breitere Anwendung</strong></p>
<p class="text-justify">Bereits heute existieren digitale Angebote zur Behandlung von Depressionen. Präventionsprogramme, die gezielt vor dem Ausbruch einer Erkrankung ansetzen, sind vergleichsweise selten. Die Studienergebnisse zeigen, dass internetbasierte Interventionen eine effektive sowie effiziente Möglichkeit darstellen könnten, den Übergang von subklinischen Symptomen zu einer diagnostizierten Depression oder Angststörung zu verhindern oder zumindest deutlich hinauszuzögern.&#160;</p>
<p class="text-justify">Langfristig könnten solche Programme zu einer wichtigen Ergänzung der klassischen Versorgung werden – insbesondere, um Menschen frühzeitig zu erreichen und präventiv zu unterstützen.</p>
<p class="text-justify">Zur Homepage der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/digitalhealth/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Psychology &amp; Digital Mental Health Care</a><br />Zur Studie: “<a href="https://www.nature.com/articles/s41746-025-01990-8" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Internet-based indicated prevention of anxiety and depression disorder onset three-arm randomized clinical trial</a>”</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Prof. Dr. David Daniel Ebert<br />Professur für Psychology &amp; Digital Mental Health Care<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4nkfsn8nkxsov8olobdJdew8no" data-mailto-vector="10" class="mail ti ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">david.daniel.ebert@tum.de</a></p>
<p><i>Text: Bastian Daneyko<br />Fotos: npj Digital Medicine/Privat</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5471.atom</id>
				<title> „Schulcampus Luitpoldpark“: Kooperationsprojekt der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik mit der Landeshauptstadt München</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-24T13:40:00+01:00</published>
				<updated>2026-03-24T09:23:03+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/schulcampus-luitpoldpark-kooperationsprojekt-der-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik-mit-der-landeshauptstadt-muenchen/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/9/4/csm_Spielplatz_im_Gruenen_bei_Sonnenschein_1f1d2de5ad.png" width="200" height="134" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/schulcampus-luitpoldpark-kooperationsprojekt-der-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik-mit-der-landeshauptstadt-muenchen/">
                             „Schulcampus Luitpoldpark“: Kooperationsprojekt der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik mit der Landeshauptstadt München
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Die Landeshauptstadt München investiert seit 2014 im Rahmen ihrer Schulbauoffensive rund zehn Milliarden Euro in die Sanierung sowie den Aus- oder Neubau schulischer Infrastruktur. Damit verbunden ist die Herausforderung, im urbanen Raum funktionale Bildungsflächen zu schaffen, ohne ökologische Anforderungen aus dem Blick zu verlieren. Besonders deutlich wird dieser Zielkonflikt an innerstädtischen Schulstandorten, an denen begrenzte Flächen, hohe Nutzungsanforderungen und klimaökologische Vorgaben gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.</p>
<p class="text-justify">Genau an diesem Punkt setzt das Kooperationsprojekt „<a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/forschungsprojekte/zukunftsfaehiger-schulcampus/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Schulcampus Luitpoldpark</a>“ der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a> mit der Stadt München an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie schulische Sportflächen künftig flexibler, ressourcenschonender und stärker am tatsächlichen Bedarf des heutigen Sportunterrichts ausgerichtet werden können. Grundlage ist dabei eine wissenschaftliche Analyse des aktuellen LehrplanPLUS im Fach Sport.</p>
<p class="text-justify">„Obwohl das Projekt mit den ganzen Akteuren und Disziplinen sehr anspruchsvoll war, durften wir im Rahmen der Kooperation nicht nur ganz neue Sichtweisen auf die Themen Bewegung – Gesundheit – kommunaler Raum kennenlernen. Es ist uns darüber hinaus auch gelungen, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Relevanz zu verbinden“, erläutert <a href="https://www.professoren.tum.de/mess-filip" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Filip Mess</a>, Leiter der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik. „Nicht zuletzt, können wir die Erkenntnisse auch direkt in unsere lehramtsbezogenen Lehrveranstaltungen integrieren und so die zukünftigen Sport-Lehrkräfte an diesen Entwicklungen teilhaben lassen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Innovative Sportflächen für den Schulcampus am Luitpoldpark</strong></p>
<p class="text-justify">Seit Anfang 2023 ist die Arbeitsgruppe an der Machbarkeitsstudie für den Schulcampus am Luitpoldpark beteiligt. Auf dem Gelände in Schwabing sollen Bewegungsmöglichkeiten und Raumkonzepte für zukünftig zwei Gymnasien und eine Realschule entstehen. Aufgrund des hohen Sanierungs- und Erweiterungsbedarfs zählt das Vorhaben zu den größeren kommunalen Bildungsbauprojekten der Stadt.</p>
<p class="text-justify">Die Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik übernimmt innerhalb des interdisziplinären Planungsteams die Aufgabe, schulische Bewegungs- und Sportflächen didaktisch neu zu denken. Ziel ist es, formalen Sportunterricht, informelle Bewegungsangebote, Gesundheitsaspekte und ökologische Anforderungen in einem gemeinsamen Raumkonzept zu verbinden.&#160;</p>
<p class="text-justify">Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Arbeit war die Analyse bestehender Standardraumprogramme für schulische Sportanlagen. Diese orientieren sich vielerorts noch an Planungsgrundlagen aus den 1970er Jahren und sehen großformatige Sportflächen wie Rasenspielfelder oder Hartplätze vor. Die Auswertung des LehrplanPLUS zeigte jedoch, dass viele dieser Flächen in ihrer bisherigen Größe und Anzahl für die Umsetzung des heutigen Schulsports nicht zwingend erforderlich sind.&#160;</p>
<p class="text-justify"><a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/team/wissenschaftliche-mitarbeitende/dr-jan-schmid-ellinger/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Dr. Jan Schmid-Ellinger</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik, betont: „Die Analyse des LehrplanPLUS zeigt, dass schulische Sportflächen heute anders gedacht werden können als noch vor einigen Jahrzehnten. Es geht nicht nur darum, möglichst viele klassische Sportanlagen bereitzustellen, sondern Räume zu schaffen, die Bewegung, Gesundheit und Aufenthalt sinnvoll miteinander verbinden.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Weniger Versiegelung, mehr Flexibilität</strong></p>
<p class="text-justify">Statt großflächiger Sportanlagen entstand so ein alternatives Konzept mit kleinteiligeren, multifunktionalen Bewegungsflächen. Dadurch reduziert sich die versiegelte Fläche deutlich, gleichzeitig bleiben mehr Bestandsbäume erhalten und es entstehen zusätzliche Freiräume für Aufenthaltsqualität, Verschattung und klimaangepasste Gestaltung.</p>
<p class="text-justify">Die zentrale Erkenntnis: „Heutzutage ist man im Schulsport nicht mehr so stark darauf fixiert, einzelne Sportarten zu vermitteln“, so Dr. Schmid-Ellinger. „Vielmehr geht es darum, Kinder zu lebenslanger Bewegung zu motivieren und Räume zu schaffen, die genau das unterstützen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Modellcharakter für zukünftige Schulbauprojekte</strong></p>
<p class="text-justify">Das Projekt am Luitpoldpark besitzt Modellcharakter, da erstmals exemplarisch geprüft wird, wie alternative schulische Sportflächen auf Basis des Lehrplans umgesetzt werden können, ohne das bestehende Standardraumprogramm grundsätzlich abzulösen.</p>
<p class="text-justify">Parallel dazu arbeitet die Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik bereits an einem weiteren Schulstandort im Stadtteil Moosach. Dort wird im Zuge der Wohnraumnachverdichtung eine Grundschule erweitert. Auch hier lassen die beengten Grundstücksverhältnisse klassische Sportflächen nur eingeschränkt zu.</p>
<p class="text-justify">Die Arbeitsgruppe analysiert deshalb aktuell den LehrplanPLUS für Grund- und Mittelschulen, um auch für diese Schulformen alternative Raumkonzepte zu entwickeln. Ziel ist es, bis Mitte 2026 wissenschaftlich fundierte Grundlagen vorzulegen, die künftig in weitere Schulbauprojekte der Stadt einfließen können.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wissenschaftliche Perspektive auf schulische Bewegungsräume</strong></p>
<p class="text-justify">Das Projekt verdeutlicht, wie sportdidaktische Forschung unmittelbar in kommunale Planungsprozesse eingebunden werden kann. Gleichzeitig zeigt es, dass schulische Bewegungsräume künftig nicht nur unter funktionalen Gesichtspunkten betrachtet werden, sondern stärker als Teil gesundheitsfördernder, ökologisch verträglicher und urban integrierter Bildungsräume verstanden werden.</p>
<p class="text-justify">„Wir verstehen das Projekt als ein exemplarisches Umsetzungsbeispiel. Es zeigt, dass alternative Lösungen möglich sind, wenn man den schulischen Bedarf konsequent aus dem Lehrplan heraus denkt und gleichzeitig ökologische sowie städtebauliche Anforderungen berücksichtigt“, erläutert Schmid-Ellinger abschließend.&#160;</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/forschungsprojekte/zukunftsfaehiger-schulcampus/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage des Projekts: „Schulcampus Luitpoldpark“</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Kontakt</strong></p>
<p>Prof. Dr. Filip Mess<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24520<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4psvsz8woccJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">filip.mess(at)tum.de</a></p>
<p>Dr. Jan Schmid-Ellinger<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24974<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4tkx8ovvsxqobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">jan.ellinger(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify"><i>Text: Bastian Daneyko</i><br /><i>Fotos: Privat/ChatGPT</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5466.atom</id>
				<title>M-CHEP offiziell gegründet: Neues Forschungsnetzwerk bündelt gesundheitsökonomische Expertise</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-20T13:53:00+01:00</published>
				<updated>2026-03-20T16:34:35+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/m-chep-offiziell-gegruendet-neues-forschungsnetzwerk-buendelt-gesundheitsoekonomische-expertise/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_DSC_6282_59ede6eeb0.jpg" width="200" height="134" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/m-chep-offiziell-gegruendet-neues-forschungsnetzwerk-buendelt-gesundheitsoekonomische-expertise/">
                            M-CHEP offiziell gegründet: Neues Forschungsnetzwerk bündelt gesundheitsökonomische Expertise
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Startschuss für das neue Forschungsnetzwerk im Bereich der Gesundheitsökonomie am <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/department/standorte/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">TUM Campus im Olympiapark</a>: Mit der Gründungsveranstaltung am vergangenen Freitag, den 20. März 2026, wurde das <a href="https://www.m-chep.de/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Munich Center for Health Economics and Policy </a>(M-CHEP) offiziell ins Leben gerufen.&#160;</p>
<p class="text-justify">Initiiert wurde das Center am Department Health and Sport Sciences der Technischen Universität München unter Federführung von <a href="https://www.professoren.tum.de/sundmacher-leonie" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Leonie Sundmacher</a>, Leiterin der <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Professur für Gesundheitsökonomie</a>. Das Netzwerk vereint gesundheitsökonomische sowie gesundheitspolitische Expertise und soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis im Gesundheitswesen forcieren.</p>
<p class="text-justify"><strong>Feierliche Eröffnung des M-CHEP mit prominenten Gästen</strong></p>
<p class="text-justify">Zur Eröffnungsfeier kamen rund 250 hochkarätige Gäste aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswirtschaft und Selbstverwaltung. Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, <a href="https://judith-gerlach.de/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Judith Gerlach</a>, eröffnete die Veranstaltung: „Unser Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Dabei müssen wir uns gesamtgesellschaftlich die Frage stellen: Wie setzen wir knappe Ressourcen effizient ein und stellen dabei die bestmögliche Versorgung sicher? Das neue Zentrum hier in München als größtes seiner Art in Süddeutschland kann dabei ein wichtiger Motor sein und Impulse liefern, wie das Gesundheitssystem zukunftsfest aufgestellt und die Gesundheit der Bevölkerung weiter verbessert werden können.“</p>
<p class="text-justify">Auch <a href="https://www.professoren.tum.de/winkelmann-juliane" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Juliane Winkelmann</a>, Geschäftsführende Vizepräsidentin der TUM für Internationale Allianzen und Alumni, sowie <a href="https://www.professoren.tum.de/combs-stephanie" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Stephanie Combs</a>, Dekanin der <a href="https://www.mh.tum.de/mh/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">TUM School of Medicine and Health</a>, hoben die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit hervor.&#160;</p>
<p class="text-justify">„Mit der Gründung des Munich Center for Health Economics and Policy entsteht ein neues Center für die gesundheitsökonomische Zusammenarbeit über Universitätsgrenzen hinweg. Dass sich 16 Lehrstühle aus mehreren Universitäten in diesem Netzwerk zusammenschließen, zeigt den gemeinsamen Anspruch, Forschung hervorzubringen, die Gesundheitssysteme nachhaltig verbessert und Erkenntnisse dort ankommen lässt, wo sie gebraucht werden – in Politik, in Selbstverwaltung und in Versorgungspraxis. Gerade bei den komplexen Herausforderungen im Gesundheitswesen braucht es wissenschaftliche Evidenz als Grundlage für tragfähige und gesellschaftlich verantwortliche Entscheidungen“, sagt Prof. Winkelmann.</p>
<p class="text-justify">„Das Munich Center for Health Economics and Policy bündelt Expertise über alle Ebenen der Gesundheitsversorgung und markiert einen Wendepunkt dafür, wie wir Medizin und Versorgung gestalten. Gesundheitsökonomie bietet einen gemeinsamen Rahmen, um Forschung und Lehre direkt in die Praxis zu übertragen. So kann das Center aktiv dazu beitragen, die Zukunft des Gesundheitssystems nachhaltig mitzugestalten und zu verbessern“, erklärt Prof. Combs.</p>
<p class="text-justify"><strong>Forschungsnetzwerk bündelt Expertise aus fünf Universitäten</strong></p>
<p class="text-justify">Im Anschluss stellten Prof. Dr. Leonie Sundmacher, wissenschaftliche Leiterin des neuen Centers, und <a href="https://www.chec-tum.de/sebastian-himmler" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Dr. Sebastian Himmler</a>, Geschäftsführer des M-CHEP, das Munich Center for Health Economics and Policy und dessen strategische Ausrichtung vor. Im M-CHEP arbeiten 16 Professuren und Lehrstühle aus den Bereichen Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik zusammen. Beteiligt sind neben den TUM-Professorinnen und Professoren auch Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Augsburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Universität Bayreuth.&#160;</p>
<p class="text-justify">„Mit M-CHEP etablieren wir ein gemeinsames Netzwerk, das die gesundheitsökonomische Expertise in Bayern zusammenführt und den wissenschaftlichen Austausch weiter ausbaut“, betont Prof. Sundmacher. „Gerade bei zentralen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung – etwa in den Bereichen Finanzierung, Versorgungsstrukturen oder Prävention – braucht es interdisziplinäre Zusammenarbeit, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.“</p>
<p class="text-justify">„Mit dem Center schaffen wir erstmals eine strukturierte Plattform für die Gesundheitsökonomie im süddeutschen, insbesondere im bayerischen Raum“, erklärt Dr. Himmler.&#160;</p>
<p class="text-justify">Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte über Institutions- und Universitätsgrenzen hinweg. Gleichzeitig soll das Center den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und bestehende Formate wie gemeinsame PhD-Seminare, Summer Schools und spezialisierte Doktorandenkurse weiter ausbauen. Zudem betreibt das Center policy-relevante Forschung, die gezielt Impulse für gesundheitspolitische Entscheidungen liefern soll. Die Expertise der Beteiligten fließt bereits in politische Beratungsgremien ein, etwa über Prof. Sundmacher und <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/team/professor/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Michael Laxy</a> als Mitglieder der von Bundesgesundheitsministerin <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett/nina-warken-2342850" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Nina Warken</a> berufenen <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/finanzkommission-gesundheit-pm-12-09-2025" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">FinanzKommission Gesundheit</a>. Auch Prof. Dr. Amelie Wuppermann von der Universität Bayreuth, ebenfalls Teil des M-CHEP-Netzwerks, gehört diesem Gremium an.</p>
<p class="text-justify"><strong>Internationale Perspektiven auf Gesundheitsökonomie und Primärversorgung</strong></p>
<p class="text-justify">Ergänzt wurde die Veranstaltung durch internationale Perspektiven, etwa die Keynote-Vorträge von Nils Gutacker von der University of York zum Thema „The success story of health economics in the UK“ und von Dorte Gyrd-Hansen von der University of Southern Denmark zu „Gatekeeping und Primärarztsystem: Insights from Denmark“, die von <a href="https://www.professoren.tum.de/sudharsanan-nikkil" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Nikkil Sudharsanan</a>, Leiter der <a href="https://sites.google.com/view/tumbehavscihealth" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Professur für Behavioral Science for Disease Prevention and Health Care</a>, eingeleitet wurden.&#160;</p>
<p class="text-justify">Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung und Wissenschaft über Perspektiven der Primärversorgung und mögliche Reformansätze für Gesundheitssysteme.&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur&#160;<a href="https://www.m-chep.de/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Homepage des M-CHEP</a><br />Zur&#160;<a href="https://www.chec-tum.de/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Homepage der Professur für Gesundheitsökonomie</a></p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Leonie Sundmacher<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24464<br />E-Mail:&#160;<a href="#" data-mailto-token="wksvdy4voyxso8cexnwkmrobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">leonie.sundmacher(at)tum.de</a></p>
<p>Dr. Sebastian Himmler<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24465<br />E-Mail:&#160;<a href="#" data-mailto-token="wksvdy4colkcdskx8rswwvobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">sebastian.himmler(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Bastian Daneyko<br />Fotos: Bastian Daneyko/Iryina Iashenko</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5468.atom</id>
				<title>Von Medaillenträumen zu Lehrträumen: TUM-Studentin und Olympiateilnehmerin Tatjana Paller über das Skibergsteigen und ihr Studium</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-18T15:50:00+01:00</published>
				<updated>2026-03-18T09:55:47+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/von-medaillentraeumen-zu-lehrtraeumen-tum-studentin-und-olympiateilnehmerin-tatjana-paller-ueber-das-skibergsteigen-und-ihr-studium/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_20251124_leon_hoesch_45_ab67b49866.jpg" width="200" height="300" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/von-medaillentraeumen-zu-lehrtraeumen-tum-studentin-und-olympiateilnehmerin-tatjana-paller-ueber-das-skibergsteigen-und-ihr-studium/">
                            Von Medaillenträumen zu Lehrträumen: TUM-Studentin und Olympiateilnehmerin Tatjana Paller über das Skibergsteigen und ihr Studium
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify"><a href="https://www.instagram.com/tatjana_paller/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Tatjana Paller</a> gehört seit 2020 zur Spitze des deutschen Skibergsteigens und verbindet ihre sportliche Karriere mit einem Studium am <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Department Health and Sport Sciences</a> im Bereich „<a href="https://www.mh.tum.de/mh/studium/sport-und-gesundheitswissenschaftliche-studiengaenge/studierende/studiengaenge/lehramtsstudiengaenge-staatsexamen-bed-med/unterrichts-und-erweiterungsfach-sport/lehramt-an-realschulen/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Lehramt an Realschulen - Unterrichtsfach Sport</a>“. Aufgewachsen in Lenggries, hatte die Oberbayerin von klein auf eine Verbindung zu den Bergen. Zunächst Ski Alpin, anschließend eine professionelle Karriere im Radsport und schließlich das Skibergsteigen.</p>
<p class="text-justify">Bei den Olympischen Spielen 2026 zeigte Tatjana Paller große Kämpferqualitäten: Im Sprint verpasste sie als Vierte eine Medaille nur ganz knapp um 3,04 Sekunden. In der Mixed-Staffel belegte sie gemeinsam mit Finn Hösch den siebten Rang.</p>
<p class="text-justify"><i>Tatjana Paller sprach mit dem </i><a href="https://www.hs.mh.tum.de/spomekom/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><i>Arbeitsbereich für Medien und Kommunikation</i></a><i> über ihre Olympiaerfahrungen und ihr Studium, das sie seit dem Wintersemester 2019/2020 am Department Health and Sport Sciences absolviert.</i></p>
<p class="text-justify"><strong>Tatjana Paller, wie haben Sie den Moment erlebt, als Sie erstmals bei Olympischen Spielen an den Start gegangen sind?&#160;</strong></p>
<p class="text-justify">„Der Moment war einfach großartig. Ich habe so lange darauf hingearbeitet, und plötzlich wird mir bewusst, dass ich ein Ziel erreicht habe, von dem ich schon als Kind geträumt hatte. Es war nicht nur pure Freude, sondern auch viel Anspannung und Druck in den Tagen davor, weil ich wusste, wie wichtig dieser Moment ist. Trotzdem überwiegt für mich das überwältigende Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben. Ein Moment, den ich nie vergessen werde, und der Beweis, dass sich harte Arbeit und Training wirklich lohnen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Sie wurden im Sprint Vierte und verpassten eine Medaille nur um wenige Sekunden. Überwiegt inzwischen der Stolz auf Ihre Leistung oder der Ärger über das knapp verpasste Podium?&#160;</strong></p>
<p class="text-justify">„Natürlich wünscht man sich als Sportlerin eine Medaille, niemand möchte Vierter werden. Aber inzwischen überwiegt für mich der Stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich habe mich intensiv auf den Wettkampf vorbereitet, alles gegeben und konnte mich nach einem holprigen Start, bei dem das Startsignal fehlte und ich als Letzte losgelaufen bin, bis auf Platz vier nach vorne kämpfen. Ich habe alles versucht, um das beste Ergebnis herauszuholen. Ich kann mir nichts vorwerfen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Das Skibergsteigen war nun erstmals olympische Disziplin. Was fasziniert Sie besonders an dieser Sportart?</strong></p>
<p class="text-justify">„Grundsätzlich liebe ich es, in den Bergen unterwegs zu sein. Für mich ist Skibergsteigen ein spannender Mix aus Ausdauer, weil ich bergauf gehen muss, und Technik, weil auch Abfahrtsfähigkeiten gefragt sind. Ich brauche Schnellkraft, Ausdauer, Koordination und die Fähigkeit, meine eigenen Grenzen auszureizen. Gerade beim Sprinten muss ich schnell und kräftig sein, gleichzeitig aber auch die Ausdauer haben, um den ganzen Tag durchzuhalten, denn die Wettkämpfe sind sehr lang. Dazu kommt die Technik bei den Wechseln und natürlich das Skifahren selbst. Dieses Zusammenspiel macht den Sport für mich so besonders. Die Vielseitigkeit und die Anforderungen auf allen Ebenen – körperlich, technisch und mental – machen ihn unglaublich interessant.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Nach Ihrer knapp verpassten Teilnahme 2016 im Bahnradsport waren Sie nun bei Olympia im Skibergsteigen dabei. Welche persönliche Bedeutung hatte diese zweite Chance für Sie?&#160;</strong>„Als ich damals vom Radsport zum Skibergsteigen gewechselt habe, wusste ich noch gar nicht, dass der Sport einmal olympisch sein wird. Ich habe es einfach aus Leidenschaft gemacht, weil mich der Sport fasziniert und es von klein auf mein Element ist. Dass Skibergsteigen dann tatsächlich olympisch wurde, habe ich erst zwei Jahre später erfahren. Da dachte ich sofort: ‚Wow, jetzt könnte ich diesen Traum von Olympia doch noch verwirklichen.‘ Deshalb habe ich noch einmal Vollgas gegeben und professioneller trainiert, weil ich diese Chance auf keinen Fall verpassen wollte.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Was nehmen Sie von den Olympischen Spielen für Ihre weitere sportliche Entwicklung mit? Welche Ziele haben Sie für die kommenden Jahre?&#160;</strong></p>
<p class="text-justify">„Ich hoffe sehr, dass der Sport noch einmal olympisch wird, weil er gut angekommen ist und viel Aufmerksamkeit erzeugt hat. Mein Ziel ist es definitiv, 2030 noch einmal teilzunehmen, am liebsten, um vom vierten Platz aufs Podium zu klettern und mir dann auch noch den Traum von einer Medaille zu erfüllen. Gleichzeitig bin ich sehr zufrieden damit, wie mein Leben läuft. Ich kann mich voll auf den Sport konzentrieren, bin durch die Bundeswehr finanziell abgesichert und habe eine Struktur, die es mir ermöglicht, Training und Studium optimal zu verbinden. Ich möchte einfach weitermachen, die nächsten Jahre intensiv nutzen, fokussiert bleiben, den Spaß am Sport nicht verlieren und mit dem Wissen aus meinem ersten Olympia-Erlebnis den Wettkampf mental etwas entspannter angehen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie gefällt Ihnen das Studium „Sport auf Realschullehramt“ an der TUM und wie gelingt es Ihnen, Training und Uni-Alltag zu verbinden?&#160;</strong></p>
<p class="text-justify">„Mir gefällt das Studium sehr gut. Mir fehlen nur noch wenige Prüfungen, die ich mit dem Sport gut vereinbaren kann. Besonders die Sportkurse am TUM Campus im Olympiapark machen großen Spaß, weil ich gerne neue Sportarten ausprobiere, mich reinversetze in die Athletinnen und Athleten und versuche, sportlich besser zu werden. Die TUM gibt mir die Möglichkeit, Theorie und Praxis optimal zu verbinden. Auch wenn wir im Winter viel unterwegs sind, konnte ich immer wieder den Fokus auf mein Training legen und das Studium so gestalten, dass beides funktioniert. Die Dozentinnen und Dozenten sind super verständnisvoll, weil sie selbst aus dem Sport kommen. So spüre ich immer den Rückhalt von der Universität und vom Department Health and Sport Sciences.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Was glauben Sie, inwiefern hilft Ihnen Ihre Erfahrung als Leistungssportlerin für Ihren späteren Beruf als Lehrerin?&#160;</strong></p>
<p class="text-justify">„Leistungssport lehrt Disziplin, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit – Eigenschaften, die in jedem Beruf, besonders aber als Lehrerin, sehr wertvoll sind. Man lernt, sich Ziele zu setzen, dranzubleiben und auch bei schwierigen Bedingungen weiterzumachen. Ich kann meine eigene Leidenschaft für den Sport authentisch weitergeben, Schülerinnen und Schüler motivieren und ihnen zeigen, wie man durch Training und Hingabe etwas erreichen kann. Das ist für mich ein großer Vorteil und macht die Arbeit als Lehrerin sicher spannender und glaubwürdiger.“</p>
<p><i>Artikel: Bastian Daneyko<br />Fotos: Nils Lang/Leon Hösch</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5463.atom</id>
				<title>Neues Forschungsnetzwerk für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik: Forschende der TUM federführend bei Initiierung des Munich Center for Health Economics and Policy</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-16T09:29:29+01:00</published>
				<updated>2026-03-31T12:11:05+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/neues-forschungsnetzwerk-fuer-gesundheitsoekonomie-und-gesundheitspolitik-forschende-der-tum-federfuehrend-bei-initiierung-des-munich-center-for-health-economics-and-policy/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/7/3/csm_M-CHEP_c5ae654dcf.png" width="200" height="105" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/neues-forschungsnetzwerk-fuer-gesundheitsoekonomie-und-gesundheitspolitik-forschende-der-tum-federfuehrend-bei-initiierung-des-munich-center-for-health-economics-and-policy/">
                            Neues Forschungsnetzwerk für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik: Forschende der TUM federführend bei Initiierung des Munich Center for Health Economics and Policy
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Mit dem <a href="https://www.m-chep.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Munich Center for Health Economics and Policy (M-CHEP)</a> entsteht in München ein neues Forschungsnetzwerk, das Wissenschaft, Politik und Praxis im Gesundheitswesen enger miteinander verbinden soll. Die Initiative zur Gründung des Centers geht maßgeblich aus dem Department Health and Sport Sciences der Technischen Universität München (TUM) hervor. Federführend ist <a href="https://www.professoren.tum.de/sundmacher-leonie" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Leonie Sundmacher</a>, Leiterin der <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Gesundheitsökonomie</a>.</p>
<p class="text-justify">Die offizielle Gründungsveranstaltung findet am Freitag, 20. März 2026, am TUM Campus im Olympiapark statt. Rund 250 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Selbstverwaltung und Gesundheitswirtschaft werden erwartet. Die <a href="https://www.stmgp.bayern.de/ministerium/staatsministerin/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach</a>, wird die Veranstaltung eröffnen. Ebenfalls sprechen werden <a href="https://www.professoren.tum.de/winkelmann-juliane" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Juliane Winkelmann</a>, Geschäftsführende Vizepräsidentin der TUM für Internationale Allianzen und Alumni, sowie <a href="https://www.professoren.tum.de/en/combs-stephanie" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Stephanie Combs</a>, Dekanin der TUM School of Medicine and Health.</p>
<p class="text-justify"><strong>Größter Zusammenschluss der Gesundheitsökonomie in Süddeutschland</strong></p>
<p class="text-justify">Das M-CHEP vereint 15 Professuren und Lehrstühle aus den Bereichen Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik und ist damit der bislang größte Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf diesem Gebiet im süddeutschen Raum. Beteiligt sind Forschende der TUM, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Augsburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Universität Bayreuth.</p>
<p class="text-justify">Ziel des Centers ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der gesundheitsökonomischen Forschung zu stärken und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu intensivieren.</p>
<p class="text-justify">„Mit dem M-CHEP schaffen wir eine Plattform, welche die vorhandene Expertise in Bayern bündelt und stärker miteinander vernetzt“, sagt Prof. Sundmacher, wissenschaftliche Leiterin des Centers. „Viele zentrale Fragen der Gesundheitsversorgung – von der Finanzierung über Versorgungsstrukturen bis hin zur Prävention – lassen sich nur gemeinsam und interdisziplinär beantworten.“</p>
<p class="text-justify">Gleichzeitig soll das Center dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. „Unser Ziel ist es, evidenzbasierte Analysen bereitzustellen, die zur Weiterentwicklung eines leistungsfähigen und nachhaltigen Gesundheitssystems beitragen“, so Prof. Sundmacher. „Dafür wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Universitäten intensivieren und Forschungsergebnisse gezielt in den gesundheitspolitischen Diskurs einbringen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Initiative aus dem Department of Health and Sport Sciences</strong></p>
<p class="text-justify">Die Initiative zur Gründung des Centers entstand am Department Health and Sport Sciences der TUM, das mit mehreren Professuren im Netzwerk vertreten ist. Neben Prof. Sundmacher sind auch <a href="https://www.professoren.tum.de/laxy-michael" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Michael Laxy</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Public Health und Prävention</a>, sowie <a href="https://www.professoren.tum.de/en/sudharsanan-nikkil" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Nikkil Sudharsanan</a>, Leiter der <a href="https://sites.google.com/view/tumbehavscihealth" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Behavioral Science for Disease Prevention and Health Care</a>, beteiligt. Ein weiteres wichtiges Gründungsmitglied ist <a href="https://www.professoren.tum.de/steinert-janina" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Janina Steinert</a>, Leiterin der <a href="https://www.hfp.tum.de/globalhealth/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Global Health</a> an der TUM School of Social Sciences and Technology, die internationale Perspektiven der Gesundheitsforschung in das Netzwerk einbringt.</p>
<p class="text-justify"><strong>Gemeinsame Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses</strong></p>
<p class="text-justify">Das M-CHEP verfolgt mehrere strategische Ziele. Ein Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Forschung über Institutions- und Universitätsgrenzen hinweg. „Wir versuchen, mit dem Center die Gesundheitsökonomie im süddeutschen und insbesondere bayerischen Raum erstmals systematisch zu organisieren“, erklärt <a href="https://www.chec-tum.de/sebastian-himmler" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Dr. Sebastian Himmler</a>, Geschäftsführer des M-CHEP. „In anderen Regionen Deutschlands existieren solche Netzwerke bereits, hier im Süden bislang jedoch nicht.“</p>
<p class="text-justify">Durch die Bündelung der Expertise sollen künftig größere gemeinsame Forschungsprojekte entstehen – etwa mit dem Ziel, Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einzuwerben. Erste Kooperationen zwischen den beteiligten Forschenden bestehen bereits.</p>
<p class="text-justify">Ein zweiter zentraler Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Wir möchten Promovierende stärker vernetzen und ihre Ausbildung weiter verbessern“, so Dr. Himmler. „Bereits seit knapp zwei Jahren veranstalten wir ein gemeinsames PhD-Seminar, das alle zwei Wochen stattfindet und regelmäßig von 25 bis 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern besucht wird.“ Perspektivisch sind zudem Summer Schools und spezialisierte Kurse für Doktorandinnen und Doktoranden geplant.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wissenschaftliche Expertise in der Gesundheitspolitik</strong></p>
<p class="text-justify">Ein weiteres Ziel des Centers ist es, policy-relevante Forschung zu betreiben und damit konkrete Impulse für gesundheitspolitische Entscheidungen zu liefern. Die Expertise der Beteiligten ist bereits in verschiedenen politischen Beratungsgremien gefragt. So sind <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-sundmacher-und-prof-laxy-in-finanzkommission-gesundheit-berufen/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Sundmacher und Prof. Laxy Mitglieder der FinanzKommission Gesundheit</a>, die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken berufen wurde. Auch Prof. Dr. Amelie Wuppermann von der Universität Bayreuth, ebenfalls Teil des M-CHEP-Netzwerks, gehört diesem Gremium an.</p>
<p class="text-justify">„Dass gleich drei Mitglieder unseres Centers in diese Kommission berufen wurden, zeigt die hohe wissenschaftliche Kompetenz innerhalb des Netzwerks“, betont Dr. Himmler. „Unser Anspruch ist es, Forschung zu betreiben, die nicht nur akademisch relevant ist, sondern auch konkrete Beiträge zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems leisten kann.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Internationale Perspektiven bei der Gründungsveranstaltung</strong></p>
<p class="text-justify">Die Gründungsveranstaltung am 20. März bietet zugleich ein Forum für internationale Perspektiven in der Gesundheitsökonomie. Zwei renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Keynote-Vorträge halten. <a href="https://www.york.ac.uk/che/people/nils-gutacker/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Nils Gutacker</a> von der University of York spricht über die Entwicklung und Bedeutung der Gesundheitsökonomie im Vereinigten Königreich. Anschließend stellt <a href="https://www.dortegyrd.com/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Dorte Gyrd-Hansen</a> von der University of Southern Denmark Erfahrungen mit Gatekeeping- und Primärarztsystemen im dänischen Gesundheitssystem vor.</p>
<p class="text-justify">Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung und Wissenschaft über Perspektiven der Primärversorgung und mögliche Reformansätze für Gesundheitssysteme.</p>
<p class="text-justify">„Mit der Veranstaltung möchten wir das neue Netzwerk sichtbar machen und gleichzeitig den Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis fördern“, so Prof. Sundmacher. „Gerade für Themen der Gesundheitspolitik ist dieser Dialog entscheidend.“ Mit dem M-CHEP entsteht damit ein neues Forschungsnetzwerk, das München und Bayern als wichtigen Standort für gesundheitsökonomische Forschung weiter stärkt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitssystemforschung nachhaltig ausbauen soll.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.m-chep.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage des M-CHEP</a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.chec-tum.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage der Professur für Gesundheitsökonomie</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Leonie Sundmacher<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24464<br />E-Mail: <a href="tel:" title="Opens window for sending e-mail">leonie.sundmacher(at)tum.de</a></p>
<p>Dr. Sebastian Himmler<br />Professur für Gesundheitsökonomie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24465<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4colkcdskx8rswwvobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">sebastian.himmler(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Dr. Romy Schwaiger<br />Fotos: M-CHEP/Silvia Béres (Beres Fotografie)</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5452.atom</id>
				<title>Deutsche Meisterin über 200 Meter: TUM-Studentin Svenja Pfetsch sprintet in Dortmund zu Gold</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-03-10T14:18:36+01:00</published>
				<updated>2026-03-31T12:11:31+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/deutsche-meisterin-ueber-200-meter-tum-studentin-svenja-pfetsch-sprintet-in-dortmund-zu-gold/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm__DSC6368_98e8478310.jpg" width="200" height="300" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/deutsche-meisterin-ueber-200-meter-tum-studentin-svenja-pfetsch-sprintet-in-dortmund-zu-gold/">
                            Deutsche Meisterin über 200 Meter: TUM-Studentin Svenja Pfetsch sprintet in Dortmund zu Gold
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Spitzensport und Wissenschaft auf höchstem Niveau: <a href="https://ladv.de/leistungsdatenbank/athletenprofil/123136/Svenja-Pfetsch.htm" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Svenja Pfetsch</a>, Masterstudentin im Studiengang Health Science an der Technischen Universität München, ist neue Deutsche Hallenmeisterin über 200 Meter. Die Studentin des Departments verbindet ihr Studium mit Leistungssport – und seit Oktober 2023 zudem mit einer Tätigkeit als studentische Mitarbeiterin an der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisenutrition/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit</a> von <a href="https://www.professoren.tum.de/koehler-karsten" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Karsten Köhler</a>.</p>
<p class="text-justify">Ihren Bachelorabschluss in Sportwissenschaften hat sie bereits an der TUM absolviert, aktuell studiert sie im ersten Semester des Masterstudiengangs Health Science. Die wissenschaftliche Perspektive auf Trainingssteuerung, Regeneration und Leistungsentwicklung begleitet sie damit ebenso selbstverständlich wie der tägliche Trainingsbetrieb auf der Leichtathletik-Bahn.</p>
<p class="text-justify">„Die Kombination aus Studium, Leistungssport und meiner Tätigkeit an der Professur erfordert ein sehr gutes Zeitmanagement“, sagt Pfetsch. „Mir hilft sehr, dass die Arbeit hier flexibel gestaltet werden kann. Wenn große Wettkämpfe anstehen, kann ich meine Stunden als Hilfskraft entsprechend anpassen oder in den Semesterferien nachholen. Auch Trainingslager oder intensivere Wettkampfphasen lassen sich so gut organisieren.“ Gleichzeitig sei viel Eigenverantwortung gefragt. „Ich habe keinen Bundeskaderstatus, dadurch gibt es von universitärer Seite weniger formale Unterstützungsstrukturen. Umso wichtiger ist es, selbst strukturiert zu planen. Von der Professur – insbesondere von Prof. Köhler – erfahre ich aber große Unterstützung und viel Verständnis.“</p>
<p class="text-justify">Prof. Köhler unterstreicht diese besondere Doppelrolle: „Svenja Pfetsch überzeugt nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen, sondern auch durch ihre wissenschaftliche Arbeitsweise. Sie arbeitet sehr strukturiert, reflektiert und zuverlässig. Dass sie Studium, Forschungstätigkeit und Spitzensport auf diesem Niveau miteinander verbindet, verdient höchsten Respekt.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Überraschungssieg mit persönlicher Bestleistung</strong></p>
<p class="text-justify">Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund gelang Pfetsch nun ihr bislang größter Einzelerfolg. In 23,52 Sekunden gewann sie das Finale über 200 Meter – und verbesserte ihre bisherige Hallen-Bestleistung von 23,67 Sekunden deutlich.</p>
<p class="text-justify">„Der Titel kam für mich schon sehr überraschend“, sagt sie rückblickend. „Ich war als Vierte der Meldeliste angereist. Natürlich hofft man dann auf eine Medaille, aber mit dem Sieg hätte ich wirklich nicht gerechnet.“</p>
<p class="text-justify">Dass sie in Topform war, zeichnete sich bereits am Vortag ab: Über 60 Meter lief sie zweimal persönliche Bestleistung. „Da wusste ich, dass ich gut drauf bin und dass die 23,67 Sekunden aus diesem Winter noch nicht das Ende sein müssen. Trotzdem war die Konkurrenz extrem stark – vor allem mit Jessica-Bianca Wessolly, die international erfahren ist und in diesem Jahr schon sehr schnell gelaufen ist. Deshalb habe ich versucht, mich nicht auf Zeiten oder Platzierungen zu fixieren, sondern ganz bei meinem eigenen Lauf zu bleiben und mir keinen zusätzlichen Druck zu machen.“</p>
<p class="text-justify">Diese Fokussierung zahlte sich aus. Pfetsch setzte sich knapp gegen die Titelverteidigerin Jessica-Bianca Wessolly (23,60 Sekunden) durch. Bronze ging an Daria Peter (23,77 Sekunden). Besonders die neue persönliche Hallenbestzeit hat für sie ein großes sportliches Gewicht: „Draußen bin ich zwar schon schneller gewesen, aber Halle und Freiluft kann man nicht direkt vergleichen. Deshalb freut mich diese Zeit unter Hallenbedingungen besonders.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Blick auf die Sommersaison und internationale Ziele</strong></p>
<p class="text-justify">Mit Blick auf die Freiluftsaison formuliert Pfetsch zwar recht ambitionierte, aber durchaus realistische Ziele: „Unter 23 Sekunden draußen ist für mich absolut vorstellbar.“ Für den Bundeskaderstatus wäre in diesem Jahr über 200 Meter eine Zeit von 22,85 Sekunden erforderlich – ein klares Leistungsziel, das zusätzliche Perspektiven eröffnen würde.</p>
<p class="text-justify">Die nächsten Stationen sind bereits definiert: die Deutschen Meisterschaften im Sommer in Bochum, wo sie über 200 Meter sowie mit der Staffel erneut um Medaillen kämpfen möchte, und die Europameisterschaften Anfang August in Birmingham. „Ich bin gespannt, was die Saison noch bringt. Der Winter war auf jeden Fall ein wichtiger Schritt.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Wissenschaft und Leistungssport als wechselseitige Inspiration</strong></p>
<p class="text-justify">Für die TUM steht Svenja Pfetsch exemplarisch für die Verbindung von akademischer Ausbildung und sportlicher Spitzenleistung. Ihr Studium im Bereich Health Science sowie ihre Mitarbeit an der Professur ermöglichen ihr eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Trainings- und Ernährungsstrategien, Regenerationsprozessen und Leistungsdiagnostik. Gleichzeitig fließen ihre praktischen Erfahrungen aus dem Hochleistungssport unmittelbar in die wissenschaftliche Arbeit ein.</p>
<p class="text-justify">Der Deutsche Meistertitel über 200 Meter ist damit nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, wie eng Wissenschaft und Leistungssport an der TUM miteinander verzahnt sein können.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisenutrition/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit</u></a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2 class="text-justify"><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Karsten Köhler<br />Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München&#160;</p>
<p>Tel.: 089 289 24488<br />E-Mail: <a href="#" target="_top" data-mailto-token="wksvdy4ukbcdox8uyorvobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">karsten.koehler(at)tum.de</a></p>
<p>&#160;</p>
<p><i>Text: Dr. Romy Schwaiger<br />Fotos: David Arvando / fotojhoffmann / Andreas Heddergott, TUM</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5446.atom</id>
				<title>Kooperationsprojekt der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik und der NBA</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-02-23T12:25:25+01:00</published>
				<updated>2026-02-23T13:02:45+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/kooperationsprojekt-der-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik-und-der-nba/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm_NBA_3854e22c78.jpg" width="200" height="149" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/kooperationsprojekt-der-professur-fuer-sport-und-gesundheitsdidaktik-und-der-nba/">
                            Kooperationsprojekt der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik und der NBA
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Verletzungen der unteren Extremität zählen zu den häufigsten und folgenreichsten Gesundheitsproblemen im Basketball – insbesondere im Nachwuchsleistungssport. Aktuelle Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Verletzungen das Knie betreffen. Außerdem treten Überlastungsverletzungen am Knie doppelt so häufig auf wie akute traumatische Verletzungen, während am Sprunggelenk genau diese dominieren. Insgesamt weisen männliche Nachwuchsbasketballer eine hohe Inzidenz von Gelenk-, Muskel-, Sehnen- und Bandverletzungen der unteren Extremität auf. Gleichzeitig gilt: die Verletzungsentstehung – insbesondere bei Überlastungen – ist bislang nur unzureichend wissenschaftlich untersucht worden.</p>
<p class="text-justify">Genau an diesem Punkt setzt das neue, international angelegte Forschungsprojekt „Musculoskeletal Injury Profiling of Male Youth Basketball Players“ der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik an, das in Kooperation mit der <a href="https://www.wisc.edu/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">University of Wisconsin</a> und der <a href="https://www.nba.com/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">National Basketball Association</a> (NBA) entstanden ist. Ziel des Projekts ist es, Verletzungsmechanismen im Nachwuchsbasketball erstmals ganzheitlich, detailliert und über verschiedene Altersstufen hinweg zu untersuchen. Im Fokus stehen dabei nicht nur Trainingsbelastung und Spielpraxis, sondern vor allem die zugrundeliegenden Veränderungen von Sehnen, Muskeln und Gelenken.</p>
<p class="text-justify"><a href="https://www.professoren.tum.de/mess-filip" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Filip Mess</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a>, erläutert: „Die Besonderheit der Kooperation mit der NBA liegt darin, dass sportliche Leistungsfähigkeit nicht nur aus der Perspektive von Trainingswissenschaft oder Sportpsychologie betrachtet wird, sondern auch Aspekte der Prävention und Gesundheitsförderung einfließen. Die erzielten Erkenntnisse können dann mittelfristig zu individualisierten, präventiven Empfehlungen und Maßnahmen bei Nachwuchsathleten führen, ganz im Sinne einer Precision Prevention.“&#160;</p>
<p class="text-justify">„Bisher wurde die Trainingsbelastung häufig über indirekte Kennzahlen wie Sprünge oder Laufdistanzen erfasst“, erklärt <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/team/wissenschaftliche-mitarbeitende/philipp-hartmannsgruber/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Philipp Hartmannsgruber</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik. „Wir gehen jetzt einen entscheidenden Schritt weiter und schauen direkt ins Gewebe: Wie verändern sich Sehnen und Muskeln über eine Saison hinweg und wie hängen diese Veränderungen mit Verletzungen zusammen?“</p>
<p class="text-justify"><strong>Ein einzigartiges Studiendesign über mehrere Altersstufen</strong></p>
<p class="text-justify">Das Projekt verfolgt einen gestaffelten Ansatz. In Deutschland werden männliche Nachwuchsbasketballer im Alter von 13 bis 18 Jahren untersucht. Parallel dazu analysiert die University of Wisconsin College-Spieler. Diese Struktur ermöglicht es erstmals, die Entwicklung von Muskel- und Sehneneigenschaften vom Jugend- bis in den Profibereich systematisch nachzuvollziehen.</p>
<p class="text-justify">Besonders innovativ ist der umfangreiche Methodenmix. Zum Einsatz kommen Ganzkörper-MRTs, hochauflösende Ultraschallverfahren sowie regelmäßige biomechanische Testbatterien. Ergänzt werden diese Verfahren durch kontinuierliches Belastungsmonitoring mittels Sensorsystemen im Trainings- und Spielbetrieb. So entsteht ein engmaschiges, prospektives Monitoring über mehrere Saisons hinweg.</p>
<p class="text-justify"><strong>Von der Verletzungshistorie bis zur Trainingslast</strong></p>
<p class="text-justify">Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Frameworks zur Ermittlung von Risikofaktoren für Verletzungen der unteren Extremität bei männlichen Nachwuchsbasketballern. Konkret sollen Zusammenhänge zwischen Gewebestruktur, biomechanischen Eigenschaften, individueller Verletzungshistorie sowie Trainings- und Spielbelastung identifiziert werden.</p>
<p class="text-justify">Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, wie frühere Verletzungen die aktuellen körperlichen Voraussetzungen beeinflussen. So wird unter anderem untersucht, ob zurückliegende Sprunggelenksverletzungen mit einer erhöhten Gelenklaxheit, einem eingeschränkten Bewegungsumfang einhergehen oder ob frühere Patella- und Achillessehnenbeschwerden langfristige Veränderungen in Kraft und Sehnenmorphologie nach sich ziehen.</p>
<p class="text-justify">Darüber hinaus analysiert das Forschungsteam, ob bestimmte muskuläre oder sehnenspezifische Eigenschaften zu Saisonbeginn mit einem erhöhten Risiko für spätere Verletzungen verbunden sind. Auch Veränderungen im Verlauf der Saison spielen eine zentrale Rolle. Verschlechtern sich Kraft, Beweglichkeit oder Gewebequalität unter hoher Trainingsbelastung, könnte dies ein Frühwarnsignal für drohende Muskelverletzungen sein.</p>
<p class="text-justify"><strong>Enge Betreuung und praxisnahe Relevanz</strong></p>
<p class="text-justify">Die Datenerhebung ist bewusst eng getaktet: Ultraschall- und biomechanische Messungen finden alle vier bis sechs Wochen statt, da sich Sehnen- und Gewebeeigenschaften vergleichsweise schnell verändern können. Zusätzlich dienen die regelmäßigen Untersuchungen auch als Injury-Screening, um frühzeitig auf kritische Entwicklungen reagieren zu können.</p>
<p class="text-justify">Für die teilnehmenden Nachwuchsspieler bedeutet dies eine Betreuung auf professionellem Niveau. Die eingesetzten Testprotokolle entsprechen denen der NBA, inklusive standardisierter Kraftmessplatten und biomechanischer Analysen. Auch externe Einflussfaktoren wie das Schuhwerk der Athleten werden berücksichtigt, um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten.</p>
<p class="text-justify"><strong>Nachhaltige Perspektive für Prävention und Trainingssteuerung</strong></p>
<p class="text-justify">Langfristig sollen die Ergebnisse des Projekts dazu beitragen, Verletzungen gezielter zu verhindern, insbesondere im sensiblen Jugendalter. „Bei erwachsenen Athleten sind viele Anpassungsprozesse bereits abgeschlossen“, so Hartmannsgruber. „Im Nachwuchsbereich haben wir noch die Möglichkeit, Trainingssteuerung und Belastung so zu gestalten, dass problematische Entwicklungen gar nicht erst entstehen.“</p>
<p class="text-justify">Ob daraus allgemeingültige Empfehlungen oder eher individuelle Profile und Screening-Tools abgeleitet werden können, ist Teil der offenen, explorativen Fragestellung. In jedem Fall liefert das Projekt wichtige Grundlagen, um Trainings- und Präventionsstrategien im Basketball – vom Nachwuchs bis in die NBA – evidenzbasiert weiterzuentwickeln.</p>
<p class="text-justify">Mit seinem internationalen Ansatz, der engen Verzahnung von Forschung und Praxis sowie der außergewöhnlichen Datentiefe leistet das Projekt einen zentralen Beitrag zur modernen Sportwissenschaft und setzt neue Maßstäbe in der Verletzungsprävention im Leistungssport.</p>
<p class="text-justify"><br />Zur Homepage der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/sportdidaktik/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik</a><br />&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Kontakt</strong></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Filip Mess<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: 089 289 24520<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4psvsz8woccJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">filip.mess(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify">Philipp Hartmannsgruber<br />Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: 089 289 24975<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4zrsvszz8rkbdwkxxcqbelobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">philipp.hartmannsgruber(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify"><i>Text &amp; Fotos: Bastian Daneyko</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5438.atom</id>
				<title>Munich Longevity Symposium am 25. Februar 2026: Internationale Expertinnen und Experten diskutieren biologische Alterung an der TUM</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-02-17T11:04:23+01:00</published>
				<updated>2026-03-31T12:11:50+02:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/munich-longevity-symposium-am-25-februar-2026-internationale-expertinnen-und-experten-diskutieren-biologische-alterung-an-der-tum/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/b/3/csm_ChatGPT_Image_5._Feb._2026__11_13_50_c14828335a.png" width="200" height="134" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/munich-longevity-symposium-am-25-februar-2026-internationale-expertinnen-und-experten-diskutieren-biologische-alterung-an-der-tum/">
                            Munich Longevity Symposium am 25. Februar 2026: Internationale Expertinnen und Experten diskutieren biologische Alterung an der TUM
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Wie alt sind Herz, Leber oder Gehirn wirklich? Und lässt sich menschliches Altern gezielt verlangsamen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Munich Longevity Symposium, das von der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisebiology/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sportbiologie</a> der Technischen Universität München ausgerichtet wird. Gastgeber ist die TUM im Rahmen des <a href="https://www.mh.tum.de/en/mh/research/center/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Center for Cardiovascular and Metabolic Health (CVMH)</a>. Das Symposium findet am Mittwoch, 25. Februar 2026, von 16 bis 18 Uhr am TUM Campus im Olympiapark (Hörsaal 1) statt und bringt international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Alterns- und Langlebigkeitsforschung zusammen. Die Begrüßung übernimmt <a href="https://www.professoren.tum.de/honorarprofessoren/r/rubner-jeanne" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Jeanne Rubner</a>, TUM-Vizepräsidentin für Global Communication &amp; Public Engagement.</p>
<p class="text-justify">Organisiert wird die Veranstaltung von der Professur für Sportbiologie unter der Leitung von <a href="https://www.professoren.tum.de/wackerhage-henning" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Henning Wackerhage</a> und dem <a href="https://www.ekfz-ernaehrungsmedizin.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin</a> unter der Direktion von <a href="https://www.professoren.tum.de/hauner-hans" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Hans Hauner</a>. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Biomarker des Alterns – Methoden, mit denen sich das biologische Alter einzelner Organe wie Herz, Leber, Muskel oder Gehirn bestimmen lässt. Diese Marker gelten als zentrale Voraussetzung für klinische Studien zur Langlebigkeit, da sie zeigen können, ob Interventionen Alterungsprozesse tatsächlich verlangsamen. Gleichzeitig besitzen sie hohes klinisches Potenzial, da das biologische Alter als einer der stärksten Prädiktoren für Krankheitsrisiken und Mortalität gilt.</p>
<p class="text-justify">„Jung zu bleiben, ist die beste Prävention – noch besser, als körperliches Training allein“, betont Prof. Wackerhage. „In Tierversuchen wurden zahlreiche Substanzen und Methoden identifiziert, die das Altern verlangsamen können. Ob diese Ansätze auch beim Menschen funktionieren, ist jedoch bislang weitgehend unklar.“</p>
<p class="text-justify">Zu den Gästen des Symposiums zählen zwei international renommierte Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Altersbiomarker: <a href="https://chiaraherzog.github.io/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Dr. Chiara Herzog</a> (University of Innsbruck / King’s College London) und <a href="https://med.stanford.edu/profiles/tony-wyss-coray" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Tony Wyss-Coray</a> von der Stanford University. Dr. Herzog wird moderne multi-omische Ansätze zur Messung des biologischen Alters vorstellen. Prof. Wyss-Coray gibt Einblicke in seine wegweisenden Arbeiten zum Blutproteom und zu organspezifischen Alterungsprozessen.</p>
<p class="text-justify">Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Vorstellung erster Ergebnisse der <a href="https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/studie-einnahme-von-taurin-verzoegert-alterung" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">TauAge-Studie</a>, einer klinischen Interventionsstudie zur Frage, ob die Aminosäure Taurin das menschliche Altern verlangsamen kann. Die Studie wird gemeinsam von Prof. Hauner und Prof. Wackerhage geleitet und in enger internationaler Zusammenarbeit durchgeführt.</p>
<p class="text-justify">„Unsere TauAge-Studie ist methodisch eine der ambitioniertesten Interventionsstudien zur menschlichen Alterung“, so Prof. Wackerhage. „Sollten die Daten darauf hindeuten, dass Taurin tatsächlich biologische Alterungsprozesse beim Menschen verzögert, wird das nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich große Aufmerksamkeit erzeugen.“</p>
<p class="text-justify">Das Munich Longevity Symposium richtet sich an Forschende, Klinikerinnen und Kliniker, Studierende sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://collab.dvb.bayern/x/oCpugw" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Anmeldung für das Munich Longevity Symposium</u></a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisebiology/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Sportbiologie</u></a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2 class="text-justify"><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Henning Wackerhage<br />Professur für Sportbiologie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München&#160;</p>
<p>Tel.: 089 289 24480<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4Roxxsxq8FkmuobrkqoJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">Henning.Wackerhage(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Dr. Romy Schwaiger<br />Foto: KI-generiert (Open-AI) / Professur für Sportbiologie / Andreas Heddergott, TUM / Julia Eberle, TUM</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5428.atom</id>
				<title>„Light Exposure &amp; Health“: Prof. Spitschan leitet internationales Forschungskonsortium</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-02-09T14:28:00+01:00</published>
				<updated>2026-02-09T09:04:50+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/light-exposure-health-prof-spitschan-leitet-internationales-forschungskonsortium/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/d/4/csm_SpitschanEtAl.R1.Figure1_fdbd1e798d.png" width="200" height="97" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/light-exposure-health-prof-spitschan-leitet-internationales-forschungskonsortium/">
                            „Light Exposure &amp; Health“: Prof. Spitschan leitet internationales Forschungskonsortium
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Wie beeinflusst Licht unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere innere Uhr? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer neuen, international koordinierten Forschungsagenda, die von <a href="https://www.professoren.tum.de/spitschan-manuel" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Prof. Dr. Manuel Spitschan</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/chronobiology/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Chronobiology &amp; Health</a>, und weiteren Expertinnen und Experten entwickelt wurde. Ziel des Konsortiums ist es, Licht als modifizierbaren Umweltfaktor stärker in den Bereichen der Forschung, Prävention und Public-Health-Strategien zu verankern. Unter dem Titel „<a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12916-025-04608-8" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Ocular light and optical radiation exposure as a modifiable environmental determinant of health: expert consensus on research gaps and priorities</a>” wurde die Agenda im Journal <a href="https://link.springer.com/journal/12916" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">BMC Medicine</a> veröffentlicht.&#160;Das Fachjournal weist einen Impact Factor von 8,3 auf.</p>
<p class="text-justify">Licht steuert nicht nur, wie wir sehen. Es synchronisiert auch unsere zirkadianen Rhythmen, beeinflusst den Schlaf, die Stimmung, die Leistungsfähigkeit sowie den Stoffwechsel. Dennoch gibt es bislang wenig standardisierte Instrumente oder koordinierte Dateninfrastruktur, außerdem kaum Wege, die Lichtforschung in die praktische Gesundheitsvorsorge zu übersetzen. „Ähnlich wie bei Lärm oder Luftverschmutzung sollten wir Licht als einen Faktor begreifen, der unsere Gesundheit beeinflusst – und den wir gezielt gestalten können“, erklärt Prof. Spitschan.</p>
<p class="text-justify"><strong>Ein internationales Konsortium auf dem Weg zu einer Forschungsagenda</strong></p>
<p class="text-justify">Um diese Lücke zu schließen, hat Prof. Spitschan gemeinsam mit den 13 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, öffentlicher Gesundheit, Strahlenschutz und Medizin einen strukturierten Konsensprozess gestartet. In verschiedenen Workshops wurden bestehende Studien analysiert, Forschungslücken diskutiert und Prioritäten für die nächsten Jahre festgelegt. „Wir wissen heute, dass etwa Licht im Labor und unter realen Bedingungen physiologische Effekte hat. Aber wir müssen verstehen, wie diese Effekte in der Bevölkerung wirken und welche Interventionen tatsächlich einen Unterschied machen“, so der Chronobiologe.</p>
<p class="text-justify"><strong>Neun zentrale Forschungslücken</strong></p>
<p class="text-justify">Das Gremium macht deutlich, dass es bei dem Thema Licht als Gesundheitsfaktor noch zahlreiche Wissensdefizite gibt. Insgesamt wurden neun zentrale Forschungslücken identifiziert. So fehlt es beispielsweise an standardisierten Messinstrumenten, mit denen sich Lichtexposition zuverlässig und vergleichbar erfassen lässt – eine Grundvoraussetzung für belastbare Studien. Hinzu kommt, dass viele Erkenntnisse zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen aus kontrollierten Laborumgebungen stammen, bislang aber kaum geklärt ist, ob und wie diese Effekte unter realen Alltagsbedingungen auftreten. Besonders kritisch ist zudem, dass die nicht-visuellen Wirkungen von Licht – etwa auf die innere Uhr oder den Schlaf – nur unzureichend in Public-Health-Strategien und Präventionskonzepte integriert sind. „Diese Beispiele zeigen, wie groß der Bedarf an koordinierter, populationsnaher Forschung weiterhin ist“, erklärt Spitschan.</p>
<p class="text-justify"><strong>Prioritäten für die nächsten Jahre</strong></p>
<p class="text-justify">Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden elf Forschungsprioritäten definiert. Dazu gehören die Entwicklung und Standardisierung von Messinstrumenten, konsistente Expositions- und Outcome-Metriken, interoperable Dateninfrastruktur, ethische Standards und die Einbettung von Licht in öffentliche und berufliche Gesundheitsrahmen. Vier weitere Prioritäten zielen ab auf den Kapazitätsaufbau: Initiierung globaler Netzwerke, Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit, strategische Kommunikation und die politische Vernetzung. „Unser Ziel ist es, Lichtforschung auf Bevölkerungsebene wirksam zu machen und in Prävention und Politik zu überführen“, erklärt Prof. Spitschan.</p>
<p class="text-justify"><strong>Globale Perspektiven</strong></p>
<p class="text-justify">Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den international vergleichbaren Daten. „Ein zentrales Problem ist die geographische Schieflage der bisherigen Studien. Die meisten Daten stammen aus Nordamerika, Westeuropa und einigen entwickelten Ländern in Asien. Dadurch entsteht eine Wissensbasis, die kontextabhängig ist“, betont Spitschan. „Es geht aber darum, Wissen zu schaffen, das nicht nur lokal beziehungsweise in bestimmten Gebieten relevant ist, sondern weltweit angewendet werden kann.“&#160; Internationale Kooperationen ermöglichen das. In Ghana konnten zuletzt erstmals Datensätze generiert werden, die valide Lichtdaten für Afrika liefern.</p>
<p class="text-justify"><strong>Relevanz für Wissenschaft und Gesellschaft</strong></p>
<p class="text-justify">Die neue Agenda bietet eine strategische Grundlage, Licht als Kernfaktor für Gesundheit und Wohlbefinden zu etablieren und somit Praxis und Politik enger zu verzahnen. „Licht beeinflusst unsere innere Uhr, unseren Schlaf und langfristig unsere Gesundheit. Mit dieser Agenda wollen wir sicherstellen, dass diese Erkenntnisse in Prävention, Arbeitsumgebung, städtischem Design und öffentlicher Gesundheit umgesetzt werden können. Es sollen nicht nur die negativen Effekte diskutiert werden, sondern auch die positiven Wirkungen“, fasst Spitschan zusammen.</p>
<p class="text-justify">Die Umsetzung dieser Agenda hängt nun von einer nachhaltigen Koordination, strategischen Investitionen und internationaler Zusammenarbeit ab. Geplant ist die Etablierung eines internationalen Netzwerks oder einer Task-Force, die Arbeitsgruppen für spezifische Prioritäten unterstützt und Aktivitäten zwischen Ländern und wissenschaftlichen Disziplinen abstimmt. Mit diesen Maßnahmen soll Licht als wesentlicher Faktor für Gesundheit künftig evidenzbasiert und global berücksichtigt werden.</p>
<p class="text-justify"><br />Hier geht es zum Paper: „<a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12916-025-04608-8" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Ocular light and optical radiation exposure as a modifiable environmental determinant of health: expert consensus on research gaps and priorities</a>”&#160;<br />Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/chronobiology/startseite/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage der Rudolf Mößbauer Professur für Chronobiology &amp; Health</a><br />Zur <a href="https://www.tscnlab.org/" target="_blank" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window" rel="noreferrer">Homepage der Translational Sensory and Circadian Neuroscience Unit (MPS/TUM/TUMCREATE)</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify"><strong>Kontakt</strong></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Manuel Spitschan<br />Rudolf Mößbauer Professur für Chronobiology &amp; Health<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p class="text-justify">Tel.: 089 289 24544<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4wkxeov8czsdcmrkxJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">manuel.spitschan(at)tum.de</a></p>
<p class="text-justify"><br /><i>Text: Bastian Daneyko<br />Fotos: Privat</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5415.atom</id>
				<title>Prof. Oberhoffer und Prof. Laxy bringen TUM-Expertise in neues Leopoldina-Papier zu Adipositas ein</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-02-05T09:07:00+01:00</published>
				<updated>2026-02-05T11:18:27+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-oberhoffer-und-prof-laxy-bringen-tum-expertise-in-neues-leopoldina-papier-zu-adipositas-ein/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_Deutsche_Akademie_der_Naturforscher_Leopoldina_Logo.svg_2a3dc2ab8d.png" width="200" height="98" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-oberhoffer-und-prof-laxy-bringen-tum-expertise-in-neues-leopoldina-papier-zu-adipositas-ein/">
                            Prof. Oberhoffer und Prof. Laxy bringen TUM-Expertise in neues Leopoldina-Papier zu Adipositas ein
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">Die <a href="https://www.leopoldina.org/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina</a> hat im Januar 2026 einen neuen <a href="https://www.leopoldina.org/fileadmin/Daten/Publikationen/Dokumente/2026_Leopoldina_FOKUS_Adipositas.pdf" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Policy Brief zum Thema „Prävention stärken &amp; neue Therapieansätze nutzen: Wie lässt sich die Adipositas-Epidemie eindämmen?“</a> veröffentlicht. An der Erarbeitung waren auch <a href="https://www.professoren.tum.de/oberhoffer-renate" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Renate Oberhoffer</a>, Vice Dean Talent Management and Diversity an der <a href="https://www.mh.tum.de/mh/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">TUM School of Medicine and Health</a> und Leiterin des <a href="https://www.hs.mh.tum.de/praeventive-paediatrie/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie</a>, sowie <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/team/professor/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Michael Laxy</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Public Health und Prävention</a>, beteiligt. Der Policy Brief wurde von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Leopoldina entwickelt, die Strategien zur wirksameren Prävention und Behandlung von Adipositas in Deutschland vorschlägt.</p>
<p class="text-justify">Das Papier macht deutlich: Adipositas ist eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart. In Deutschland sind fast jedes sechste Kind sowie rund zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen von Übergewicht betroffen; etwa ein Viertel der Erwachsenen leidet unter Adipositas. Die Folgen reichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes bis hin zu Krebserkrankungen und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Kosten von rund 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, was etwa 113 Milliarden Euro pro Jahr entspricht.</p>
<p class="text-justify">Vor diesem Hintergrund fordert der Policy Brief der Leopoldina eine Neuausrichtung der nationalen Adipositasstrategie, die Prävention und Therapie systematisch miteinander verbindet. Prof. Dr. Michael Laxy unterstreicht dabei die gesamtgesellschaftliche Relevanz des Themas: „Adipositas hat erhebliche gesundheitliche, soziale und ökonomische Auswirkungen – sowohl für die Betroffenen als auch gesamtgesellschaftlich. Der Policy Brief der Leopoldina zeigt Strategien auf, wie Prävention und Therapie von Adipositas in Deutschland erfolgreich gestaltet werden können.“</p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Renate Oberhoffer betont die Bedeutung rechtzeitiger Interventionen: „Wir müssen deutlich früher ansetzen, wenn wir die Adipositas-Epidemie wirksam eindämmen wollen – bereits in der Schwangerschaft, in den ersten Lebensjahren sowie in Kitas und Schulen werden die Grundlagen für lebenslange Gesundheit gelegt.“</p>
<p class="text-justify">Ein zentraler Vorschlag des Policy Briefs ist die Einführung einer nationalen Adipositas-Präventionsinitiative, die ressortübergreifend angelegt ist und Präventionsmaßnahmen systematisch bündelt. Dazu gehören unter anderem verbindliche Standards für gesunde Ernährung und Bewegung in Bildungseinrichtungen, steuerliche Lenkungsinstrumente wie Abgaben auf stark zucker- oder fetthaltige Lebensmittel sowie eine stärkere Regulierung der Werbung für ungesunde Produkte, insbesondere, wenn sie sich an Kinder richtet.</p>
<p class="text-justify">Neben der Prävention betont der Policy Brief auch die Bedeutung moderner Therapien. Neue Medikamente wie Inkretin-Mimetika können bei schwerer Adipositas und kardiovaskulären Begleiterkrankungen einen wirksamen Behandlungsansatz darstellen, sind jedoch bislang aufgrund gesetzlicher Regelungen und hoher Kosten nur eingeschränkt zugänglich. Die Leopoldina empfiehlt daher eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, um betroffenen Patientinnen und Patienten den Zugang zu diesen Therapien zu ermöglichen.</p>
<p class="text-justify">Auch hier bringt Prof. Oberhoffer ihre pädiatrisch-präventive Perspektive ein: „Prävention und moderne Therapieansätze dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist eine frühzeitige Prävention entscheidend, während bei schwer Betroffenen neue Medikamente und individuelle Therapiekonzepte dringend benötigt werden.“</p>
<p class="text-justify">Ergänzt werden diese medikamentösen Ansätze durch Lifestyle-Interventionen wie Bewegungs- und Ernährungsprogramme sowie durch chirurgische Therapien. Dazu zählen sogenannte bariatrische Operationen, etwa Magenbypass- oder Schlauchmagen-Eingriffe, bei denen das Verdauungssystem gezielt verändert wird, um das Körpergewicht, den Stoffwechsel und damit auch Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden nachhaltig zu verbessern. Diese Eingriffe kommen insbesondere bei Menschen mit schwerer Adipositas infrage, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend wirksam sind.</p>
<p class="text-justify">Mit ihrer Beteiligung an der Leopoldina-Arbeitsgruppe bringen Prof. Oberhoffer und Prof. Laxy die Expertise des Departments Health and Sport Sciences sowie der Public-Health- und Präventionsforschung der TUM in die nationale gesundheitspolitische Debatte ein. Der Policy Brief liefert eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für politische Entscheidungen und unterstreicht zugleich die Bedeutung universitärer Präventions- und Versorgungsforschung für die Bewältigung einer der größten Volkskrankheiten unserer Zeit.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zum <a href="https://www.leopoldina.org/fileadmin/Daten/Publikationen/Dokumente/2026_Leopoldina_FOKUS_Adipositas.pdf" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Policy Brief der Leopoldina</a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/praeventive-paediatrie/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie</a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/php/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Homepage der Professur für Public Health und Prävention</a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Renate Oberhoffer<br />Vice Dean Talent Management and Diversity<br />Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München&#160;</p>
<p>Tel.: 089 289 24570<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4boxkdo8ylobryppobJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">renate.oberhoffer(at)tum.de</a></p>
<p>Prof. Dr. Michael Laxy<br />Professur für Public Health und Prävention<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München</p>
<p>Tel.: 089 289 24977<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4wsmrkov8vkhiJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">michael.laxy(at)tum.de</a></p>
<p><br /><i>Text: Dr. Romy Schwaiger<br />Fotos: KI-generiert (OpenAI) / Leopoldina / Andreas Heddergott, TUM / Astrid Eckert, TUM</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
			<entry>
				<id>https://www.hs.mh.tum.de/mh/news-5422.atom</id>
				<title>Prof. Wackerhage erklärt in TV-Sendung „Quarks“, warum Muskeln der Schlüssel zu einem gesunden langen Leben sind</title>
				<author>
					<name>Department Health and Sport Sciences</name>
				</author>
				<published>2026-02-03T10:57:00+01:00</published>
				<updated>2026-02-03T10:57:25+01:00</updated>
				<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-wackerhage-erklaert-in-tv-sendung-quarks-warum-muskeln-der-schluessel-zu-einem-gesunden-langen-leben-sind/"/>
				
				<content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                     
                            
                                
                                    
                                        <img src="https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_broadcastimage-424350__v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647_82713ffe30.jpg" width="200" height="113" alt="" />
                                    
                                
                            
                        
                    <h2>
                        <a href="https://www.hs.mh.tum.de/mh/news/article/prof-wackerhage-erklaert-in-tv-sendung-quarks-warum-muskeln-der-schluessel-zu-einem-gesunden-langen-leben-sind/">
                            Prof. Wackerhage erklärt in TV-Sendung „Quarks“, warum Muskeln der Schlüssel zu einem gesunden langen Leben sind
                        </a>
                    </h2>
                    <p class="text-justify">In der <a href="https://www.quarks.de/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">ARD-Wissenschaftssendung „Quarks“</a> vom 15. Januar 2026 stand eine Frage im Mittelpunkt: <a href="https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDA5Nzc1MDgtOTMzZi00Nzc1LWIyOTYtOWVmZWIxM2M0MDhk" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">„Muskeln – Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben?“</a>. <a href="https://www.quarks.de/quarks-im-fernsehen/ralph-caspers/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Moderator Ralph Caspers</a> ging der Rolle von Muskelkraft für Gesundheit, Stoffwechsel und Alterungsprozesse nach. Mehrfach brachte dabei <a href="https://www.professoren.tum.de/wackerhage-henning" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Prof. Dr. Henning Wackerhage</a>, Leiter der <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisebiology/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Professur für Sportbiologie</a> an der TUM, seine Expertise ein.</p>
<p class="text-justify">Einen erzählerischen Rahmen erhält die Sendung durch den 73-jährigen <a href="https://pingomag.com/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window">Pingo Magduschewski</a>, der als „Fahrradfreak“ und „Best Ager“-Model vorgestellt wird. Magduschewski begann mit 69 Jahren erneut mit regelmäßigem Krafttraining. In der Sendung ist zu sehen, wie er im Fitnessstudio trainiert, draußen Fahrrad fährt und läuft. Sein Beispiel veranschaulicht, wie gezielte Bewegung – insbesondere Krafttraining – dazu beiträgt, auch im höheren Alter leistungsfähig zu bleiben, Muskelabbau zu verlangsamen und die eigene Gesundheit aktiv zu unterstützen. Der Kontakt zu Magduschewski kam über Prof. Wackerhage zustande, der ihn als passenden Protagonisten für die TV-Sendung vermittelt hatte. In dem Filmbeitrag wird der Effekt regelmäßiger Bewegung als Aktivierung der „körpereigenen Apotheke“ beschrieben.</p>
<p class="text-justify">Wissenschaftlich erklärt wird dieser Effekt durch Prof. Wackerhage. Er macht deutlich, dass Muskeln weit mehr sind als reine „Bewegungsmotoren“. Sie wirken als zentrales Stoffwechselorgan und beeinflussen Blutdruck, Immunsystem, Zuckerstoffwechsel und sogar das Krebsrisiko. Prof. Wackerhage betont, dass körperliche Fitness nicht allein durch Ausdauertraining erreicht werden kann: „Wenn man fit und gesund bleiben will – und das auch langfristig –, braucht es auf der einen Seite Ausdauertraining und auf der anderen Seite gezieltes Krafttraining. Das wird oft unterschätzt, dabei baut gerade das Krafttraining die Muskulatur auf, und genau das hat besondere gesundheitliche Effekte.“</p>
<p class="text-justify">Ein zentraler Mechanismus dahinter sind sogenannte Myokine – hormonähnliche Botenstoffe, die von der Muskulatur gebildet werden. „Myokine sind Muskelhormone, also Botenstoffe, die der Muskel produziert, ins Blut abgibt und die dann in anderen Organen wirken – etwa im Fettgewebe oder im Gehirn“, erklärt Prof. Wackerhage. Auf diese Weise beeinflusst die Muskulatur nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch Entzündungsprozesse, Stoffwechselregulation und sogar Stimmung sowie mentale Gesundheit.</p>
<p class="text-justify">Besonders anschaulich wird die Rolle der Muskeln beim Umgang mit Zucker aus der Nahrung. Während überschüssige Kohlenhydrate häufig als Fett gespeichert werden, können wachsende Muskeln sie als Baumaterial nutzen. Prof. Wackerhage beschreibt diesen Effekt mit einem prägnanten Bild: „Wenn ich Süßigkeiten esse, denkt man sofort, das wird direkt zu Fett oder führt zu Diabetes. Aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Wir nennen das den Weg vom ‚Fatbuilder‘ zum ‚Bodybuilder‘ – der Muskel nutzt den Zucker, um neues Muskelgewebe aufzubauen.“</p>
<p class="text-justify">Dahinter steckt ein leistungsstarker Stoffwechsel, der durch Muskelaufbau aktiviert wird. Wachsende Muskeln haben einen hohen Nährstoffbedarf und entziehen dem Blut kontinuierlich Zucker, Fette und Eiweiß. Prof. Wackerhage erklärt dieses Prinzip als „Sushi-Bar-Hypothese“: „Der Muskel greift metabolisch so viel aus dem Blut ab, dass anderen Geweben – insbesondere dem Fettgewebe – weniger übrig bleibt.“ Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel stabil, und die Einlagerung von Fett wird reduziert.</p>
<p class="text-justify">Am Beispiel von Pingo Magduschewski wird in der „Quarks“-Sendung gezeigt, dass diese Mechanismen auch im höheren Lebensalter aktiv bleiben. Krafttraining und regelmäßige Bewegung können Muskelmasse erhalten oder sogar wieder aufbauen – und damit entscheidend dazu beitragen, länger selbstständig, leistungsfähig sowie gesund zu bleiben.</p>
<p class="text-justify">Die „Quarks“-Folge wurde erstmals am 15. Januar 2026 um 20:15 Uhr zeitgleich im WDR, HR und SR ausgestrahlt und anschließend mehrfach wiederholt, unter anderem auf ARD alpha (am 18., 20. und 21. Januar). Damit erreichte der Beitrag ein breites Fernsehpublikum im gesamten Bundesgebiet.</p>
<p class="text-justify">Mit seinen Zitaten bringt Prof. Wackerhage die sportbiologische Expertise der TUM in eine breite öffentliche Debatte ein. Die „Quarks“-Folge verdeutlicht eindrucksvoll, wie eng moderne Muskelbiologie, Prävention und gesundes Altern miteinander verknüpft sind – und warum Muskeltraining ein zentraler Baustein für ein langes und gesundes Leben ist.</p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDA5Nzc1MDgtOTMzZi00Nzc1LWIyOTYtOWVmZWIxM2M0MDhk" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Sendung „Quarks“ vom 15.01.2026 in der ARD-Mediathek</u></a></p>
<p class="text-justify">Zur <a href="https://www.hs.mh.tum.de/exercisebiology/startseite/" target="_top" class="ti ti-link-ext" title="Opens external link in current window"><u>Homepage der Professur für Sportbiologie</u></a></p>
<p class="text-justify">&#160;</p>
<h2 class="text-justify"><strong>Kontakt:</strong></h2>
<p>Prof. Dr. Henning Wackerhage<br />Professur für Sportbiologie&#160;<br />Am Olympiacampus 11<br />80809 München&#160;</p>
<p>Tel.: 089 289 24480<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="wksvdy4Roxxsxq8FkmuobrkqoJdew8no" data-mailto-vector="10" class="ti mail ti-link-mail" title="Opens window for sending e-mail">Henning.Wackerhage(at)tum.de&#160;</a></p>
<p><br /><i>Text: Dr. Romy Schwaiger<br />Fotos: ARD-Sendung </i>„<i>Quarks”</i></p>
				</div></content>
			</entry>
		
	
</feed>

